Das Amt Sabin war ein königlich-preußisches Domänenamt, das unter dem Namen Amt Neuhof 1575 gebildet worden war. Es lag im Südosten des damaligen Dramburgischen Kreises der brandenburgischen Neumark, ab 1816 im Kreis Dramberg der preußischen Provinz Pommern. Das Amt Sabin wurde um 1850 aufgelöst.
Das zusammenhängende Amtsgebiet lag im Südosten des damaligen Dramburgischen Kreises der brandenburgischen Neumark, ab 1816 im Kreis Dramburg der preußischen Provinz Pommern. Das frühere Amtsgebiet liegt heute im Powiat Drawski (Kreis Dramburg) in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Amtssitz war um 1800 das Amtsvorwerk in Güntershagen (heute Lubieszewo).
Tonnies von Güntersberg verkaufte um 1575 den Rittersitz in Neuhof, den Großteil des Dorfes Groß Sabin und die wüste Feldmark Preibnitz an den brandenburgischen Markgrafen Johann von (Brandenburg)-Küstrin. Dieser bildete daraus das Amt Neuhof. Mit dem Erwerb des Rittersitzes in Groß Sabin wandelte sich der Name zu Amt Neuhof-Sabin. 1763/4 wurden die meisten Vorwerke des Amtes aufgegeben und die Vorwerksländereien an Kolonisten verteilt. Der Amtmann nahm nun seinen Sitz im Vorwerk Güntershagen und das Amt wurde nun Amt Sabin genannt. Auf Trinitatis 1822 sollte das Amt Sabin bzw. das Vorwerk Güntershagen verpachtet werden. Für 1827 führt Friedrich von Restorff als Bestandteile des Amtes Sabin auf: zehn Dörfer, Anteil an zwei Dörfern, vier Vorwerke, eine Kolonie, eine Schäferei, neun Mühlen und zwei Teeröfen. 1830 sollten die zum Amt Sabin gehörenden Vorwerke Güntershagen und Grünhof mit Amtsbrauerei und -brennerei erneut verpachtet werden. Ab 1839 wird das Amt Sabin als Rentamt bezeichnet, das heißt die Eigenwirtschaft wurde komplett aufgegeben und der Amtmann zog nur noch die jährlich zu zahlenden Zinsen und Renten ein. Das Rentamt Sabin wurde zusammen mit den Rentämter Balster und Draheim von Tempelburg aus verwaltet.
Ab 1840 sollte das Vorwerk Güntershagen und das Nebenvorwerk Grünhof auf 24 Jahre verpachtet werden. Das Vorwerk Güntershagen umfasste damals 1203 Morgen und 70 Quadratruten, das Nebenvorwerk Grünhof 1180 Morgen und 8 Quadratruten. Im Hauptvorwerk Güntershagen befand sich eine Bierbrauerei und eine Brennerei. Mit der Bierbrauerei verbunden war das Krugverlagsrecht. Zu den Einnahmen des Amtes bzw. zu den Diensten, die zum Amt zu leisten waren, gehörten die Fischerei auf dem Großen Lübbesee und dem Fernsee, die Spinndienste aus den Dörfern des ehemaligen Domänenamtes Sabin und die von den Einwohnern und Mühlenbesitzern zu leistenden Zinsnaturalien in Höhe von 381 Scheffel Roggen, 46 Scheffel Gerstenmalz, 240 Scheffel zwei Metzen Hafer und ein Scheffel Buchweizengrütze. Die jährliche Pacht betrug 1269 Taler 21 Groschen und fünf Pfennige, davon waren 407½ Taler in Goldtalern zu entrichten. Die Rentämter Balster, Draheim und Sabin wurden bis 1856 in Tempelburg von einem Amtmann verwaltet. 1859 erscheint nun erstmals die Bezeichnung Domänen-Rentamt Virchow neben der Bezeichnung Domänenrentamt Tempelburg. In dieser Zeit wurde der Sitz des Rentamtes nach Virchow verlegt. Die Domänen Güntershagen und Güntershof waren 1868 an einen Schmidt verpachtet.
Das (Rent-)Amt Virchow wurde in der Kreisreform von 1872/74 aufgelöst und die Aufgaben auf die Kreise übertragen. Die Vorwerke in Güntershagen und Grünhof blieben aber Staatsdomänen, die verpachtet wurden. 1875 waren sie an einen Herrn Voigt verpachtet.
(noch nicht vollständig erfasst)
Koordinaten: 53° 26′ N, 16° 5′ O