

Carl Fritz David „Charles“ Crodel (* 16. September 1894 in Marseille; † 28. November 1973 in München) war ein deutscher Maler.
Crodel wurde mit großflächigen Wandmalereien und anderen Kunstwerken der Raumgestaltung bekannt. Er fertigte zudem Holzschnitte und Grafiken an und war ein in profaner und sakraler Architektur wirkender Glasmaler. Darüber hinaus schuf er Muster für textile und andere Angewandte Kunst. In der Zeit des Nationalsozialismus wurden zahlreiche seiner malerischen Werke der sogenannten entarteten Kunst zugerechnet und exemplarisch bereits 1933 zerstört. Crodel unterrichtete als Hochschullehrer bildende und angewandte Kunst.
Carl Fritz David Crodel, genannt Charles Crodel, wuchs in Marseille, Chemin du Roucas Blanc, als Sohn des Großkaufmanns und dortigen deutschen Konsuls Carl Richard Crodel († 1914) und seiner Ehefrau Marie geb. Mengert auf. Seine Brüder waren Heinrich (1897–1945) und Richard Crodel (1903–1944). Crodel erlebte 1914 die Eröffnung der Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner durch Botho Graef. Nach dem Schulabschluss in Jena 1914 studierte er im Zeichen des Deutschen Werkbundes bei Richard Riemerschmid an der Kunstgewerbeschule in München, schuf dort erste Glasmalereien und Glasmosaik und wohnte in Schwabing.
Zu seinen Vorfahren gehören der Pädagoge Marcus Crodel (* um 1487 in Weimar; † 1549 in Torgau) und die Mitglieder der Malerfamilie Krodel aus dem Umkreis von Lucas Cranach d. Ä. Sein Onkel Paul Eduard Crodel (1862–1928), genannt Schnee-und-Regen-Crodel, wurde an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar ausgebildet und war ein Mitbegründer der Münchener Secession. Er führte den jungen Crodel 1914 bei Studienbeginn persönlich bei Richard Riemerschmid ein, dem Direktor der Königlichen Kunstgewerbeschule München.
Der Jenaer Kunstpädagoge Christoph Natter machte ihn mit der Malerin Elisabeth von Fiebig bekannt, die Crodel 1918 heiratete. Seit 1915 war Crodel an der Universität Jena in den Fächern Klassische Archäologie sowie Kunstgeschichte eingeschrieben, sein Studium konnte er jedoch erst nach Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg aufnehmen. Er war befreundet mit dem Archäologen Herbert Koch, mit Justus Bier und Erich Schott und war unter dem Vorsitz von Koch in der Nachfolge von Eugen Diederichs 1920 bis 1928 Vorstandsmitglied des Jenaer Kunstvereins. Zur Vorbereitung der Ausstellung Ernst Ludwig Kirchner verfasste Crodel 1919/20 zusammen mit Elisabeth Crodel das graphische Verzeichnis von Kirchners Botho Graef Gedächtnis-Stiftung und begann seine eigene Druckwerkstatt einzurichten. Wie die Absolventen des Weimarer Bauhauses erwarb Crodel 1921 nach einer Lehrzeit in der von Ernst Haeckel aufgebauten naturwissenschaftlichen Druckerei Giltsch in Jena den Gesellenbrief im Lithographen- und Druckereihandwerk bei der Handwerkskammer Weimar und druckte für seinen Freund Gerhard Marcks. So fand Crodel zunächst mit seinen Holzschnitten, darunter dem Doppelporträt Herbert Kochs und Wilhelm Worringers von 1922, und mit technisch anspruchsvollen Lithografien und Aquarellen Anerkennung.
Anfang der 1920er Jahre steuerte er zu der durch Rosa Schapire in Hamburg herausgegebenen Kunstzeitschrift Kündung ein Sonderheft und weitere Holzschnitte bei; 1920 nahm er an der Darmstädter Ausstellung Deutscher Expressionismus teil, stellte bei Ludwig und Rosy Fischer in Frankfurt/Main aus. 1923 wurden Werke Crodels schließlich durch das Kupferstichkabinett der Berliner Nationalgalerie und das Kupferstichkabinett der Französischen Nationalbibliothek in Paris erworben. Aufgrund der von Crodel in der Berliner Secession 1923 gezeigten Bilder nahm der Berliner Galerist Ferdinand Möller den Kontakt auf. Crodels Bildsprache ging mit den Entwicklungen mit: It's tempting to compare these compositions with Carl Crodel's woodcut Bend In The Road (drawn the same year as Caligari, by the way), which also works with a simple line to mark a path, bisecting an empty town.
