| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 47° 57′ N, 9° 6′ O | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Tübingen | |
| Landkreis: | Sigmaringen | |
| Höhe: | 646 m ü. NHN | |
| Fläche: | 49,72 km² | |
| Einwohner: | 2606 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 52 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 88605 | |
| Vorwahl: | 07578 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SIG, SLG, STO, ÜB | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 4 37 123 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 32 88605 Sauldorf | |
| Website: | www.sauldorf.de | |
| Bürgermeister: | Severin Rommeler | |
| Lage der Gemeinde Sauldorf im Landkreis Sigmaringen | ||

Sauldorf ist eine Gemeinde in Baden-Württemberg und gehört zum Landkreis Sigmaringen.
Das Gemeindegebiet befindet sich im Altmoränenland, das sich hier von der breiten Ablachniederung sowie flachen Talwannen einiger Nebenbäche durchzogen zeigt. Diese sind unter anderem der Rosenbach/Gunzenbach und Krumbach auf Gemarkung Bietingen; Krumbach, Auenbach (Mühlenbach) und Weiherbächle auf Gemarkung Rast und der Auenbach auf Gemarkung Sauldorf. Die Gemarkungsfläche der Gemeinde umfasst rund 4972 Hektar (Stand: 31. Dezember 2024), wobei der Anteil der Gemarkung Sauldorf 1262 Hektar (Stand: 31. Dezember 2024) beträgt.
Zur Gemeinde Sauldorf gehören die Ortsteile Bietingen (mit Hölzle), Boll, Krumbach, Rast und Wasser (mit Bichtlingen, Reute, Wackershofen) und das schon länger nach Sauldorf eingemeindete Dorf Roth.
| Wappen | Ortsteil | Einwohner (Stand: 31. Dez. 2024) | Fläche (Stand: 31. Dez. 2024) | |
|---|---|---|---|---|
| Bietingen mit Hölzle | 164 | 656 ha | 6.559.741 m² | |
| Boll | 451 | 729 ha | 7.289.570 m² | |
| Krumbach | 303 | 512 ha | 5.120.527 m² | |
| Rast | 496 | 688 ha | 6.881.134 m² | |
| Sauldorf mit Roth | 671 | 1.262 ha | 12.622.195 m² | |
| Wasser mit Bichtlingen, Reute und Wackershofen | 524 | 1.125 ha | 11.248.936 m² | |
Sauldorf hat Anteile an vier Naturschutzgebieten. Im Westen liegt das Naturschutzgebiet Feuchtwiesen Schwandorf, im Südwesten liegt ein Schutzgebietskomplex aus den drei Naturschutzgebieten Waltere Moor, Sauldorfer Baggerseen und Schwackenreuter Baggerseen-Rübelisbach. Diese gehören zudem zum FFH-Gebiet Ablach, Baggerseen und Waltere Moor.
Das Gemeindegebiet gehört außerdem größtenteils zum Naturpark Obere Donau.
Sauldorf, Rast und Roth waren bis 1803 Geistliches Territorium. Sie gehörten zur Benediktinerabtei Petershausen bis zu deren Auflösung und unterstanden dem petershausischen Obervogteiamt Herdwangen. Das Kloster wurde 1802 säkularisiert und fiel an die Markgrafschaft Baden. Als das Gebiet des Obervogteiamtes Herdwangen zu Baden kommen sollte, erhob Österreich allerdings Einwände, sodass die petershausischen Gebiete zunächst unter Sequestratur gestellt wurden, dann aber 1808 endgültig an Baden kamen; dies mit Ausnahme des Ortes Rast, der zunächst dem Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen angegliedert war, dann aber 1812 gegen den zwei Jahre zuvor für kurze Zeit badisch gewordenen Ort Ablach eingetauscht wurde. So kam Rast ebenfalls zum badischen Amtsbezirk Meßkirch.
In Sauldorf endete der Zweite Weltkrieg am 22. April 1945, als französische Truppen den Ort erreichten.
Die heutige Gemeinde wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg am 1. Januar 1974 durch Vereinigung der Gemeinden Bietingen, Boll, Krumbach, Rast, Sauldorf und Wasser zunächst unter dem Namen Wasser neugebildet und am 25. Juni 1974 in Sauldorf umbenannt. Alle Ortsteile der heutigen Gemeinde Sauldorf gehörten bis zum 31. Dezember 1972 dem Landkreis Stockach an.
Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung betrug 72,1 % (2019: 69,2 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
| Partei / Liste | Stimmenanteil | Sitze | Ergebnis 2019 |
| Freie Wähler | 63,0 % | 8 | 55,3 %, 7 Sitze |
| CDU | 37,0 % | 4 | 44,6 %, 5 Sitze |
Bürgermeister ist seit dem 1. März 2023 Severin Rommeler. Er wurde am 18. Dezember 2022 mit 53,9 Prozent der Stimmen gewählt. Er folgte Wolfgang Sigrist (CDU) nach, der von 2007 bis 2023 amtierte und bei der Wahl 2022 nicht erneut antrat. Sigrist wiederum folgte Thomas Kugler (ebenfalls CDU) nach, der ab 1990 amtierte und von 2007 bis 2023 Bürgermeister von Pfullendorf war.
Amtsinhaber:
| Blasonierung: „In einem durch Wellenschnitt von Silber (Weiß) und Blau geteilten Schild oben ein schräger blauer Schlüssel, dessen Bart aus drei linksgewendeten Haken besteht; unten ein schwimmender, flugbereiter silberner (weißer) Schwan.“ | |
| Wappenbegründung: Die am 1. Januar 1974 durch Vereinigung von sechs Orten unter dem Namen „Wasser“ gebildete und am 25. Juni 1974 in „Sauldorf“ umbenannte Gemeinde hat ein Wappen festgelegt, das Bestandteile aus den Wappen ihrer Rechtsvorgängerinnen miteinander vereinigt. Dabei stehen der Schlüssel für die frühere Gemeinde Sauldorf, die drei Haken für Boll, die Wellenteilung für Wasser, der Schwan für Rast und die Flügel für Bietingen und Krumbach. Das Landratsamt Sigmaringen hat das Wappen am 28. Juni 1983 verliehen. |
Die Gemeinde Sauldorf ist dem Tourismusverband „Donaubergland“ angeschlossen.


Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet.
An den Schienenverkehr wurde Sauldorf im Jahr 1875 mit der Bahnstrecke Radolfzell–Mengen angeschlossen. Im Jahre 1969 wurde zunächst der Personenverkehr auf der sogenannten Hegau-Ablachtal-Bahn eingestellt, dem aus wirtschaftlichen Gründen auch die Einstellung des Güterverkehrs folgte. 2021 wurde die Strecke als Freizeitbahn unter dem Namen Biberbahn reaktiviert. An Wochenenden gibt es drei Mal täglich Fahrten; hierfür wurde in Sauldorf ein neuer Bahnsteig errichtet. Bis 1971 gab es in Roth einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Altshausen–Schwackenreute.
Über eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-Württemberg ist Krumbach mit Meßkirch und Stockach verbunden.
Durch das Ablachtal, also insbesondere durch Unterbichtlingen, verläuft der Hohenzollern-Radweg. Er verläuft vom Bodensee über die hohenzollerischen Städte Sigmaringen und Hechingen und über Rottenburg am Neckar und Esslingen nach Weinstadt im Rems-Murr-Kreis.
Im Ortsteil Boll befindet sich das Ultraleichtfluggelände Sauldorf-Boll des Ultraleicht-Fliegerclubs Boll.
Söhne und Töchter der Gemeinde
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben