Markt Neuhodis

Marktgemeinde
Markt Neuhodis
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Markt Neuhodis
Markt Neuhodis (Österreich)
Markt Neuhodis (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Oberwart
Kfz-Kennzeichen: OW
Fläche: 19,95 km²
Koordinaten: 47° 18′ N, 16° 24′ OKoordinaten: 47° 17′ 46″ N, 16° 23′ 44″ O
Höhe: 326 m ü. A.
Einwohner: 647 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 32 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7464
Gemeindekennziffer: 1 09 13
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hauptstraße 34
7464 Markt Neuhodis
Website: www.markt-neuhodis.at
Politik
Bürgermeister: Joachim Radics (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(15 Mitglieder)
8
7
8 7 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Markt Neuhodis im Bezirk Oberwart
Lage der Gemeinde Markt Neuhodis im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)Bad TatzmannsdorfBadersdorfBernsteinDeutsch Schützen-EisenbergGrafenschachenGroßpetersdorfHannersdorfJabingKemetenKohfidischLitzelsdorfLoipersdorf-KitzladenMariasdorfMarkt AllhauMarkt NeuhodisMischendorfNeustift an der LafnitzOberdorf im BurgenlandOberschützenOberwartPinkafeldRechnitzRiedlingsdorfRotenturm an der PinkaSchachendorfSchandorfStadtschlainingUnterkohlstättenUnterwartWeiden bei RechnitzWiesfleckWolfauBurgenland
Lage der Gemeinde Markt Neuhodis im Bezirk Oberwart (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Markt Neuhodis (ungarisch Városhodász; kroatisch Novi Hoda, Nimški Hodas; Romani Hodasi) ist eine Marktgemeinde mit 647 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Oberwart im Burgenland.

In der Gemeinde gibt es eine größere Anzahl von Angehörigen der burgenlandkroatischen Minderheit, die vorwiegend im Ortsteil Althodis (Stari Hodas) beheimatet ist.

Geografie

Die Gemeinde liegt im Südburgenland. Der flache Süden ist Teil der Pannonischen Tiefebene. Nach Norden steigt das Land über Weingärten, später bewaldet bis zum Geschriebenstein, dem höchsten Punkt des Burgenlands, an.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Althodis und Neuhodis Markt.

Deutscher Ortsname Ungarischer Ortsname Kroatischer Ortsname Romani-Ortsname
AlthodisÓhodászStari Hodas
Markt NeuhodisVároshodászNovi Hodas / Nimški Hodas Hodasi

Nachbargemeinden

Lockenhaus (OP)
Weiden bei Rechnitz Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Rechnitz
Schachendorf

Geschichte

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Városhodász verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Seit 1921 gehört Markt Neuhodis zum damals neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Die heutige Großgemeinde entstand mit 1. Jänner 1971, als aufgrund des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes der burgenländischen Landesregierung die zuvor selbständigen Gemeinden Althodis und Neuhodis zur neuen Gemeinde Neuhodis zusammengelegt wurden. Im Jahr 1973 erfolgte die Verleihung des Marktrechtes und die Umbenennung zu Markt Neuhodis.

Per 1. Jänner 2026 wurde ein Grundstück an die Gemeinde Schachendorf (KG Dürnberg) abgegeben, auf diesem befinden sich die Pfarr- und Wallfahrtskirche Dürnbach sowie der zugehörige Friedhof. Dadurch wurde der Zustand beendet, dass die Kirche von Dürnbach in einer anderen Gemeinde lag.

Bevölkerungsentwicklung

Markt Neuhodis: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.039
1880
  
1.206
1890
  
1.283
1900
  
1.349
1910
  
1.298
1923
  
1.239
1934
  
1.242
1939
  
1.124
1951
  
986
1961
  
939
1971
  
952
1981
  
891
1991
  
856
2001
  
739
2011
  
670
2021
  
661
2026
  
647
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Nur 643 Menschen lebten 2025 in Markt Neuhodis und 2026b waren es immerhin 647.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Markt Neuhodis
Pfarr- und Wallfahrtskirche Dürnbach
Katholische Filialkirche Althodis
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Markt Neuhodis

Zu den möglichen Ausflugszielen im Ort gehört der Skulpturenpark Markt Neuhodis, der 2025 im Burgenland-Finale der ORF-Sendung 9 Plätze – 9 Schätze war. Die Parkanlage umrahmt ein Kastell aus dem späten 18. Jahrhundert.

