Zillingtal

Zillingtal
Celindof
WappenÖsterreichkarte
Wappen von ZillingtalCelindof
Zillingtal (Österreich)
Zillingtal (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Burgenland Burgenland
Politischer Bezirk: Eisenstadt-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: EU
Fläche: 13,10 km²
Koordinaten: 47° 49′ N, 16° 25′ OKoordinaten: 47° 48′ 53″ N, 16° 24′ 32″ O
Höhe: 231 m ü. A.
Einwohner: 1.052 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 80 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 7033, 7034, 7035
Vorwahl: 02688
Gemeindekennziffer: 1 03 22
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Landstraße 3
7034 Zillingtal
Website: zillingtal.eu
Politik
Bürgermeisterin: Eva Karacson (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2022)
(15 Mitglieder)
10
4
1
10 4 1 
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Zillingtal
Celindof im Bezirk Eisenstadt-Umgebung
Lage der Gemeinde Zillingtal im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)Breitenbrunn am Neusiedler SeeDonnerskirchenGroßhöfleinHornsteinKlingenbachLeithaprodersdorfLorettoMörbisch am SeeMüllendorfNeufeld an der LeithaOggau am Neusiedler SeeOslipPurbach am Neusiedler SeeSankt Margarethen im BurgenlandSchützen am GebirgeSiegendorfSteinbrunnStotzingTrausdorf an der WulkaWimpassing an der LeithaWulkaprodersdorfZagersdorfZillingtalEisenstadtRustBurgenland
Lage der Gemeinde Zillingtal im Bezirk Eisenstadt-Umgebung (anklickbare Karte)
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Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
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Celindof!/|BW]]

Zillingtal (kroatisch Celindof, ungarisch Völgyfalu) ist eine Gemeinde mit 1052 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Burgenland im Westen des Bezirks Eisenstadt-Umgebung in Österreich. Der ungarische Ortsname der Gemeinde ist Völgyfalu. Im Ort gibt es zahlreiche Angehörige der burgenlandkroatischen Minderheit.

Geografie

Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland an der niederösterreichischen Landesgrenze. Zillingtal ist der einzige Ort in der Gemeinde. Im Gemeindegebiet befindet sich die Wochenendhaussiedlung Pöttschinger See-Gebiet.

Nachbargemeinden:

Zillingdorf (WB) Steinbrunn
Pöttsching (MA)

Krensdorf (MA)

Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Müllendorf
Zemendorf-Stöttera (MA) Hirm (MA) Wulkaprodersdorf

Geschichte

Zillingtal (Mitte links) um 1873 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Dass das Gebiet von Zillingtal schon früh besiedelt war, zeigen Funde aus der Jungsteinzeit. So wurde in der Ried Mitterwald ein Bruchstück einer tönernen Frauenfigur aus der Zeit um 5.000 vor Christus entdeckt. Aus der gleichen Fundstelle stammt der Schädel eines 35- bis 45-jährigen Mannes, der Spuren einer Kopfoperation aufweist. Der Patient hatte den Eingriff überlebt.

In der Nähe der Schimmelkapelle wurden Siedlungsreste aus der Hallstattzeit (750 bis 450 vor Christus) ausgegraben.

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später unter den Römern lag das heutige Zillingtal dann in der Provinz Pannonia.

Ein Friedhof mit 797 Gräbern in der Ried „Herrschaftsbreiten“ stammt aus der Zeit der Awaren von 625 bis 800 nach Christus. Darin befanden sich bronzene Gürtelbestandteile mit Greifdarstellungen, die die Basis des Zillingtaler Wappens wurden.

Die erste urkundliche Erwähnung eines Orts „Pomog“ datiert auf das Jahr 1271. Es ist unklar, ob dies dem heutigen Ort Zillingtal oder einer Siedlung zwischen Steinbrunn und Zillingtal entspricht. Der deutsche Name Cylygenthal (Cäciliental) wird erstmals 1301 erwähnt. Der Name stammt entweder von einer Kirche, die der hl. Cäcilia geweiht war, oder einer Grundherrin.

1529 und 1683 wurde Zillingtal von den Türken zerstört. Danach siedelten sich Kroaten an.

Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Völgyfalu verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Bevölkerungsentwicklung

Zillingtal: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
938
1880
  
732
1890
  
886
1900
  
969
1910
  
972
1923
  
1.014
1934
  
918
1939
  
911
1951
  
699
1961
  
636
1971
  
626
1981
  
584
1991
  
615
2001
  
850
2011
  
935
2021
  
984
2026
  
1.052
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Zillingtal

Politik

Gemeindeamt Zillingtal

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Bürgermeister

  • 1992–2022 Johann Fellinger (SPÖ)
  • seit 2022 Eva Karacson (SPÖ)

Wappen

Die Verleihung des Gemeindewappens fand am 27. Juni 1992 statt.
Blasonierung: In Rot ein goldener Vogel Greif, an dessen Flug eine goldene Herzblume wächst.

Der Greif ist einem Fund aus der Awarenzeit entnommen und weist auf die alte Geschichte des Ortes hin. Die Herzblume ist das alte Ortswappen von Zillingtal.

Söhne und Töchter der Gemeinde

Commons: Zillingtal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Erwin Schranz (Hrsg.): Orts-, Fluss- und Flurnamen im burgenländisch-pannonischen Raum. Burgenländisch-Hianzische Gesellschaft, Oberschützen 2008, S. 94.
  2. 1 2 3 4 5 Historisches. Gemeinde Zillingtal, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  3. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2002 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2002, abgerufen am 2. September 2026.
  4. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2007 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 21. Oktober 2007, abgerufen am 2. September 2026.
  5. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2012 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 4. November 2012, abgerufen am 2. September 2026.
  6. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2017 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 29. Oktober 2017, abgerufen am 2. September 2026.
  7. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2022 in Zillingtal. Amt der Burgenländischen Landesregierung, 2. Oktober 2022, abgerufen am 2. September 2026.
  8. 1 2 Zillingtal, Gemeindewappen. Abgerufen am 31. Oktober 2020.
  9. ↑ B. V. Z. Redaktion: Der „Kultur-Motor“ von Zillingtal. 29. Oktober 2023, abgerufen am 11. September 2026.