Devrouze

Devrouze
Devrouze (Frankreich)
Devrouze (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Bourgogne-Franche-Comté
Département (Nr.) Saône-et-Loire (71)
Arrondissement Louhans
Kanton Pierre-de-Bresse
Gemeindeverband Bresse Revermont 71
Koordinaten 46° 46′ N, 5° 9′ OKoordinaten: 46° 46′ N, 5° 9′ O
Höhe 187–212 m
Fläche 14,64 km²
Einwohner 327 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km²
Postleitzahl 71330
INSEE-Code

Devrouze [dəˈvʁuːz] ist eine französische Gemeinde in der Region Bourgogne-Franche-Comté im Département Saône-et-Loire. Sie gehört zum Arrondissement Louhans, zum Kanton Pierre-de-Bresse und zum Gemeindeverband Bresse Revermont 71. Die Gemeinde hat 327 Einwohner (Stand 1. Januar 2023), sie werden Devrouziens, resp. Devrouziennes genannt und als Übername mit Les Ébaqués gefoppt.

Geografie

Lage der Gemeinde im Arrondissement Louhans
Devrouze mit seinen NachbarortenMervansSaint-Germain-du-BoisSimardThureyDiconne
Devrouze mit seinen Nachbarorten

Lage und Struktur

Devrouze liegt etwas nördlich des Zentrums des Arrondissements Louhans auf der Westseite. Es liegt 15,8 Kilometer südsüdwestlich des Kantonshauptortes Pierre-de-Bresse und 15,8 Kilometer nordnordwestlich von Louhans-Châteaurenaud.

Im Norden und Nordosten grenzt Devrouze an die Gemeinde Mervans, im Südosten an Saint-Germain-du-Bois, im Süden an Simard. Im Südwesten grenzt Thurey und im Nordwesten Diconne an die Gemeinde.

Die Gemeinde liegt in der Landschaft der Bresse.

Die Gemeinde wird durch INSEE eingestuft als «Ländliche Ortschaft mit sehr verstreuter Besiedlung». Die Bevölkerung lebt im Bourg und in Weilern und Einzelsiedlungen.

Die Gemeinde weist 222 Hektar bewaldete Flächen auf, was 15,2 % der Gemeindefläche entspricht. Die Bewaldung setzt sich zusammen aus 69 % Laubwald und 30 % Eichen- und Buchenwald. Die bewaldeten Flächen liegen vor allem im mittleren Norden – Bois Marsivaux, Bois Barthelemot, Bois de Ronfand – und im Nordwesten – Forêt de Diombe, Bois de l'Épinglier.

In der Gemeinde werden 1013 Hektar (entsprechend 69,5 % des Gemeindegebiets; Stand 2024) als landwirtschaftlich genutzte Flächen deklariert, wovon 63,6 Hektar für den Bioanbau zugelassen sind. Auf 12 % werden Ölpflanzen (Soja), auf 21 % wird Weichweizen und auf rund 28 % Körner- und Silomais angebaut.

Gewässer

In der Gemeinde finden sich sechs benannte stehende Gewässer, nebst weiteren Weihern und Teichen. Aufgrund der bestehenden Biefs und Flurnamen ist anzunehmen, dass einst weitere Étangs bestanden, die in neuerer Zeit aufgelassen wurden.

Im Nordwesten der Gemeinde befinden sich der Étang de Diombe * und der Étang Bagrot *, die beide in La Florence entwässern.

Auf der nordöstlichen Grenze zu Mervans liegt der Étang Messire Pierre * und etwas südlich, beim Weiler Monflin der Étang Voillot * und der Étang Neuf *. Alle drei Étangs entwässern in Le Briant, der hier die östliche Gemeindegrenze bildet.

Schließlich liegt ganz im Südwesten der Étang Pré Noir *, allerdings hauptsächlich auf dem Gemeindegebiet von Thurey.

