Thermoproteati ist ein 2024 offiziell anerkanntes Reich der Archaeen, das auch unter der informellen Bezeichnung TACK-Superphylum bekannt ist.
Das Akronym ‚TACK‘ steht dabei für die Anfangsbuchstaben der ersten entdeckten Mitgliedsgruppen. Diese Gründungsmitglieder sind: Thaumarchaeota (jetzt Nitrososphaerota), Aigarchaeota (jetzt Augarchaeota), Crenarchaeota (jetzt zu Thermoproteota) und Korarchaeota (jetzt ebenfalls zu Thermoproteota); inzwischen wurden jedoch noch weitere Gruppen dieser Klade zugeordnet (s.u.).
Die Thermoproteati sind in verschiedenen Umgebungen anzutreffen, angefangen von acidophil-thermophilen (säure- und hitzeliebenden) über mesophile (gemäßigte Bedingungen liebende) bis zu psychrophilen (kälteliebende) Organismen.
Sie weisen unterschiedliche Stoffwechselarten auf, vor allem anaerobe und chemosynthetische.
Die Taxonomie der Thermoproteati ist in Teilen immer noch stark in der Diskussion.
Im Jahr 2020 war von Thomas Cavalier-Smith und Ema Chao vorgeschlagen worden, die Gruppe als Phylum „Crenarchaeota“ (sensu lato) zu klassifizieren und die traditionellen „Crenarchaeota“ als eine Klasse „Sulfolobia“ anzusehen, zusammen mit den anderen bisherigen Mitglieds-Phyla nun ebenfalls im Rang einer Klasse oder nur mehr einer Ordnung.
Die Thermoproteati sind die Schwesterklade der Asgard-Archaeen (Reich Promethearchaeati, früher als Phylum Asgardarchaeota genannt), aus denen die Eukaryoten hervorgegangen sind. Zusammen bilden sie die Supergruppe der Proteoarchaeen.
Nach der in den 1980er Jahren von James Lake vorgeschlagenen Eozyten-Hypothese (Lake etal. 1984) sollen die Eukaryoten sich aus den prokaryotischen Eozyten (ein alter Name, sensu stricto für die Crenarchaeota, sensu lato für die Proteoarchaeen – Asgard-Archaeen kannte man damals noch nicht) entwickelt haben.
In den Jahren 2010–2015 wurden (mit den Lokiarchaeen) die ersten Vertreter der Asgard-Archaeen gefunden, wobei sich herausstellte, dass es unter diesen noch engere verwandtschaftliche Beziehungen zu den Eukaryoten gibt als bei den zuvor favorisierten Crenarchaeota (Thermoproteota) oder Thaumarchaeota (Nitrososphaerota) aus TACK.
Mitgliedsgruppen
Die Thermoproteati (TACK-Archaeen) umfassen folgende Phyla:
Thermoproteota – die bedeutendste Mitgliedsgruppe. Zu ihr gehören u.a. die folgenden Klassen:
Thermoprotei (früher als Phylum „Crenarchaeota“ sensu stricto) – Es ist die bekannteste Mitgliedsgruppe und stellt die am häufigsten vorkommenden Archaeen im marinen Ökosystem. Sie wurden früher wegen ihrer Abhängigkeit von Schwefel als Sulfobakterien (bzw. Sulfolobia) bezeichnet und sind als Kohlenstofffixierer wichtig. Es gibt unter ihnen Hyperthermophile in hydrothermalen Schloten, andere Gruppen sind jedoch am häufigsten in Tiefen von weniger als 100m anzutreffen.
Thermoprotei_A – in der GTDB eine Abspaltung von der Klasse Thermoprotei, die nur die Ordnungen Marsarchaeales, Sulfolobales und o_EX4484-217-1 enthält.
„Ca.Korarchaeia“ (als Phylum „Ca. Korarchaeota“) – Sie wurden nur in hydrothermalen Umgebungen und in geringer Abundanz gefunden. Sie scheinen je nach Temperatur, Salzgehalt (Süß- oder Meerwasser) und Geographie phylogenetisch diversifiziert zu sein.