Im Frühjahr 1925 reiste Herbert Koch zusammen mit dem Ehepaar Crodel von Jena aus nach Griechenland. Ziel waren die Fundstätten griechischer Enkaustik, darunter die Ausgrabungen von Demetrias. So begann das Ehepaar Crodel mit der praktischen Rekonstruktion der Heißmaltechnik und den Techniken der römisch-campanischen Wandmalerei, die dann in Halle in Crodels Lehre eingingen. Zu den frühen Wandmalereien zählen das Wandbild in der Universität Jena: (Griechenland und die Vertreibung der Türken von der Athenischen Burg, zum Gedenken an Laskarina Bouboulina (1771–1825) und die Griechische Revolution, dementsprechend 1925 vollendet), dem Wohnhaus Fritz-Krieger-Straße 4 in Jena (seit 1928 Schlossmuseum Weimar) sowie 1925 dem Hospital am Schottenring in Erfurt.
Die Erfurter Ausstellung zu Crodels Werk führte zur später in Frankfurt am Main fortgeführten Zusammenarbeit mit dem Maler-Architekten Theo Kellner. In Halle wirkte Crodel zusammen mit Friedrich Zollinger am Projekt der Stadthalle Merseburg. Später kam die Zusammenarbeit mit Ernst Neufert für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke und Erich Schott in Mainz hinzu.
Die von Crodel für den Jenaer Kunstverein eingerichteten Ausstellungen, seine Besuche in den keramischen Werkstätten des Bauhauses auf der Dornburg – festgehalten z. B. in seinem Holzschnitt von 1921: Die Dornburger Keramikwerkstatt des Weimarer Bauhauses – der Eindruck seiner eigenen Ausstellungen in Erfurt, Jena und Weimar führte zu dauerhafter Zusammenarbeit mit Bauhausschülern wie den Keramikern Werner Burri, Thoma Grote und Marguerite Friedlaender, den Architekten Theo Kellner und Ernst Neufert sowie mit Wilhelm Wagenfeld in der Glasindustrie. Rudolf Baschant (Tiefdruck) und Walter Herzger (Flachdruck) wurden in Halle Druckassistenten Crodels. Crodels Tagebuch ist eine Quelle zur Geschichte des Weimarer Bauhauses.
Im Anschluss an einen gemeinsamen Parisaufenthalt 1926 mit Gerhard Marcks und dem Besuch der Académie de la Grande Chaumière berief die Stadt Halle Crodel Anfang 1927 als Lehrer für Malerei und Graphik an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein. Dort baute Crodel die Werkstätten für Wandmalerei und die Graphikwerkstätten für Radierung mit den Bauhausschülern Rudolf Baschant und Lithografie mit Walter Herzger als Mitarbeitern auf. Aktzeichenunterricht und Vorlesungen über Kunstgeschichte ergänzten seinen Unterricht. Während seines Aufenthaltes in Barcelona 1930 erhielt er den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg. Ein besonderes Anliegen war Crodel die Fortschreibung der Traditionen der Moderne. So entstanden in Fortführung von Motiven Karl Friedrich Schinkels Wandbilder für den neuen Kursaalanbau in Bad Lauchstädt und die Bühnenwand des Goethe-Theaters, Wandbilder für die Universität Halle (1928 die Improvisationen über Leben und Tod mit Motiven des Ersten Weltkrieges und aus dem Werk des Francisco de Goya in der Burse zur Tulpe und 1931 der Wettlauf der Atalante und des Hippomenes im Gymnastiksaal in der Moritzburg (Halle (Saale)) (1931), heute die in den Neubau eingebundene „Crodel-Halle“), die Ausmalung des neuen Standesamtes der Stadt Halle und neben zahlreichen Privataufträgen vollendete Crodel den 100 m² großen Karton für das Deckenbild der geplanten Stadthalle Magdeburg und den Karton für das Musikzimmer der Burse zur Tulpe (Halle) für die Juryfreien Kunstausstellung in Berlin und ein Wandbild auf der Deutschen Bauausstellung 1931. In diesem Jahr erhielt Crodel den Villa-Romana-Preis und war in Florenz.
Wechselseitige Patenschaften, gemeinsame Werkausstellungen, wechselseitiger Werkbesitz und Gemeinschaftsarbeiten reichen von Beginn der Freundschaft bis zum Tode Crodels. Crodel bemalte die „Griechinnen“, Marcks saß für Crodels Wandbild „Wettlauf der Atalante“ Modell. Crodels „Improvisationen über Leben und Tod“ bildeten zusammen mit dem „Wandler“ von Marcks eine kompositorische Einheit. Das Haus von Gerhard Marcks im Darß schmückte ein Farbglasfenster von Crodel.
