
Der Aueler Drees ist eine gefasste Mineralquelle beim Ortsteil Auel der Ortsgemeinde Steffeln im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Die Quelle liegt wenige hundert Meter östlich des Eichholzmaars am Gussbach im deutsch-belgischen Naturpark Hohes Venn-Eifel und im Natur- und Geopark Vulkaneifel.
Als „Drees“ werden in der Vulkaneifel insbesondere natürliche kohlendioxidreiche Mineralquellen bezeichnet. Der Aueler Drees liegt im Flur Vor dem Eichholz am Gussbach, bachabwärts des Eichholzmaars. Wenige hundert Meter bachaufwärts liegt auf der anderen Seite des Eichholzmaars der Steffelner Drees.
Der Quellbereich liegt im nordwestlichen Teil des Westeifel-Vulkanfeldes und gehört zusammen mit dem Steffelner Drees und dem zwischen beiden Quellen liegenden Eichholzmaar zu einer Gruppe vulkanischer und hydrogeologischer Erscheinungen entlang des Gussbachs. Die kohlendioxidreichen Mineralwässer der Vulkaneifel stehen mit dem Aufstieg von CO2 aus dem oberen Erdmantel und der unteren Erdkruste in Zusammenhang und tiefreichende tektonische Strukturen können als Aufstiegswege dienen. In Oberflächennähe löst sich das Kohlenstoffdioxid im Grundwasser, das entstehende kohlensäurehaltige Wasser reagiert mit den durchströmten Gesteinen und nimmt dabei Mineralstoffe auf.
Das Wasser des Aueler Drees ist vergleichsweise schwach mineralisiert. Eine von May 1999 wiedergegebene Analyse charakterisierte das Wasser als Calcium-Magnesium-Natrium-Hydrogencarbonat-Wasser, Van Overmeeren ordnete es 2014 auf Grundlage der verfügbaren Analysedaten dem Magnesium-Calcium-Hydrogencarbonat-Typ (Mg-Ca-HCO3, Typ 1) zu. Für Calcium werden 56 mg/l und für Magnesium 32 mg/l angegeben. Eine vergleichende Darstellung nennt einen Eisengehalt von 9 mg/l und einen Gesamtgehalt gelöster Stoffe (TDS) von etwa 515 mg/l. Das Wasser wird als mäßig eisenreich und rötlich gefärbt beschrieben und über ein kurzes künstliches Gerinne in den Gussbach abgeleitet. Die geringe Mineralisierung wird darauf zurückgeführt, dass aufsteigendes Kohlenstoffdioxid erst in geringer Tiefe mit dem Grundwasser in Kontakt kommt. Aufgrund des dort geringeren Drucks löst sich vergleichsweise wenig CO2, zugleich bleibt die Zirkulationsstrecke des kohlensäurehaltigen Wassers kurz, sodass nur geringe Mengen an Mineralstoffen aus dem Gestein gelöst werden. Für den CO2-Gehalt des Aueler Drees lagen van Overmeeren keine Messwerte vor.
Die Schüttung der Quelle ist gering und wird mit etwa 1 bis 3 l/min angegeben, entsprechend rund 1,5 bis 4,5 m³ pro Tag. Eine 2012 vorgenommene Analyse ergab eine Wassertemperatur von 5,8 °C sowie unter anderem Konzentrationen von 17 mg/l Natrium, 21 mg/l Chlorid und 4 mg/l Sulfat. Aktuelle touristische Beschreibungen heben insbesondere den hohen Eisen- und Mangangehalt des Wassers hervor. Im Bereich der Quelle entstehen dadurch auffällige rötlich-braune Ablagerungen.

May beschrieb den Aueler Drees als Baumstammfassung unter einer Sandsteinplatteneinfassung mit freiem Überlauf.
Im Jahr 2012 wurde die Quellfassung durch den Naturpark Nordeifel saniert, gleichzeitig wurden eine Informationstafel und eine Wegbeschilderung angebracht und die Quelle an den Wanderweg Vulkan-Pfad angebunden.
Der Drees ist frei zugänglich. Er liegt am Vulkan-Pfad sowie am Geo-Rundweg „Vulkane, Maare und Dreese“, der die vulkanischen Erscheinungen und Mineralquellen im Gebiet von Steffeln und Duppach miteinander verbindet. Zu den benachbarten Stationen gehören das Eichholzmaar, der Steffelner Drees, der Duppacher Drees und der Vulkangarten Steffeln.
Koordinaten: 50° 16′ 18,5″ N, 6° 34′ 17,2″ O