| TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Agno zu vermeiden. |
| Agno | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | Bezirk Lugano |
| Kreis: | Kreis Agno |
| BFS-Nr.: | 5141 |
| Postleitzahl: | 6982 |
| Koordinaten: | 713215 / 95103 |
| Höhe: | 280 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 270–505 m ü. M. |
| Fläche: | 2,49 km² |
| Einwohner: | 4582 (1. Januar 2026) |
| Einwohnerdichte: | 1840 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 33,6 % (1. Januar 2026) |
| Gemeindepräsident: | Thierry Morotti (FDP) |
| Website: | www.agno.ch |
Agno und Luganersee im Hintergrund, vorn Bioggio | |
| Lage der Gemeinde | |
Agno (italienisch: [], deutsch veraltet Eng; in einheimischer Mundart: []) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin, Hauptort des Kreises Agno des Bezirks Lugano in der Region Malcantone.
Das Dorf am Luganersee ist die wichtigste Ortschaft im Malcantone und umfasst die Ortsteile «Cassina d’Agno», «Mondonico» und «Serocca». Nachbargemeinden sind Magliaso, Bioggio, Neggio, Vernate, Collina d’Oro und Muzzano.




Im Jahr 735 wird erstmals ein cl. basilice Sci. Iohannis Aniasce‚ Geistlicher der Kirche des heiligen Johannes von Agno erwähnt, 874 ein Gundoaldus notarius de vico Amni. Der Ortsname wird zurückgeführt auf vulgärlateinisches amnius, eine Ableitung zu Latein amnis für Wasserlauf, Fluss, und verweist wohl auf den Vedeggio, der bei Agno in den Luganersee mündet.
Aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage am Luganersee und an der Strasse von Ponte Tresa zum Monte Ceneri war Agno möglicherweise Mittelpunkt eines römischen Pagus (archäologische Funde im örtlichen Museo plebano). Mehrere Marktprivilegien belegen die Rolle Agnos als altes Handelszentrum und noch immer wird der Jahrmarkt Fiera di San Provino am zweiten Montag im März abgehalten.
Zum Besitz des Erzbischofs von Mailand gehörte im Mittelalter auch ein Fischereirecht, das später an den Bischof von Como, dann in lokalen Privatbesitz überging und schliesslich 1843 durch die kantonalen Behörden aufgehoben wurde.
Die Pfarrei reicht in das 6. oder 7. Jahrhundert zurück und bestand ohne Zweifel im 9. Jahrhundert. Eine Überlieferung, die noch bei der Pfarrvisitation von 1684 bestand, behauptet, dass das Chorherrenstift von Kaiser Otto II. (973–983) bei seinem Zuge nach Italien gegründet und dotiert worden sei. Die Stiftskirche San Giovanni Battista, in der Reliquien des Schutzpatrons San Provino – des zweiten Bischofs von Como – aufbewahrt werden, steht auf den Fundamenten eines romanischen Vorgängerbaus. Das erste Dokument, welches das Stiftskapitel erwähnt, ist von 1192. Der erste Propst, dessen Name bekannt ist, war Guglielmo da Marchirolo (1288–1301). 1591 umfasste die Pfarrei noch Magliaso, Neggio, Bioggio und Pura.
Am Fuss der Kirche lag der älteste Dorfkern, der sich später gegen den Hügel und vor allem in der Ebene und entlang der Strassenachsen ausdehnte. Durch die Korrektur des Flusses Vedeggio 1906 und die Trockenlegung der Ebene von Agno, mit der schon im 19. Jahrhundert begonnen worden war, vergrösserte die Gemeinde ihre nutzbare Fläche beträchtlich, die anfänglich vor allem als Agrarland diente. Die rasche Ausbreitung von Industrie und Gewerbe nach dem Zweiten Weltkrieg und des Tourismus als Wirtschaftsfaktor widerspiegelten sich ab 1960 im Bevölkerungswachstum. Der Flugplatz von Agno fertigt seit 1980 Linienflüge ab und steigerte seine Bedeutung aufgrund des Tourismus und des wachsenden Finanzplatzes in Lugano, bis er sich mit grösseren finanziellen Problemen konfrontiert sah.

Agno liegt an der Strasse von Ponte Tresa nach Lugano und wird durch die Schmalspurbahn Lugano–Ponte-Tresa erschlossen. Der internationale Flughafen Lugano liegt auf Gemeindegebiet. Wegen der schönen Lage am See verfügt die Gemeinde über mehrere Camping-Plätze.