Doppelporträts von Crodel und Marcks finden sich im Fensterwerk der Katharinenkirche in Frankfurt und begleiten das gemeinsame Wirken in der Kartäuserkirche St. Barbara in Köln 1953 bis 1959, in der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche der Interbau Berlin 1957 und der Nikolaikirche Heilbronn mit Paramenten von Crodel und einem Kruzifix von Marcks.
Crodel nahm gleich nach dem Wechsel von Günther von Pechmann 1929 von München nach Berlin den 1928 in München vorbereiteten Kontakt mit der Königlichen Porzellan-Manufaktur auf. Zusammen mit Hermann Harkort als Leiter der Steingutfabriken Velten-Vordamm führte Crodel mit den von Thoma Grote dazu entwickelten farbigen Glasuren eigenhändig bemalte Kamine aus, auch exemplarisch in Verbindung mit Wandmalerei – so für das Wohnhaus Crodel und die Ausstellung „Maler und Bildhauer am Bau“, Berlin 1931. Die Wandkamine mit farbiger Schamott-Malerei waren für den Export in die USA bestimmt. In Zusammenarbeit mit Günther von Pechmann und dessen Nachfolger Nicola Moufang wirkte Crodel wie Marguerite Friedlaender für die Staatliche Porzellanmanufaktur Berlin, führte Porzellankamine aus, bemalte traditionelles und veredelte technisches Porzellan. Erneuerungsarbeiten am Merseburger Dom führten zur Auseinandersetzung mit der monumentalen Glasmalerei.
Bereits 1930 wurden im Weimarer Schlossmuseum Werke von Barlach, Crodel, Dexel, Feininger, Kandinsky, Kirchner, Klee, Kokoschka, Lehmbruck, Marc, Marcks, Minne, Moltzahn, Schlemmer, Schmidt-Rottluff magaziniert „also entscheidende deutsche Kunst der Gegenwart“.
Crodel wurde bereits in der Frühzeit des Nationalsozialismus am 28. März 1933 aus dem Lehramt und als Werkstättenleiter entlassen. Er gab danach bis 1938 in einem Privatzirkel in der Wohnung des von den Nazis diskriminierten Kunsthistorikers Paul Frankl weiter Unterricht.
Am 30. Mai 1933 wurden Crodels Monumentalarbeiten für das Kurtheater und die Kuranlagen in Bad Lauchstädt, die er eben erst zum Goethe-Jahr 1932 im Rahmen der vom Provinzialkonservator geleiteten Erneuerung der Kuranlagen durch die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein unter Leitung des Architekten Hans Wittwer geschaffen hatte, auf Anordnung des nationalsozialistischen Landeshauptmanns Kurt Otto öffentlich verbrannt und vollständig zerstört. Dazu sagte der Landeshauptmann vor dem Provinziallandtag:
„Es wird alles geschehen, um im Bereiche der Provinzialverwaltung die häßlichen Spuren zu tilgen, die hier und da die jüdisch irre geleitete sogenannte moderne Kunstrichtung hinterlassen hat. Mit Empörung habe ich in dem altehrwürdigen Goethetheater in Lauchstädt feststellen müssen, daß dieser durch unsern großen deutschen Dichter geheiligte Raum in abscheulicher Weise durch Schmierereien verschandelt worden ist, die mit Kunst nichts zu tun haben. Ich habe angeordnet, daß die Kulturschande sofort ausgelöscht wird. Die Arbeiten sind bereits im Gange. Die Bühnenumrahmung des Goethetheaters wird in der Form wiederhergestellt werden, die ihr Goethe gegeben hat. Erblicken Sie in diesem Akt der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes dieses geheiligten Raumes das Sinnbild dafür, daß der Nationalsozialismus alles Artfremde und Schlechte aus den Kulturstätten des deutschen Volkes restlos austilgt.“
Von nun an stand Crodels Werk im Zentrum der Kunstauseinandersetzungen in Berlin und Halle. Und auch Crodels Wandbild im Schlossmuseum Weimar wurde seither nicht mehr gesehen.
Im Juli 1933 folgte die Zerstörung der Wandmalereien der Crodel-Klasse in der Margaretenkapelle der Burg Giebichenstein sowie die Verbrennung der Arbeiten der beiden Druckwerkstätten auf dem Hof der Burg Giebichenstein. Seinen Zeichenunterricht führt er in der Privatwohnung von Paul Frankl bis zu dessen Emigration 1938 fort.
Crodel fuhr daraufhin 1933 nach Norwegen zu Edvard Munch, mit dem er als Vorstandsmitglied des Jenaer Kunstvereins korrespondiert hatte, und diskutierte mit ihm die Situation der Kunst im Deutschen Reich. Ein Atelier-Besuch bei Max Liebermann folgte.
