Daschendorf Stadt Baunach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 10° 52′ O |
| Höhe: | 247 m ü. NHN |
| Fläche: | 1,05 km² |
| Einwohner: | 86 (1. Jan. 2025) |
| Bevölkerungsdichte: | 82 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1971 |
| Postleitzahl: | 96148 |
| Vorwahl: | 09544 |


Daschendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Daschendorf hat eine Fläche von 1,048 km². Sie ist in 392 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2673,03 m² haben.
Das Kirchdorf liegt im rechten Ufer der Itz. Im Westen grenzt der Daschendorfer Forst an, der auf dem Kraiberg liegt. Die Hänge am Kraiberg sind ein Naturschutzgebiet. Ein Hangrutsch nordwestlich von Daschendorf ist als Geotop ausgezeichnet. Die Kreisstraße BA 39 führt nach Höfen (1,8 km nördlich) bzw. nach Baunach zur Bundesstraße 279 (2,5 km südwestlich).
Daschendorf liegt im slawischen Siedlungsgebiet, das im 8./9. Jahrhundert auf Befehl der Karl des Großen angelegt wurde. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der slawische Personenname Tasu. Daschendorf gehörte früher den Grafen von Truhendingen, wie aus einem Verzeichnis des Jahres 1396 hervorgeht.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Daschendorf 22 Anwesen (Schloss mit Kirche und Nebengebäude, 21 Untertanen). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Rittergut Daschendorf.
Im Jahre 1802 kam Daschendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Daschendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Daschendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,0474 km².
Am 1. Juli 1971 wurde Daschendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.
In Daschendorf gibt es acht Baudenkmäler:
In der Gemarkung Daschendorf gibt es drei Bodendenkmäler.

| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 106 | 129 | 151 | 143 | 143 | 142 | 143 | 139 | 151 | 133 |
| Häuser | 29 | 41 | 29 | 32 | 32 | |||||
| Quelle | ||||||||||
| Jahr | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 |
| Einwohner | 123 | 140 | 121 | 128 | 117 | 119 | 120 | 119 | 104 | 148 |
| Häuser | 28 | 26 | 27 | |||||||
| Quelle | ||||||||||
| Jahr | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 | ||||
| Einwohner | 147 | 136 | 121 | 116 | 66 | *86 | ||||
| Häuser | 24 | 24 | 25 | |||||||
| Quelle | ||||||||||
Daschendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.