Fescoggia

Fescoggia
Wappen von Fescoggia
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Breno
Gemeinde: Alto Malcantonei2
Postleitzahl: 6938
frühere BFS-Nr.: 5145
Koordinaten: 711327 / 99784Koordinaten: 46° 2′ 26″ N, 8° 52′ 36″ O; CH1903: 711327 / 99784
Höhe: 840 m ü. M.
Höhenbereich: 636–1527 m ü. M.
Fläche: 2,45 km²
Einwohner: 88 (31. Dezember 2002)
Einwohnerdichte: 36 Einw. pro km²
Website: www.altomalcantone.ch
Karte
Fescoggia (Schweiz)
Fescoggia (Schweiz)
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Fescoggia (Fescògia in Tessiner Dialekt) ist eine Ortschaft in der Tessiner Gemeinde Alto Malcantone im Malcantone. Bis 2005 war Fescoggia eine eigenständige politische Gemeinde.

Geographie

Haus in Fescoggia
Gemeindestand vor der Fusion am 13. März 2005

Fescoggia liegt im Val Magliasina zwischen Breno und Vezio auf einer Geländeterrasse (837 m ü. M.) unterhalb des Monte Torri.

Geschichte und Wirtschaft

Das Dorf wird erstmals als Foschagiora im 11. Jahrhundert erwähnt; weitere frühe Nennungen sind Fiscoza (1250), Fescozia und Fiscozia (beide 1296) und Fischozia (1467). Nach einem Dokument von 1296 war Fescoggia neben Agnuzzo das einzige Dorf im Südtessin, das sich gänzlich im Besitz des Domkapitels von Como befand. In der gleichen Quelle wird auf ein castellum de Arina hingewiesen, von dem jedoch weitere Kunde fehlt. Das Zehntrecht besass das Kloster Sant’Abbondio in Como, welches es 1579 an die Vicinìa (Nachbarschaft) Breno verkaufte.

Fescoggia gehört zur Pfarrei Breno. Die dem heiligen Silvester geweihte Betkapelle wurde Ende des 13. Jahrhunderts über einer früheren, der Schneemadonna geweihten Kirche errichtet und im ausgehenden 18. Jahrhundert letztmals umgebaut. Das Gemeindegebiet, dessen Grenzen im 15. Jahrhundert festgelegt wurden, umfasste auch die Monti di Lot und die Alp Firinesc.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts betrieben die Einwohner Weide- und Alpwirtschaft an den östlichen Abhängen der Berge S. Maria und Cervello. Auf dem Monte Torri wurde im 19. Jahrhundert Eisenerz (Hämatit) abgebaut und ein Ofen zur Verhüttung in Betrieb genommen.

2000 waren mehr als vier Fünftel der in Fescoggia lebenden Erwerbstätigen Wegpendler.

Fescoggia fusionierte am 13. März 2005 mit den damaligen Gemeinden Arosio, Breno, Mugena und Vezio zur neuen Gemeinde Alto Malcantone. Fescoggia bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung


 Bevölkerungsentwicklung Fescoggia 
EinwohnerJahr60801001201401601801799183618701900193019601990Fescoggia
Bundesamt für Statistik

Verkehr

Fescoggia liegt an der Strasse Agno–Mugena. Im öffentlichen Verkehr wird Fescoggia von der Postauto­linie 62.423 Magliaso–Novaggio–Breno–Arosio–Lamone erschlossen.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Fescoggia – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 Bernardino Croci Maspoli: Fescoggia. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 28. November 2022.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  2. ↑ Patriziato di Fescoggia. In: patriziatidelmalcantone.ch, abgerufen am 18. Juli 2024 (italienisch).
  3. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Mai 2026.
  4. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  5. ↑ Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch
  6. 1 2 3 Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Schweizerischen Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 387.
  7. ↑ Oratorium San Silvestro (Foto)
  8. ↑ Celestino Trezzini: Santino Negri. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5: Maillard - Saint-Didier. Paul Attinger, Neuenburg 1929, S. 240 (PDF Digitalisat), abgerufen am 9. Oktober 2017
  9. ↑ Domenico Negri. In: Sikart
  10. ↑ Domenico Negri. In: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici del Malcantone. Gaggini-Bizzozero, Curio 2002, S. 204.
  11. ↑ Santino Negri. In: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici del Malcantone. Gaggini-Bizzozero, Curio 2002, S. 204.
  12. ↑ E quel’aqua in Lumbardia. Poeti dialettali ticinesi, Edizione del Cantonetto, Lugano 1957, S. 77.
  13. ↑ Alberto Lucchini. In: Virgilio Chiesa: Lineamenti storici del Malcantone. Gaggini-Bizzozero, Curio 2002, S. 262.