Abermals kam es im Frühjahr 1936 zur Zerstörung der Wandmalereien in der Moritzburg (heute: Crodel-Halle) und der Burse zur Tulpe.
Bis zur Zerstörungswelle von 1936 (Vernichtung der Wandmalereien in der Universität Halle) war Crodel mit drei Werken in der Neuen Abteilung der Nationalgalerie Berlin im Kronprinzenpalais vertreten.
Diese Vorgänge haben das Engagement der Galerie Ferdinand Möller in Verbindung mit Otto Andreas Schreiber für die klassische Moderne zum Hintergrund. Als Antwort auf Crodels Ausstellungen:
kam es zu den im Sommer im Zuge der Bücherverbrennung einhergehenden Vernichtungen in Bad Lauchstädt und Halle/Saale. Daraufhin wandte sich Schreiber gegen die „dreihundert Greise“ des Kampfbundes um Alfred Rosenberg, „die in einem von der Jugend getragenen Staat darüber zu bestimmen beginnen, welche Kunstwerke abgekratzt und welche Kunstwerke verbrannt werden sollen.“
Der gleiche Vernichtungsvorgang wiederholte sich noch einmal 1936 in Halle/Saale als Antwort auf die Ausstellungen:
1937 wurde im Rahmen der deutschlandweiten konzertierten Aktion „Entartete Kunst“ aus dem Kronprinzen-Palais der Nationalgalerie Berlin, dem Museum für Kunst und Heimatgeschichte Erfurt, den Kunstsammlungen der Universität Göttingen, dem Schlossmuseum Weimar und dem Museum Behnhaus Lübeck eine große Anzahl von Bildern Crodels beschlagnahmt. Sie gingen 1940 zur „Verwertung“ auf dem Kunstmarkt an den Kunsthändler Bernhard A. Böhmer. Ihr Verbleib ist bis auf eine Ausnahme ungeklärt.
Infolge der Werkzerstörung und Entlassung 1933 suchte sich Crodel neue Arbeitsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit Kirche, Post und Industrie. Nach seinen Entwürfen führte seine Ehefrau Elisabeth Crodel gestickte Bildteppiche aus. In Zusammenarbeit mit den Vereinigten Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei Puhl & Wagner in Berlin entstanden Mosaiken, Glasschliffe und Glasmalereien z. B. für das von Hans Scharoun erbaute Privathaus des Galeristen Ferdinand Möller, das Landhaus von Gerhard Marcks oder Werksbauten von Ernst Neufert für die Vereinigten Lausitzer Glaswerke (VLG). Dort wirkte Crodel als Maler und Dekordesigner mit Wilhelm Wagenfeld zusammen sowie in Berlin weiterhin mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin, für die Crodel baugebundene Arbeiten schuf. Durch die Zusammenarbeit mit den von Hedwig Bollhagen gegründeten HB-Werkstätten für Keramik wurde diesen der Zugang zu baukeramischen Aufträgen eröffnet. Dies führte bei den Werkstätten und den Vereinigten Lausitzer Glaswerken zu einer Wertschätzung der Industrieware als künstlerische Leistung, wie Wilhelm Wagenfeld Januar 1938 festhielt:
„Museen veranstalten oft Ausstellungen, in denen den Besuchern vorbildliche Industrieerzeugnisse gezeigt werden. Außerdem können die VLG-Gläser auch als künstlerische Leistungen hervorgehoben werden, wo das Einzelstück gezeigt werden soll. Mit Erfolg haben wir den Museen hierfür die Crodel-Gläser und die geschliffenen Einzelstücke der Versuchswerkstatt angeboten. Einzelne Gläser wie die von Crodel sind für uns Eintrittskarten zur Beteiligung an Museums-Ausstellungen. Sie fallen außerdem auf durch ihre Gegensätzlichkeit zu den übrigen VLG-Gläsern und tragen deshalb sehr viel bei zu einem lebendigen Gesamtbild unserer Bestrebungen.“
Nach dem Ende des NS-Staats wurde Crodel im September 1945 von Will Grohmann an die Hochschule für angewandte Kunst in Dresden berufen. Im Dezember 1945 berief ihn die Kunstschule Burg Giebichenstein in Halle. Zum April 1948 richtete die Hochschule für Bildende Künste in Berlin den „Lehrstuhl Crodel“ ein. Im Juni 1951 erhielt Crodels Entwurf für den Kölner Dom den ersten Preis. Bis 1951 lehrte Crodel in Halle, zuletzt als Professor des Instituts Burg Giebichenstein der Universität Halle-Wittenberg. Seine Lehrtätigkeit insbesondere in Halle 1927 bis 1951 prägte die Hallesche Schule. 1949 schrieb Fritz Löffler: „In Halle reifen eine Reihe beachtenswerter Talente, die aus der Schule Giebichenstein hervorwuchsen. Crodel als Schulhaupt ist eine dekorative Begabung, der einen großen Reichtum an Phantasie sein eigen nennt.“ Dieser Neubeginn spiegelt sich auch in Crodels Zusammenarbeit mit dem Erfurter Angermuseum, in dem er u. a. 1948 eine Einzelausstellung hatte. Crodel, der u. a. in Dresden 1946 auf der Allgemeinen Deutsche Kunstausstellung und 1949 auf der folgenden 2. Deutschen Kunstausstellung vertreten war, gehörte im Januar 1951 an erster Stelle zu den Künstlern, die das Mitglied der Sowjetischen Kontrollkommission Wladimir Semjonow in einem wegweisenden Artikel der Täglichen Rundschau namentlich als „formalistische“ bezeichnete: „In seinen Werken wimmelt es von wesenloser Phantastik. Mit der Realität rechnet er überhaupt nicht.“ Daraufhin beschloss die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) im März 1951 im Kunstschaffen der DDR mittels der neu gebildeten Staatlichen Kommission für Kunstangelegenheiten den Sozialistischen Realismus als allgemein verbindlich durchzusetzen. Dies führte im Rahmen des auch in Halle kampagnenartig intensivierten Formalismusstreites noch 1951 zum Ende der Lehrtätigkeit Crodels.
