Contone

Contone
Wappen von Contone
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6594
frühere BFS-Nr.: 5101
Koordinaten: 714906 / 111885Koordinaten: 46° 8′ 55″ N, 8° 55′ 33″ O; CH1903: 714906 / 111885
Höhe: 206 m ü. M.
Höhenbereich: 198–432 m ü. M.
Fläche: 2,33 km²
Einwohner: 846 (31. Dezember 2009)
Einwohnerdichte: 363 Einw. pro km²
Website: www.gambarogno.ch
Karte
Contone (Schweiz)
Contone (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 25. April 2010
Pfarrkirche San Giovanni Battista
Blick auf Contone und die Magadinoebene
Industriegebiet Luserte

Contone, im lombardischen Ortsdialekt Cuntugn [kumˈtuŋ], ist ein Ortsteil der Gemeinde Gambarogno im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete bis zum 24. April 2010 eine selbständige politische Gemeinde.

Geographie

Werner Friedli (Fotograf): Contone, historisches Luftbild (1964)

Das ländliche Dorf liegt auf einer Höhe von 206 m ü. M. am Südrand der Magadinoebene, fünf Kilometer vom Lago Maggiore entfernt. Contone ist umgeben von Kastanienwäldern und Rebbergen.

Geschichte

Der Name der späteren Gemeinde wird erstmals 1152 als Gondono urkundlich erwähnt. Doch schon um 1104 liess der adlige Langobarde Wido von Samarate eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kirche errichten oder wiederaufbauen und schenkte sie dem Benediktinerkloster San Giorgio im Ortsteil Quartino. Die Kirche zerfiel später; Pfarrkirche wurde San Giovanni Battista, die im 16. Jahrhundert wiederaufgebaute Spitalkirche. Der Ursprung und die Lage eines 1219 erwähnten Spitals des Johanniterordens sind umstritten. Im Jahr 1497 schlug der Herzog von Mailand, Ludovico il Moro, Contone zur wiedergebildeten Grafschaft Angera. Contone wurde später Kommende des Malteserordens, deren Güter im 16. Jahrhundert an das Spital von Lugano und 1811 an die Familie Antognini von Bellinzona übergingen. Die Eidgenossen gestatten Contone 1731–1741 und 1788–1798 die Erhebung eines Zolls zum Unterhalt der Strasse.

Am 25. November 2007 wurde die Fusion der Gemeinden am Südufer des Lago Maggiore zur neuen Gemeinde Gambarogno von den Stimmberechtigten der Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) gutgeheissen. Einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde trat die Fusion per 25. April 2010 in Kraft. Contone bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Contone: Einwohnerzahlen von 1600 bis 2009
Jahr  Einwohner
1600
  
70
1683
  
71
1719
  
74
1769
  
80
1799
  
81
1808
  
89
1824
  
101
1836
  
100
1850
  
139
1860
  
167
1870
  
170
1880
  
?
1888
  
196
1900
  
199
1910
  
244
1920
  
270
1930
  
300
1941
  
317
1950
  
305
1960
  
322
1970
  
418
1980
  
435
1990
  
460
1991
  
502
1992
  
552
1993
  
567
1994
  
585
1995
  
612
1996
  
647
1997
  
650
1998
  
708
1999
  
722
2000
  
738
2001
  
723
2002
  
756
2003
  
776
2004
  
750
2005
  
759
2006
  
752
2007
  
786
2008
  
819
2009
  
846
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024

Wappen

Blasonierung: Gespalten von Blau und Rot, überdeckt von einem silbernen (weissen) Malteserkreuz

Das Wappen zeigt die umgekehrten Farben des Kantons, darauf das Malteserkreuz als Hinweis auf die örtliche Kommende (Ordensniederlassung).

Sehenswürdigkeiten

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Contone – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 257.
  2. ↑ Patriziato di Contone (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati
  3. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 3. Juni 2026.
  4. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 3. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  5. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 3. Juni 2026.
  6. 1 2 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Bellinzona 2007, S. 153.
  7. ↑ Pfarrkirche San Giovanni Battista. In: ti.ch/dt/dstm/sst/ubc/temi, abgerufen am 14. Juli 2024 (mit Foto).
  8. ↑ Football Club Gambarogno-Contone auf matchcenter-ftc.football.ch
  9. ↑ Celestino Trezzini: Adamo de Contone. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 1: A – Advokat. Paul Attinger, Neuenburg 1921, S. 97 (Digitalisat, abgerufen am 7. Mai 2017)
  10. ↑ Paolo Ostinelli: Adamo da Contone. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 3. Juli 2002.
  11. ↑ Fausto Leoni. In: Sikart
  12. ↑ Diego Invernizzi Redaktor
  13. ↑ Diego Invernizzi gestorben