Das Dorf liegt auf einer Terrasse des Hügels Santa Maria im unteren Malcantone; es hat rund 600 Einwohner.
Die Nachbargemeinden sind im Norden Bioggio, im Osten Agno, im Süden Neggio und im Westen Lema.
Geschichte
In Vernate wurden zwei Gräber, die eine Kanne und eine Schere als Beigaben enthielten, aus römischer Zeit entdeckt. Der Bischof von Como besass im Dorf Lehen, die 1192 teils vom Stiftskapitel Agno erworben wurden. Das Dorf gehörte auch unter mailändischer und eidgenössischer Herrschaft zur Pieve Agno und unterstand bis 1788 der Pfarrei Iseo, deren Pfarrkirche Santa Maria Giovena (Juvenia) auf dem Gemeindegebiet liegt. Im Jahr 1335 wurde erstmals der Gemeindename erwähnt.
Die Dorfbewohner lebten von der Landwirtschaft oder wanderten als Bauhandwerker aus. Erst ab der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts entwickelte sich Vernate zur Wohngemeinde; 2000 waren fast vier Fünftel der Erwerbstätigen Pendler.
Bevölkerung
Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten
Sehenswürdigkeiten
Kirche Santa Maria JuveniaBlick Richtung Monte Brè bei Lugano
Oratorium San Mattia (1769) im Ortsteil Guasti di Vernate
Schalenstein im Ortsteil Nedrigia (680m ü. M.)
Persönlichkeiten
Carlo Angelo Soldati (* 2. November 1777 in Vernate; † 16. Januar 1849 ebenda), Offizier im Dienste Napoleons von 1803 bis 1809, machte 1808 den spanischen Feldzug mit.
↑Chiesa di Santa Maria d'Iseo (Vernate).In:Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS.Bundesamt für Kultur BAK,2005,abgerufen am 27.April 2025(italienisch).