Politik

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2022
 %
60
50
40
30
20
10
0
44,86
(−5,06)
53,02
(+7,81)
2,11
(n. k.)
n. k.
(−4,87)
20172022
Gemeindeamt Markt Neuhodis

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Anzahl der Wahlberechtigten insgesamt 15 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2022 2017 2012 2007 2002 1997
Sti. % M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M. Sti.%M.
ÖVP 351 53.02 8 28845,217 32050,968 27244,667 31050,578 20036,235
SPÖ 297 44.86 7 31849,928 30849,047 33755,348 30349,437 31256,527
KLART 14 2,11 0 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert
FPÖ nicht kandidiert 314,870 nicht kandidiert nicht kandidiert nicht kandidiert 407,251
Wahlberechtigte 830 780 772 769 759 680
Wahlbeteiligung 83,61 % 86,67 % 85,49 % 83,88 % 87,35 % 89,41 %

Bürgermeister

Bürgermeister ist seit der Wahl am 1. Oktober 2017 Joachim Radics (ÖVP). Er ist Nachfolger von Johann Wallner (SPÖ), der seit 2002 der Gemeinde vorstand. Dem Wechsel waren interne Querelen bei der SPÖ vorangegangen, da Wallner vorerst 2017 nicht mehr antreten wollte und seit zwei Jahren nach einem geeigneten Nachfolger suchte. Letztlich kündigte er im März 2017 an, nach Rücksprache mit seiner Ehefrau doch weitermachen zu wollen. Im Rahmen einer Sitzung der SPÖ am 27. Mai 2017, die Wallner aufgrund von „Misstönen“ vorzeitig verließ, beschlossen seine Parteikollegen, mit Quereinsteiger Klaus Glavanics als Bürgermeisterkandidaten in die Wahl zu gehen. Wallner bezeichnete die Bestellung als „statutenwidrig“. Bei der Bürgermeisterdirektwahl am 1. Oktober 2017 eroberte die SPÖ die Mehrheit im Gemeinderat zurück, Glavanics verlor mit 46,52 % gegen Joachim Radics (50,30 %), der seit 2012 Vizebürgermeister und seit 2012 im Gemeindevorstand war. Stefan Szmolian (FPÖ) kam auf 3,18 %.

Bei der Wahl 2022 wurde Joachim Radics mit 66,37 Prozent im Amt bestätigt.

Persönlichkeiten

Commons: Markt Neuhodis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 85.
  2. ↑ Porträt. Abgerufen am 23. Oktober 2020.
  3. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  4. ↑ Land Burgenland: Landesgesetzblatt für das Burgenland, 17. Stück aus 1970, Gesetz Nr. 44 (PDF, abgerufen am 23. Jänner 2018).
  5. ↑ Chronik. Abgerufen am 23. Oktober 2020.
  6. ↑ Voten für den schönsten Platz Burgenlands ORF Burgenland, 26. September 2025, abgerufen am 19. Mai 2026.
  7. ↑ Jois jubelt über Sieg bei Vorausscheidung ORF Burgenland, 24. Oktober 2025, abgerufen am 19. Mai 2026.
  8. ↑ Der Skulpturenpark in Markt Neuhodis ORF Burgenland, 24. September 2025, abgerufen am 19. Mai 2026.
  9. 1 2 Gemeinderatswahlen 2022-10-02. Land Burgenland, abgerufen am 20. Oktober 2022.
  10. 1 2 Land Burgenland: Wahlergebnis Markt Neuhodis 2017 (abgerufen am 11. Jänner 2018)
  11. ↑ Land Burgenland: Wahlergebnis Markt Neuhodis 2012 (abgerufen am 11. Jänner 2018)
  12. ↑ Land Burgenland: Wahlergebnis Markt Neuhodis 2007 (abgerufen am 11. Jänner 2018)
  13. 1 2 3 Land Burgenland: Wahlergebnis Markt Neuhodis 2002 (abgerufen am 11. Jänner 2018)
  14. ↑ BVZ vom 31. Mai 2017: Bürgermeister Wallner: Ein Abschied im Ärger (abgerufen am 11. Jänner 2018)
  15. ↑ Österreichischer Gemeindebund: Joachim Radics dreht Markt Neuhodis (abgerufen am 11. Jänner 2018)
  16. ↑ BVZ vom 5. Oktober 2017: ÖVP stellt Ortschef: 25 Stimmen bringen Radics ins Amt (abgerufen am 11. Jänner 2018)
  17. ↑ Joseph Michael Weinhofer: Schulprotokoll 1825–1829 (Weinhofer-Chronik), abgerufen am 24. Jänner 2014
  18. ↑ Johann Anton Laschober: Aus dem Leben eines Räuberhauptmannes aus Edlitz – unsere Heimatgemeinde, Seite 945 bis 950, Edlitz 1992, Herausgeber Marktgemeinde Edlitz