Zum 1. April 1951 folgte Crodel einem Ruf als Professor für Malerei und Graphik an die Akademie der Bildenden Künste München, wo er bis zu seiner Pensionierung 1963 lehren sollte. Von 1953 bis 1973 wirkte Crodel zudem an der Münchner Kostümbibliothek und Schule für Kostümkunde Hermine von Parish.
Auch nach dem Umzug nach München 1951 schloss Crodel laufende baugebundene Werke ab (Mosaik, Kammer der Technik, 1952), wurde Mitglied der Neugründungen des Deutschen Werkbundes und des Deutschen Künstlerbundes. 1956 war Crodel Mitglied der Jury der gesamtdeutschen Grafikausstellung Ein Bekenntnis zum Leben. Er stellte in Halle und Altenburg aus, führte die Zusammenarbeit mit den HB-Werkstätten in Marwitz und dem Amt für Denkmalpflege in Halle weiter u. a. für Erfurt, Halberstadt, Magdeburg und führt seine Farbglasfenster in Quedlinburg und Weimar aus. 1959 arbeitete Crodel in München an Entwürfen für die Leipziger Universitätskirche St. Pauli. In München entstand eine neue „Crodel-Schule“. Crodel stellte als Mitglied der Neuen Gruppe im Haus der Kunst und im Rahmen des Deutschen Künstlerbundes aus. Die Schwerpunkte seiner ausgeführten Fensterwerke lagen in den Kunstzentren Berlin, Hamburg und Frankfurt.
Hinzu kam 1958–1965 die Lehrtätigkeit als Gastprofessor in den USA. Crodel war Visiting Professor of Painting an der University of Louisville (Sommersemester 1958, Wintersemester 1960–1961 und 1964–1965; zunächst vermittelt durch seinen Freund Justus Bier) und der Pennsylvania State University im Wintersemester 1962–1963. Die Gastprofessuren begleiteten umfassende one man Ausstellungen aktueller Werke auch im North Carolina Museum of Art in Auseinandersetzung mit den seiner Flächenauffassung entsprechenden neuen Kunstströmungen. So konnte Crodel an der Emanzipation der Afro-American art mitwirken, sichtbar in den Ausstellungen seiner Schüler Sam Gilliam und Bob Thompson.
1966 lehrte auf seine Anregung hin der Fotograf Robert J. Doherty an der Münchener Akademie.
Eine Sonderstellung hat die zwischen 1959 und 1963 ausgeführte Künstlerstiftung für die Kreuzkirche in Bernterode Schacht, einem Ortsteil der Gemeinde Breitenworbis im Landkreis Eichsfeld in Thüringen ein. Den Flügelaltar malte Crodel in München aus, die vier Farbglasfenster in der Glasmalereianstalt Ferdinand Müller in Quedlinburg. Das parallel zu den Amerikaaufenthalten ausgeführte Werk steht seit 1966 unter Denkmalschutz.
Eine eigene Werkgruppe bilden schließlich die Anfang der 1970er Jahre entstandenen Farbglasfenster in Högby, Malexander, Mjölby und Entwürfe für den Dom zu Linköping. Hier knüpfte Crodel an seine Schwedenreise von 1923 nach Östergötland an.
Zuletzt unterrichtete Crodel noch bis zu seinem Tode an der Münchener Kunstfachschule für Bühne und Mode und wirkte an der Berliner Akademie der Künste für den Will-Grohmann-Preis.
