Die Asian Club Championship 1985/86 war eine Spielzeit der Asian Club Championship, des wichtigsten asiatischen Vereinswettbewerbs im Fußball. Mit der Austragung nahm die Asian Football Confederation (AFC) den Wettbewerb nach einer 14-jährigen Unterbrechung wieder auf; die letzte vorherige Austragung hatte 1971 stattgefunden. Die Qualifikation wurde über mehrere regionale Turniere ausgetragen, während die Endrunde vom 19. bis zum 29. Januar 1986 in Dschidda in Saudi-Arabien stattfand.
Im Finale traf der südkoreanische Verein Daewoo Royals auf den Gastgeber al-Ahli. Daewoo gewann die Begegnung nach Verlängerung mit 3:1 und sicherte sich damit erstmals den asiatischen Meistertitel. Zugleich war Daewoo der erste südkoreanische und der erste ostasiatische Sieger des Wettbewerbs seit dessen Wiederaufnahme.
Modus
Die Qualifikation erfolgte über sechs regionale Turniere. Mehrere dieser Wettbewerbe wurden zugleich als eigenständige regionale Klubturniere ausgetragen. Acht Mannschaften qualifizierten sich zunächst für die Endrunde. al-Arabi aus Kuwait und Seiko aus Hongkong zogen jedoch vor deren Beginn zurück, sodass sechs Vereine in Dschidda antraten. Die verbliebenen Mannschaften wurden auf zwei Dreiergruppen verteilt. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe erreichten das Halbfinale; anschließend wurden das Spiel um Platz 3 und das Finale ausgetragen.
Qualifikation
Gruppe 1
Für die erste westasiatische Qualifikationsgruppe waren ursprünglich auch al-Shorta aus Südjemen, al-Ahli Sanaa aus Nordjemen und ein Vertreter des Libanon vorgesehen; alle drei nahmen jedoch nicht teil.
al-Rasheed SC zog sich vor der Austragung zurück. Dadurch wurde Al-Ittihad kampflos zum Sieger erklärt.
Gruppe 2
Die zweite westasiatische Qualifikationsgruppe wurde in Dubai ausgetragen und war zugleich die Austragung der GCC Club Championship 1985. Teilnehmer waren al-Ahli aus Saudi-Arabien, al-Arabi aus Kuwait, Fanja aus Oman, Muharraq aus Bahrain, al-Rayyan aus Katar und al-Ain aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Al-Ahli und al-Arabi erreichten das Endspiel und qualifizierten sich für die Endrunde der Asian Club Championship.
Al-Arabi zog sich später vor Beginn der Endrunde zurück.
Gruppe 3
Die Gruppe 3 wurde als Coca-Cola Cup in Colombo in Sri Lanka ausgetragen. Die vorgesehenen Vertreter Afghanistans und Irans zogen sich zurück. East Bengal gewann alle fünf Begegnungen ohne Gegentor und qualifizierte sich für die Endrunde.
Die südostasiatische Qualifikation wurde bereits vom 20. bis zum 29. Dezember 1984 in Jakarta und Bandung ausgetragen und entsprach zugleich dem ersten ASEAN Champions’ Cup. Zum Zeitpunkt des Turniers war noch nicht abschließend festgelegt, dass es als Qualifikation für die Asian Club Championship dienen würde. Die vorgesehenen Vertreter Burmas und der Philippinen zogen sich zurück.
Bangkok Bank qualifizierte sich damit für die Endrunde. Yanita Utama wurde Anfang 1985 aufgelöst; ein Großteil der Mannschaft wechselte zum neu gegründeten Krama Yudha Tiga Berlian. Dieser Verein durfte später den Platz des zurückgezogenen Seiko in der Endrunde übernehmen.
Gruppe 5
Die ostasiatische Gruppe 5 wurde zwischen Seiko aus Hongkong, 25. April aus Nordkorea und Liaoning aus China in Hin- und Rückspielen ausgetragen. Seiko belegte den ersten Platz, zog sich jedoch später vor der Endrunde zurück.
Der japanische Vertreter Yomiuri FC zog sich vor der Austragung zurück. Damit spielten nur Daewoo Royals aus Südkorea und Wa Seng aus Macau um den verbliebenen Platz in der Endrunde. Beide Begegnungen wurden in Seoul ausgetragen.
Die Endrunde wurde vom 19. bis zum 29. Januar 1986 in Dschidda in Saudi-Arabien ausgetragen. Ursprünglich waren acht Teilnehmer vorgesehen. Nachdem al-Arabi und Seiko zurückgezogen hatten, verblieben sechs Mannschaften, die auf zwei Dreiergruppen verteilt wurden. Krama Yudha Tiga Berlian rückte für Seiko nach. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe erreichten das Halbfinale.
Al-Ahli ging durch Amin Dabu in Führung, ehe Byun Byung-joo für Daewoo Royals ausglich. In der Verlängerung erzielten Park Yang-ha und Kang Shin-woo die beiden weiteren Treffer zum 3:1-Endstand.