Das waldreiche Dorf liegt im Malcantone auf 731m ü.M. am linken Ufer des Flusses Magliasina, 7km westlich von Lugano, am Fusse des Montaccio. Früher wurde hier intensiv Reb- und Getreidebau betrieben.
Das Dorf wurde 1335 als Arano erstmals erwähnt. 1842 entdeckte man einen Grabstein mit nordetruskischer Inschrift, der allerdings durch die Arbeiter in vier Stücke zerschlagen wurde. Eine Kopie befindet sich heute im historischen Museum von Lugano. Nach der Überlieferung bestand in Aranno ein römisches Schloss, auf dessen Ruinen die Pfarrkirche von San Vittore gebaut worden sei.
Auf den 10. Dezember 2014 schlossen sich die Bürgergemeinden von Aranno, Cimo und Iseo zusammen.
Bevölkerungsentwicklung
Aranno: Einwohnerzahlen von 1683 bis 2024
Jahr
Einwohner
1683
165
1719
155
1769
226
1799
205
1808
242
1824
217
1836
279
1850
268
1860
245
1870
294
1880
275
1888
286
1900
261
1910
244
1920
251
1930
249
1941
206
1950
183
1960
142
1970
161
1980
177
1990
240
1991
234
1992
230
1993
235
1994
232
1995
239
1996
246
1997
256
1998
258
1999
255
2000
271
2001
272
2002
285
2003
272
2004
282
2005
300
2006
309
2007
326
2008
326
2009
318
2010
319
2011
317
2012
326
2013
325
2014
340
2015
348
2016
368
2017
375
2018
374
2019
376
2020
354
2021
356
2022
361
2023
350
2024
351
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024
Pfarrkirche San Vittore Mauro, erwähnt seit 1352, restauriert in den Jahren 1937 und 1973; das kuppelüberdachte Kirchenschiff von Domenico Pelli ist mit Fresken von Cipriano Pelli aus dem Jahr 1777 geschmückt.
Palazzo Pelli
Wanderweg: Il sentiero delle meraviglie («Der Weg der Wunder»)
↑Aranno.In:ISOS - Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung.Bundesamt für Kultur BAK,2005,abgerufen am 9.Februar 2025(italienisch).
12Simona Martinoli u.a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bellinzona 2007, S.397–398.