Am 28. November 1973 starb Charles Crodel in München, er liegt mit seiner Ehefrau auf dem Friedhof Kröllwitz in Halle begraben.
Die Städtische Galerie im Lenbachhaus München ehrte Crodel 1974 mit der Gedächtnisausstellung Charles Crodel 1894–1973, das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück 1975 das Teppichwerk mit der Ausstellung Charles und Elisabeth Crodel: Gestickte Bildteppiche, das Archiv für bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum, heute Deutsches Kunstarchiv 1976 Charles Crodel 1894–1973 mit Begleitpublikation.
Charles Crodel wurde bereits frühzeitig als ein zur Architektur drängender Maler bezeichnet. Seine baubezogenen Werke sind einerseits auf abstrakten Grundlagen aufgebaute „proleptische“ Raumkunstwerke, die andererseits bildlich konkretisiert sind. Das Raumkunstwerk erscheint, als habe es die Architektur vorweggenommen.
Crodel setzte dabei strukturelle Methoden der Malerei ein, Flächenverteilungen, die in den Raum hineinwirken. Die von Crodel häufig verwendete Bildform des Triptychon beispielsweise setzt in der Glasarchitektur in ihren Lichtwirkungen räumliche Achsen. Flächenverteilungen kleiner Bildelemente – in der Art von Streublumenmustern oder durch die Streuverteilung von Bildfeldern – binden sowohl im Auflicht wie im Durchlicht der Glasarchitektur ganze Räume, weil die gestalteten Flächen als Ganzes wahrgenommen werden und damit als lichtgebende Raumbegrenzung der Architektur.
Auch die ikonographische Konkretisierung ist im abstrakten Aufbau und in der Farbkomposition vorweggenommen. Bei Crodels Aquarellen und Entwurfsskizzen und auch bei seinen Farbglasfenstern ist das besonders gut zu fassen. Die Werke sind zunächst Farbkompositionen, die erst durch die Überzeichnung konkret werden. Bei Aquarell und Entwurf sieht man gut, dass zuerst eine Primärfarbenkomposition aufgetragen worden ist und erst im zweiten Arbeitsgang die sinngebende, aber bereits in der Farbkomposition vorgegebene konkretisierende Zeichnung folgte. Ein Grundzug von Crodels Bildlichkeit ist dabei die Auseinandersetzung mit dem Fortleben von Kunstformen und Traditionen der in die Typologie mündenden antiken Bildsprache und deren Nachleben in modernen Texten und in der modernen Kunst. Crodel selbst sprach in Anlehnung an Ernst Cassirer von „Bildzeichen“. Seine kunstwissenschaftlichen Vorlesungen handelten dementsprechend auch von „Thomas Mann als Maler“. Crodels Schaffen konzentrierte sich auf ganze Gebäude erfassende, architekturgebundene Werke – mit raumbindenden, „textilen“ Konzepten der Gesamtverglasung und Wandmalerei (Katharinenkirche Frankfurt, Stadtkirche Friedberg). In einigen Fällen wird bei Glasfensterwerken das typologische Gesamtkonzept durch Tapisserien und Emailarbeiten ergänzt. Seit den 60er Jahren gelang es Crodel, die Glasarchitektur durch neue Verteilungskonzepte zu binden und liturgisch zu orientieren Hauptkirche Sankt Jacobi (Hamburg), St. Andreas (Braunschweig), Kilianskirche (Heilbronn), St. Petri (Magdeburg). In seiner farbigen Glasarchitektur vollendet sich das malerische Werk Crodels.
Crodels Bestreben, die Moderne ohne Bruch mit den kunsttechnischen Traditionen Europas fortzuführen, fand frühzeitig das Interesse der Denkmalpflegebehörden (Wiederherstellung der Kuranlagen von Bad Lauchstädt zusammen mit Hans Wittwer, 1932), was Crodel in seine Lehre einband und so aus der Verbindung von handwerklichen Traditionen und modernen Raumansprüchen dem Maler das Berufsfeld Restaurierung erschloss.
Eine kunsthistorische Zuordnung Crodels zur Verschollenen Generation und dem Expressiven Realismus berücksichtigt nicht hinreichend, dass Crodel zeitgleich in den großen Kunstzentren Berlin, Frankfurt, Hamburg und München und in beiden Teilen Deutschlands auch mit seinem architekturgebundenen Werk wirksam war. Eberhard Ruhmer rechnet Crodel der Reinen Malerei zu. Darüber hinaus hat Crodel durch seine Zusammenarbeit mit Hedwig Bollhagen und Wilhelm Wagenfeld auch bleibende formale Wirkung erzielt. Auch hier hat Crodel die künstlerisch-technischen Ausdrucksmöglichkeiten erweitert und private Lebenswelten geprägt.
