Das Dorf liegt auf einer Höhe von 278m ü.M. am linken Ufer des Ticino, etwa drei Kilometer nördlich von Bellinzona, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.
Geschichte
Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1237 unter dem damaligen Namen Castillionum. Hier wurden 84 Gräber aus der ersten Eisenzeit sowie solche aus der gallischen Zeit entdeckt. Die Kirche San Pietro in Bellinzona besass schon im 13. Jahrhundert Zehntenrechte, um die sich seit 1463 die vicinia Lumino-Castione und das Bellinzoneser Kapitel lange Zeit stritten. Castione gehörte ursprünglich zur vicinia Lumino Castione, dann wurde es als selbständige Gemeinde davon abgetrennt; seit 1821 gehört es zur Gemeinde Arbedo-Castione.
Gebäude Antonini SA Graniti e Marmi (1991/1992), Architekt: Renato Magginetti
Persönlichkeiten
Francesco Mancino (* um 1560 in Castione; † nach 1591 ebenda?), Bildhauer tätig in Rom
Giovanni Antonio Gioiero (* um 1570 in Castaneda; † 16. September 1624 in Castione), Gerichtsvorsteher im Calancatal und Podestà von Morbegno
Renato Lafranchi (* 30. November 1942), Architekt, Maler, Publizist
Literatur
Virgilio Gilardoni: Inventario delle cose d’arte e di antichità. Edizioni dello Stato. Bellinzona 1955, S.183–186; Idem: Il Romanico. Arte e monumenti della Lombardia prealpina. Istituto grafico Casagrande, Bellinzona 1967, S.280, 301, 396.
↑Celestino Trezzini: Francesco Mancino. In Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 8, Supplement, S.109 (PDF Digitalisat, abgerufen am 12. Oktober 2017)