Nitrososphaeria (früher als Phylum „Nitrososphaerota“ und „Thaumarchaeota“) – Diese Gruppe umfasst mesophile oder psychrophile Organismen (d.h. solche, die bei mittleren und niedrigen Temperaturen gedeihen), mit einem Ammoniak-oxidierenden „chemolytoautotrophen“ (nitrifizierenden) Stoffwechsel, daher die frühere Bezeichnung Ammonia-oxidizing [thaum]archaeota, (AOA). Sie spielen wahrscheinlich eine wichtige Rolle in biochemischen Kreisläufen, wie dem Stickstoff- und Kohlenstoffkreislauf.
Nitrososphaeria_A (GTDB) (als Phylum nach der LPSNAugarchaeota, früher „Aigarchaeota“) – Es handelt sich um eine anhand der Genomsequenz 10-H-08 der Kandidatenspezies „Ca. Caldiarchaeum subterraneum“, ursprünglich als Phylum vorgeschlagene Gruppe. Diese gensequenz wurde tief in einer Goldmine in Japan gefunden; Genomsequenzen dieser als Nitrososphaerota-Ordnung Caldarchaeales (früher auch Caldiarchaeales) genannten Gruppe wurden aber auch in geothermischen Umgebungen gefunden, sowohl auf dem Land (terrestrisch) als auch im Meer (marin).
In der LPSN gehört die Gattung Ca. Calditenuis ohne nähere Zuordnungen zum Phylum Ca. Augarchaeota [Ca. Aigarchaeota], die Gattungen Ca. Caldarchaeum und Ca. Pelearchaeum gehören dagegen mit ihrer Familie Ca. Caldarchaeaceae der Ordnung Ca. Caldarchaeales zur Klasse Nitrososphaeria des Phylums Thermoproteota.
In der Taxonomie des NCBI sind die drei Gattungen vereint in der Familie Ca. Calditenuaceae der Ordnung Caldarchaeales (ohne Klassenzuweisung) im Phylum Nitrososphaerota.
Nach der GTDB gehört die Gattung Ca. Calditenuis zur Familie Ca. Calditenuaceae, die Gattungen Ca. Caldarchaeum und Ca. Pelearchaeum zur Familie Ca. Caldarchaeaceae. Beide Familien sind in der Ordnung Ca. Caldarchaeales vereint, jedoch in einer Klasse Nitrososphaeria_A des Phylums Thermoproteota.
In einer Konsens-Systematik wäre LPSN mit der GTDB zu ergänzen, wobei Nitrososphaeria_A vom Umfang her den Aigarchaeota/Augarchaeota entspräche.
Weitere Mitgliedsgruppen der Thermoproteota:
„Ca.Bathyarchaeia“ (Miscellaneous Crenarchaeotal Group, MCG); in der LPSN und der GTDB eine weitere Klasse der Thermoproteota, in der NCBI-Taxonomie in einem eigenen Phylum „Ca. Bathyarchaeota“ – Sie kommen reichlich in den nährstoffarmen Sedimenten des Meeresbodens vor. Zumindest einige Linien entwickeln sich nach Fengping Wang etal. (2016) durch Homoacetogenese, eine Art des Stoffwechsels, von der man bisher annahm, er sei nur bei Bakterien zu finden. Provisorische Unterteilung in die Gruppen mit den Gruppen MCG-1, MCG-6, MCG-15
„Ca.Methanomethylicia“ (früher auch „Ca. Methanomethylia“ oder provisorisch Terrestrial Miscellaneous Crenarchaeota Group, TMCG; in der LPSN und GTDB Klasse der Thermoproteota, in der NCBI-Taxonomie in eigenem Phylum Methanomethylicota, dieser Name ist in der LPSN ebenso wie Verstraetearchaeota ein Synonym für Thermoproteota) – Eine Gruppe von Archaeen, die anoxische Umgebungen mit hohen Methandurchsätzen bewohnt. Beinhaltet „Ca. Methanomethylicales“ und einige weitere verwandte Gruppen: „Ca. Methanohydrogenicales“, „Ca. Methanomediales“, „Ca. Methanomethyloarchaeales“, „Ca. Methanomethylovorales“. Die früher als Verstraetearchaeota (mit Typusgattung „Ca. Methanomethylicus“) bezeichnete Klade stimmt inhaltlich mit den Methanomethylicia überein.
Weitere vorgeschlagene Mitgliedsgruppen, ggf. im Rang eines Phylums:
„Ca. Nezhaarchaeota“ (nach LPSN & NCBI im Reich Thermoproteati, in der GTDB als Nezhaarchaeales ebenfalls in der Klasse Methanomethylicia des Phylums Thermoproteota) – Eine mögliche Ordnung der Methanomethylicia innerhalb der Thermoproteota.
„Ca. Geothermarchaeota“ (früher provisorisch Terrestrial Hot Springs Crenarchaeotic GroupTakai & Horikoshi 1999, THSCG; nach LPSN & NCBI in Thermoproteati, in der GTDB Ordnung Geothermarchaeales in der Klasse Nitrososphaeria, Phylum Thermoproteota) – Diese Gruppe wurde 2017 aus den (damaligen) Crenarchaeota ausgegliedert.
„Ca. Brockiarchaeota“ (früher „Ca. Brockarchaeota“, in der GTDB Klasse c__EX4484-205 der Thermoproteota) – Sie kommen in heißen Quellen und Sedimenten in Geothermalgebieten vor und verarbeiten anaerob abgestorbene Pflanzenreste, aber ohne das Treibhausgas Methan freizusetzen. Damit könnten sie eine wichtige Rolle in der Zukunft bei der Bekämpfung der Klimaerwärmung spielen.
„Ca. Culexarchaeota“ (LPSN: unbekannt, nach NCBI im Reich Thermoproteati, in der GTDB als Culexarchaeales zu den Methanomethylicia)
„Ca.Geoarchaeota“ (LPSNincertae sedis, NCBI im Reich Thermoproteati, in der GTDB als Gearchaeales in der Klasse Thermoprotei) – Diese Gruppe umfasst thermophile Organismen, die in saurem Milieu leben und Eisen reduzieren. Alternativ wurde vorgeschlagen, dass diese und ggf. weitere Gruppen eigentlich zum Phylum Thaumarchaeota (d.h. Nitrososphaerota) gehören.
„Ca.Martarchaeota“ (früher „Ca. Marsarchaeota“, LPSNincertae sedis, NCBI im Reich Thermoproteati, in der GTDB Ordnung Marsarchaeales in der Abspaltungs-Klasse Thermoprotei_A) – Eine thermophile, aerobe Archaeenlinie, die in geothermischen Eisenoxid-Mikrobenmatten häufig vorkommt. Sie wurde im Yellowstone National Park in saurem Milieu bei Temperaturen von 50 bis 80°C gefunden. Sie sind fakultativ aerobe Chemoorganotrophe, die auch Fe(III)-Reduktion durchführen können.
Systematik
Als wissenschaftliche Bezeichnung für die TACK-Supergruppe wurden mit dem taxonomischen Rang eines Superphylums (Überabteilung) oder darunter vorgeschlagen: „Crenarcheida“ (Luketa 2012), „Filarchaeota“ (Cavalier-Smith 2014), „Thermoproteota“ (s.u.), „Thermoproteaeota“ (s.u.) oder Crenarchaeota (sensu lato, Cavalier-Smith 2020) vorgeschlagen (im letzteren Fall sollen die Crenarchaeota vom Phylum zu einer Klasse Sulfolobia herabgestuft werden, ebenso sollen die anderen TACK-Mitgliedsphyla zu Klassen oder Ordnungen herabgestuft werden).
Nach Einführung der taxonomischen Rangstufe Reich auch für Prokaryoten wurde 2024 die Bezeichnung Thermoproteati als einzig gültiger Name festgelegt.
Für die beiden Reiche (früher Superphyla) Thermoproteati („TACK“) und Promethearchaeati (Asgard) wurde als umfassende taxonomische Einheit der Name „Proteoarchaea“ (früher „Proteoarchaeota“) vorgeschlagen.