Seine Tochter ist die Goldschmiedin Vera von Claer-Steckner geb. Crodel.
Charles Crodel war u. a. Mitglied der Freien Secession und der Berliner Secession, der Arbeitsgemeinschaft der Juryfreien Kunstausstellung Berlin sowie externes Mitglied der Münchener Neuen Gruppe, des Deutschen Künstlerbundes (1929 bis 1936, dann wieder ab 1950) und des Deutschen Werkbundes, in der Zeit des Nationalsozialismus obligatorisch der Reichskammer der bildenden Künste, der Akademie der Künste in Berlin (1956) und der Neuen Gruppe (München), des Vereins für Kunstwissenschaft und seit 1963 Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste München, Gast der Villa Romana in Florenz sowie 1968 Ehrengast der Villa Massimo in Rom.
An seine Wirkungszeit in Halle erinnern dort der Carl-Crodel-Weg und die Crodel-Halle der Moritzburg (Halle (Saale)).
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Flügelaltar in der Kirche zu Mutzschen, Flügelaltar in St. Marien (?) zu Ronneburg (Thüringen), Flügelaltar in der Kreuzkirche Bernterode-Schacht, Flügelaltar in St. Michaelis (Limbach/Vogtland). Erste Ältäre entstanden Anfang der zwanziger Jahre. Für Crodel ist der Altar eine erzählende Bildform, seinen Triptychen entsprechend (z. B. Märtyrer und Umwelt, um 1960).
Altar in St. Martin Berlin-Kaulsdorf (Email), Altar Auferstehungskirche in Minden (Email), Gedenkplatte für Gefallene der Infanterie-Schule Dresden, heute im Ehrenhain der Offizierschule des Heeres in Dresden.
Die Glasmalerei hatte Crodel während seines Studiums in München 1914 bei Richard Riemerschmid kennengelernt und in Halle 1932 anlässlich der Erneuerung des Merseburger Domes in Zusammenarbeit mit der Glasmalereianstalt Ferdinand Müller wieder aufgegriffen. Seit den 1960er Jahren sind die Glasfenster eigenhändig ausgeführte und signierte Originale.
Glasschliffsäulen (Detopak) mit Vergoldung im Gebäude des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen in Bonn, 1954.
Mosaikwand der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche in Berlin-Hansaviertel, Mosaikwand der Kirche St. Martin in Berlin-Kaulsdorf, Apsismosaik der Krankenhauskapelle des Sankt-Gertrauden-Krankenhauses in Berlin-Wilmersdorf, zwei Mosaikwände im ehemaligen Eingangsbereich des Verwaltungsgebäudes der Schott AG, Mainz und für das Rendsburger Frachtschiff Rantum (Schiff).
Crodels grundlegendes technisches Interesse erschloss immer wieder neue Malmaterialien. Das Erlebnis frischer Grabungsfunde in Griechenland führte zur Auseinandersetzung mit Wachs als Bindemittel in der Wandmalerei.
Griechenland und die Vertreibung der Türken von der Athenischen Burg (1925) Universität Jena, St. Martin 5,97 m × 4,60 m (1926), Haus zu den vier Jahreszeiten in Erfurt (früher Hospital am Schottenring); Sage der Erfurter Brunnenkapelle, Schlossmuseum Weimar (1927 von Wilhelm Köhler erworben, 1928 aus Jena nach Weimar überführt im Zweiten Weltkrieg beschädigt, im Obergeschoss immer noch unrestauriert hinter einer Wand verborgen). Von den 1933 bzw. 1936 in Bad Lauchstädt und Halle überstrichenen Wandbildern u. a. in der Crodel-Halle der Moritzburg (Halle (Saale)) sind bislang nur die Improvisationen der Burse zur Tulpe wiederhergestellt. 2014 war die Sanierung der Crodel-Halle auf Grundlage eines Förderprojektes der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für 2018 vorgesehen.


In den künstlerischen Laboratorien der Vereinigten Lausitzer Glaswerke entwickelte Crodel Dekore zur Veredelung von Pressglas mit teilweise patentierten Techniken. Es kamen Ätz- und Schliffverfahren zum Einsatz, Vergoldung und Bemalung. Das Musterbuch der Vereinigten Lausitzer Glaswerke AG (1939) enthielt u. a. geätzte Filigranbecher der Qualitätsmarke „Rautenmarke“ mit den geätzten Bordüren A 486, 487, 488: „Wie Gürtel aus silbrigen Fäden umschließen die leichten Schmuckmotive des Malers Crodel-Halle das Glas. Wir möchten mit diesen Gläsern den Beweis erbringen, daß auch die Ätztechniken – richtig angewandt – schön sein können.“
Die Zusammenarbeit mit den HB-Werkstätten für Keramik entwickelte sich aus Crodels Kontakt zu den Steingutfabriken Velten-Vordamm und begann parallel zu seiner Mitwirkung in den Vereinigten Lausitzer Glaswerken.
