Miglieglia

Miglieglia
Wappen von Miglieglia
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Breno
Gemeinde: Lemai2
Postleitzahl: 6986
frühere BFS-Nr.: 5200
Koordinaten: 709834 / 97820Koordinaten: 46° 1′ 23″ N, 8° 51′ 25″ O; CH1903: 709834 / 97820
Höhe: 717 m ü. M.
Höhenbereich: 505–1619 m ü. M.
Fläche: 5,10 km²
Einwohner: 293 (31. Dezember 2024)
Einwohnerdichte: 57 Einw. pro km²
Website: www.lema.ch
Miglieglia unterhalb des Monte Lema
Miglieglia unterhalb des Monte Lema
Karte
Miglieglia (Schweiz)
Miglieglia (Schweiz)
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Gemeindestand bis zur Fusion am 6. April 2025
Kirche Santo Stefano al Colle
Kirche Santo Stefano al Colle: Fresken
Miglieglia. Historisches Luftbild von Werner Friedli (1948)

Miglieglia ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Lema im Schweizer Kanton Tessin. Es liegt am Fusse des Monte Lema und bildete bis zum 6. April 2025 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das von Wald umgebene Dorf Miglieglia liegt auf 717 m ü. M. oberhalb des Magliasina-Tals am Südosthang des Monte Lema, der mit einer Höhe von 1619 m ü. M. die höchste Erhebung der Gemeinde bildet. Die tiefste Stelle liegt im äussersten Südosten der Gemeinde auf 504 m ü. M. an der Mündung des Riale di Monte Pellegrino in die Magliasina.

Die Nachbargemeinden sind im Norden Alto Malcantone, im Osten Aranno, im Süden Novaggio und im Westen Curiglia con Monteviasco und Dumenza (IT-VA).

Geschichte

Vermutlich schon in römischer Zeit besiedelt, wird das Dorf 1214 als Mullielia erstmals erwähnt.

Das Dorf Tortoglio (1335 Tortolio) wird als Gemeinde erwähnt. Es bezahlte seine Zehnten dem Kloster Sankt Abbondio von Como und 1431 der Pfarrkirche San Lorenzo von Breno. Nach der Sage soll seine Bevölkerung durch die Pest dahingerafft worden sein, nachher wurde das Dorf vor 1445 verlassen; ein Teil der Bevölkerung begab sich im 16. Jahrhundert nach Miglieglia. Ein langer Streit zwischen Miglieglia und Breno über die Gerichtsbarkeit und den Besitz von Grundstücken von Tortoglio kam erst 1890 zum Abschluss. Im Jahr 1818 fand man dort eine Goldmünze von Kaiser Nero und andere Gegenstände der Römerzeit. Die Gemeinde sollte in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts dem Herzog von Mailand 12 Soldaten sowie Kriegsmaterial stellen.

Am 26. November 2023 wurde in einer konsultativen Volksabstimmung der Vorschlag angenommen, mit den Nachbargemeinden Astano, Curio, Bedigliora und Novaggio zur neuen Gemeinde Lema zu fusionieren und damit die 20 Jahre zuvor abgelehnte Idee wieder aufzugreifen. Die Fusion wurde am 6. April 2025 vollzogen.

Miglieglia bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten

Sehenswürdigkeiten

Infrastruktur

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

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Einzelnachweise

  1. ↑ Celestino Trezzini: Tortoglio. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 7, Attinger, Neuenburg 1934, S. 28 (PDF Digitalisat), abgerufen am 23. Oktober 2017.
  2. ↑ Medio Malcantone Lema, «i cittadini ci hanno dato fiducia» auf cdt.ch (italienisch)
  3. ↑ Patriziato di Miglieglia auf patriziatidelmalcantone.ch
  4. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino - L'effettivo della populazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 7. April 2025.
  5. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 7. April 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  6. ↑ Celestino Trezzinbi: Miglieglia. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Paul Attinger, Neuenburg 1929, Band 5, S. 115 (PDF Digitalisat)
  7. 1 2 3 4 5 6 Simona Martinoli und andere.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 388–390.
  8. ↑ Kirche Santo Stefano al Colle und Beinhaus (mit Foto) (PDF; 50 kB)
  9. ↑ Burgruine (Foto) auf ticino.ch
  10. ↑ Seilbahn und Kreuz auf den Monte Lema auf montelema.ch/de/monte-lema (abgerufen am 27. Februar 2017).
  11. ↑ Der Höhenweg Monte Tamaro - Monte Lema (mit Foto) auf ticino.ch
  12. ↑ Angelo Tamburini. In: Plinio Grossi: Il Malcantone. Edizioni Edelweis, Lugano-Pregassona 1984, S. 24–32.
  13. ↑ Angelo Tamburini. In: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici del Malcantone. Gaggini-Bizzozero, Curio 2002, S. 253.
  14. ↑ Fabrizio Panzera: Isidoro Fonti. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 12. Juli 2005, abgerufen am 21. März 2020.
  15. ↑ Alberto Lepori, Fabrizio Panzera (Hrsg.): Isidoro Fonti. In: Uomini nostri. Trenta biografie di uomini politici. Armando Dadò Editore, Locarno 1989, S. 19.
  16. ↑ Celestino Trezzini: Ovidio Fonti. In Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 8, Supplement, S. 63 (PDF Digitalisat), abgerufen am 9. Oktober 2017
  17. ↑ Ovidio Fonti. In: Sikart
  18. ↑ Ovidio Fonti, in: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici... 2002, S. 219, 220.
  19. ↑ Lauro Degiorgi Pädagoge (Memento vom 31. März 2019 im Internet Archive) (italienisch) auf clubdelcuore.ch
  20. ↑ Lauro Degiorgi Präsident der Cantori di Pregassona (italienisch) auf cantoridipregassona.blogspot.ch (abgerufen am 21. Dezember 2016).
  21. ↑ Marco Marcozzi in ti.ch/poteri/gc (abgerufen am: 22. Juni 2016.)