Die Systematik nach der LPSN (ergänzt nach der Taxonomie des NCBI und der GTDB) ist damit wie folgt (Stand 14. Juni 2025):
Spezies WYZ-LMO8 sp004347965 (GTDB) [„Ca. Nezhaarchaeota archaeon WYZ-LMO7“ (NCBI)], mit
Stamm WYZ-LMO7
Spezies WYZ-LMO8 sp004347965 (GTDB) [„Ca.Nezhaarchaeota archaeon WYZ-LMO8“ (NCBI)], mit
Stamm WYZ-LMO8
Anmerkungen:
Die Tendenz war früher, neuen Kladen mit dem Rang eines Phylums (Endung „-archaota“) zu versehen. Die Taxonomie seit 2024 hat für Superphyla den Rang Reich (englischkingdom, lateinischregnum) hinzugefügt (s.o.), aber gleichzeitig viele Kladen im Rang eines Phylums zu Klassen „degradiert“.
Die vielen Synonyme der wissenschaftlichen Bezeichnung Promethearchaeati resultieren u.a. daher, dass einige Mitgliedskladen früher im Rang eines Phylums gesehen wurden, und ihr Bezeichner ein entsprechendes Suffix (‚-ota‘, meist ‚-archaeota‘) trug. Wenn diese Kladen heute als Klassen (mit einem entsprechenden neuen Suffix, etwa ‚-archaeia‘) im ein und demselben Phylum gesehen werden, dann werden die alten Bezeichner auf der Rang-Ebene der Phyla formal zu Synonymen für das heutige gemeinsame Phylum. Die inhaltliche Entsprechung ist aber die eines Subsets (z.B. Klasse). In der obigen Liste sind diese formalen Synonyme von inhaltlichen durch einen Bindestrich (‚—‘) abgesetzt.
Phylogenie
Mit weiteren Sequenzierungen bzw. Metagenomik-Dazen zeichnet sich folgende Entwicklung der nach jeweiligem Stand plausibelsten Phylogenie ab:
Die unterschiedlichen Suffixe für gleiche Gruppen sind eine Folge der von den Autoren unterschiedlich vergebenen taxonomischen Rangstufen, siehe Lumper und Splitter.
Der Drei-Domänen-Stammbaum nach Woese und die Eozyten-Hypothese (Zwei-Domänen-Stammbaum), aktualisiert nach Cox etal., 2008.
Die in den 1980er Jahren von James Lake vorgeschlagene Eozyten-Hypothese legt nahe, dass sich die Eukaryoten (Zellen mit komplexem Aufbau und Vielzeller wie Pflanzen, Pilze und Tiere, insbesondere auch der Mensch) aus den prokaryotischen Eozyten (ein alter Name für Crenarchaeota) entwickelten.
Die V-Typ ATPase der Eukaryoten ähnelt der A-Typ ATP-Synthase der Archaeen – eine Tatsache, die einen Ursprung der Eukaryonten unter den Archaeen nahelegt.
Die Ähnlichkeiten zu den bei Bakterien, Chloroplasten und Mitochondrien anzutreffenden F-Typ ATP-Synthasen sind dagegen weitaus geringer (das ausnahmsweise Auftreten des F-Typs bei einigen Archaeenlinien und des A-Typs bei einigen Bakterienlinien wird als Folge horizontalen Gentransfers angesehen).
Proteasom genannte Proteinkomplexe haben offenbar bei dem Thermoproteota-Mitglied Sulfolobus acidocaldarius in der Zellteilung die gleiche Funktion wie bei Eukaryoten.
Ein Hinweis auf eine enge Beziehung zwischen Thermoproteota und Eukaryoten ist das Vorhandensein eines Homologs der RNA-Polymerase-UntereinheitRbp-8 in Vertretern der Thermoproteota, die aber nicht in Archaeen des Reichs Methanobacteriati (alias Superphylum „Euryarchaeida“) zu finden ist.