Von Halle aus nahm Crodel die Zusammenarbeit mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin auf (Rhedensche Vase im Angermuseum, Erfurt) und entwickelte Dekore für technisches Porzellan.
Gestickte Wandteppiche Crodels in Zusammenarbeit mit seiner Frau Elisabeth Crodel gibt es Kirchen- und Museumsbesitz in Europa und den USA. Das Textile gehörte zu Crodels Lehrprogramm. 1955 stellte das Contemporary Arts Museum Houston den in der Nürnberger Gobelin-Manufaktur ausgeführten Gobelin „Legende“ aus. Crodels gestickte Schutzmantemadonnen und Antependien sind Bestandteile seiner Kirchenraumkonzepte. Umfassende Ausstellungen des textilen Werkes zeigten der Kunstverein Coburg, das Kentucky Speed Art Museum in Louisville und das Kulturgeschichtliche Museum Osnabrück in der dortigen Dominikanerkirche. Das Teppichwerk von Charles und Elisabeth Crodel – von Fiebig ist 2023 umfassend publiziert, 332 S., 644 Abb.
(Quelle: )
Der schriftliche Nachlass kam seit 1974 in das Deutsche Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum (u. a. 20 Tagebuchbände mit Zeichnungen und größeren Aquarellen). Weitere Bestände befinden sich in der Akademie der Künste in Berlin und der Universität von Louisville.
Bereits in Jena bildete sich um Crodel, der dem Vorstand des Jenaer Kunstvereins angehörte und die Kunstvereine Mitteldeutschlands zu einem Verbund zusammenbrachte, die Thüringer Gruppe (Ausstellungen u. a. in Hamburg). Sein Wirken in Halle seit 1927 war mit seiner Berliner Präsenz als Mitglied u. a. der Berliner Sezession verbunden. Nachhaltig wirkte Crodel auf die serienbezogene Dekorentwicklung in der Glas- und Keramikindustrie sowie die Kunstentwicklung der DDR und die Münchner Malerei. Auch für seine Monumentalarbeiten und Ausstellungen hatte die damals bestehende innerdeutsche Grenze keine Bedeutung. Crodels Glasfensterwerk und baubezogene Keramik gehört zu den bedeutendsten Bildschöpfungen der Moderne in Deutschland.
Crodel hatte einen umfangreichen Schülerkreis an der Burg Giebichenstein Halle, der nach Crodels Entlassung 1933 bis 1938 in der Privatwohnung von Paul Frankl weiterbestand, vermutlich an der Städelschule in Frankfurt sowie nach 1945 in Dresden, Berlin und Halle sowie an der Münchener Akademie und in den Vereinigten Staaten an der University of Louisville, Kentucky und an der Pennsylvania State University. Crodel unterrichtete auch an kleineren Institutionen u. a. in Mannheim und an der Münchner Schule für Kostümkunde und Design Hermine von Parish.
Schüler waren u. a.: Gerlach Gottfried Bommersheim, Kurt Bunge, Liselotte von Crailsheim, Friedrich Decker, Albert Ebert, Brigitte und Heinz Felsch, Bernhard Franke, Fritz Freitag, Sam Gilliam, Karin Hamann, Irene Hein, Rudolf Heinrich, Max Herrmann, Mahmoud Javadipour, Heidi Manthey, Otto Müller, Willi Neubert, Karl Rödel, Hans Rothe, Helmut Schröder, Eberhard Schweigert, Jochen Seidel, Carl Helmut Steckner, Gerhart Teutsch, Günther Teutsch. Bob Thompson, Julius Tinzmann, Hubert Vogl, Stevan Vucmanovic, Hannes H. Wagner, Hubert Wittmann und Klaus von Woyski.
Crodels Verständnis der Bildzeichen eröffnete den Blick auf die Gemeinsamkeiten von Literatur und Malerei, die er in seinen Vorträgen beispielsweise über Thomas Mann als Maler vermittelte und in freundschaftlichen Kontakten etwa zu Hanna Kiel (1898–1988) vertiefte. Er unterstützte dementsprechend auch den Weg seiner Schüler von der Malerei zur Literatur, so bei Julius Tinzmann.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Crodel, Charles |
| ALTERNATIVNAMEN | Crodel, Carl Fritz David |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 16. September 1894 |
| GEBURTSORT | Marseille |
| STERBEDATUM | 28. November 1973 |
| STERBEORT | München |