Priegendorf Stadt Baunach | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 10° 48′ O |
| Höhe: | 287 m ü. NHN |
| Fläche: | 2,86 km² |
| Einwohner: | 342 (1. Jan. 2025) |
| Bevölkerungsdichte: | 120 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 |
| Postleitzahl: | 96148 |
| Vorwahl: | 09544 |
Luftbild (2025) | |


Priegendorf ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Priegendorf hat eine Fläche von 2,862 km². Sie ist in 894 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3201,28 m² haben.
Das Kirchdorf liegt am Sendelbach, einem rechten Zufluss der Baunach, und am Hutbach, der innerorts als linker Zufluss in den Sendelbach mündet. Im Norden grenzt der Lußberger Forst an, der auf den Erhebungen der Haßberge liegt, im Süden die Waldgebiete Schmierofen und Getännig, die ebenfalls auf den Erhebungen der Haßberge liegen. Die Kreisstraße BA 37/HAS 22 führt nach Rudendorf zur Staatsstraße 2281 (3,4 km westlich) bzw. nach Dorgendorf (1,6 km östlich).
Im Jahr 1396 verkaufte Johann von Truhendingen alle seine Güter um den Stufenberg an das Hochstift Bamberg, darunter auch „Brichendorf“. Priegendorf wurde fortan vom bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg verwaltet.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Priegendorf 31 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Kastenamt Baunach. Grundherren waren das Kastenamt Baunach (18 Häuser mit Städeln, 10 Häuser ohne Städel) und das Domkapitel Bamberg (1 Söldengut). Der Gemeinde gehörte ein Haus mit Schmiede und ein Hirtenhaus.
Im Jahre 1802 kam Priegendorf an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Priegendorf gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Priegendorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern). Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,862 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Priegendorf im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.
In Priegendorf gibt es sechs Baudenkmäler:
In der Gemarkung Priegendorf gibt es zwei Bodendenkmäler.
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 162 | 210 | 246 | 256 | 246 | 236 | 255 | 263 | 237 | 260 |
| Häuser | 34 | 57 | 50 | 47 | 51 | |||||
| Quelle | ||||||||||
| Jahr | 1890 | 1895 | 1900 | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 |
| Einwohner | 239 | 233 | 239 | 238 | 251 | 256 | 251 | 259 | 275 | 339 |
| Häuser | 50 | 52 | 52 | |||||||
| Quelle | ||||||||||
| Jahr | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 | ||||
| Einwohner | 342 | 315 | 289 | 278 | 292 | *342 | ||||
| Häuser | 54 | 56 | 74 | |||||||
| Quelle | ||||||||||
Priegendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt. Von 1869 bis 1922 war die Pfarrei St. Laurentius (Lauter) für Priegendorf zuständig.