Schon mit der Entdeckung weiterer den (ursprünglich entdeckten) Thermoprotei nahestehenden Archaeengruppen innerhalb des Superphylums „TACK“ wurde spekuliert, ob diese den Eukaryoten vielleicht noch näher stehen könnten.
Tatsächlich wurden in der „TACK“-Schwestergruppe der Asgard-Archaeen (etwa die Hodarchaeales) gefunden, die den Eukaryoten noch wesentlich näher stehen.
Diese Ergebnisse konkretisieren die Aussage der Endosymbiontentheorie bzgl. der Herkunft des letzten gemeinsamen Vorfahren der Eukaryoten (Last Eukaryotic Common Ancestor, LECA), auch wenn die Verwandtschaftsbeziehungen immer noch im Detail diskutiert werden.
Eine im Herbst 2020 veröffentlichte Studie legt anhand von umfangreichen Genomanlysen tatsächlich nahe, dass – obwohl bisher noch keine primär amitochondrialen Eukaryoten gefunden wurden – die Vorfahren der Eukaryonten aus der Verwandtschaft der Asgard-Archaeen zuerst ihr komplexes Genom mit den zugehörigen Strukturen, und danach die Mitochondrien (oder Vorläufer davon) erworben haben.
Anfang 2022 veröffentlichten Akıl etalMetagenom-Analysen aus dem Sediment einer heißen Quelle („Unteres Culex-Becken“, engl. Lower Culex Basin) im Yellowstone-Nationalpark (USA).
Aufgrund dieser Analysen kodiert die Odinarchaeota-Spezies „Ca. Odinarchaeum yellowstonii“ (alias Ca. Odinarchaeota archaeon LCB_4), vorhergesagt für zwei prokaryotische FtsZ-Zellteilungsproteine sowie für ein weiteres, OdinTubulin genanntes Protein. Dieses zeigt Homologie sowohl zu eukaryotischenTubulinen, als auch (weniger stark) zu Ftsz-Proteinen und wird daher von den Autoren als eine Übergangsform zwischen den FtsZ-Proteinen und den Tubulinen angesehen. Im November 2022 wurde bekannt, dass die Odinarchaeota darüber hinaus ein Protein OdinAK besitzen, das mit der Adenylat-Kinase AK6 des Menschen verwandt ist.
Im Juli 2023 wurden dann von Laura Eme etal. die Hodarchaeales unter den Heimdallarchaeen als nächste Verwandte der Eukaryoten unter den bis dato bekannten Archaeen vorgeschlagen.
Thang etal. (2025) vermutem jedoch einen Ursprung der Eukaryoten tief in den Asgard-Archaeen außerhalb der Heimdall-Archaeen.
↑Der Eintrag zum Phylum ist in der LPSN verwaist, in der NCBI-Taxonomie gehört das Phylum zum Reich Thermoproteati. Kein Eintrag zu ‚Brockarch…‘ oder …‚Brockiarch…‘ in der GTDB Klasse c__EX4484-205 des Phylums Thermoproteota.
↑
In der GTDB rebgert diese Klade als Ordnung Culexarchaeales in der Klasse Methanomethylicia.
↑In der GTDB rangiert diese Klade als Ordnung Marsarchaeales in der Klasse Thermoprotei_A [Sulfolobia] (Abspaltung von Thermoprotei).
↑Lumper tendieren dazu, biologisch diverse Gruppen in einem Taxon niedrigerer Rangstufe zusammenzufassen; Splitter tendieren umgekehrt dazu, Gruppen auch bei geringen Abweichungen in der Gensequenz aufzuspalten.
Wen-Cong Huang, Maraike Probst, Zheng-Shuang Hua, Lénárd L. Szánthó, Gergely J. Szöllősi, Thijs J. G. Ettema, Christian Rinke, Tom A. Williams, Anja Spang: Phylogenomic analyses reveal that Panguiarchaeum is a clade of genome-reduced Asgard archaea within the Njordarchaeia. Auf: bioRχiv; Preprint vom 17. Februar 2024 (v1). Stand: 22. Mai 2025 (v2); doi:10.1101/2025.02.13.637844 (englisch).
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↑
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