Bei den fließenden Gewässern ist vor allem der Ruisseau Briant zu nennen. Er erreicht die Gemeinde am südlichsten Punkt von Simard her, fließt in nördlicher Richtung bis fast zum Weiler Les Quatre Chemins. Von dort fließt er nordöstlich, betrieb den Moulin Mercey und erreicht die Gemeindegrenze. Nun ist er Grenzfluss zu Mervans, bis er die Gemeinde im Nordosten verlässt.

Bei Les Quatre Chemins nimmt der Briant den Ruisseau de la Chassaigne auf, der einen großen Teil des südwestlichen Gemeindegebietes entwässert.

La Florence ist der Bief, der den Étang de Diombe alimentiert und entwässert. Sie schlägt einen kurzen Bogen von etwa zwei Kilometern im nordwestlichsten Teil der Gemeinde, bevor sie weiter nach Mervans fließt.

Schließlich entspringt Le Colombier gerade noch auf dem Gemeindegebiet, im Bois Marsivaux, um drei Étangs in Mervans zu alimentieren.

* 
Étang de Diombe (102 358 m² bei 46° 47′ N, 5° 9′ O)
Étang Bagrot (11 672 m² bei 46° 47′ N, 5° 9′ O)
Étang Messire Pierre (18 908 m² bei 46° 47′ N, 5° 11′ O) zusammen mit der Gemeinde Mervans
Étang Voillot (23 350 m² bei 46° 46′ N, 5° 10′ O)
Étang Neuf (19 446 m² bei 46° 46′ N, 5° 11′ O)
Étang Pré Noir (14 948 m² bei 46° 45′ N, 5° 9′ O) zusammen mit der Gemeinde Thurey
Flächenangaben: Maximalflächen aus IGN - INPE Inventaire national des plans d'eau

Verkehrswege

Im Süden der Gemeinde verläuft die Départementsstraße D24 von Thurey her quer durch die Gemeinde und verlässt sie bei La Borde nach Saint-Germain-du-Bois.

Beim Weiler Quain kreuzt sie die Départementsstraße D996, die von Mervans kommt. Sie erreicht die Gemeinde bei Le Creuillis verläuft weitgehend in südlicher Richtung nach Quain und verlässt die Gemeinde kurz darauf nach Simard.

Keine der beiden Straßen führen durch den Bourg. Dafür besteht eine Verbindungsstraße, die D50, die bei Les Quatre Chemins aus der D996 nach Westen abzweigt, den Bourg durchquert und sich anschließent nach Süden wendet, um nahe bei La Chassagne die D24 zu erreichen.

Durch die Gemeinde führt ganz im Osten die Bahnstrecke Dijon-Ville–Saint-Amour der SNCF, die durch die TER Bourgogne bedient wird. In der Gemeinde besteht kein Bahnhof, lediglich die Trasse führt in Le Creuillis vorbei und nochmals etwas weiter südlich in Champ du Pendant und La Barrière. Ursprünglich bestand ein Bahnhof bei La Borde, ganz im Südosten nahe der D24.

Erschließungen

Katzenkopfmast - Starkstromleitung 400kV Genissiat-Poste – Vieilmoulin, östliche Leitung
Starkstromleitung 400kV Genissiat-Poste – Vieilmoulin, westliche Leitung

Das Gemeindegebiet wird von zwei parallel verlaufenden 400-kV-Hochspannungsleitungen der Verbindung Génissiat–Poste – Vieilmoulin durchquert. Die östliche Trasse ist die Ligne aérienne 400 kV N° 3 Genissiat-Poste – Vieilmoulin (Baujahr 1958), während die westliche Trasse als Doppelleitung die Stromkreise Nr. 1 und Nr. 2 trägt und als Ligne aérienne 2 x 400 kV Genissiat-Poste – Vieilmoulin N° 1 et 2 bezeichnet wird (Baujahr 1980).

Die Leitungen kommen über Le Creuillis, verlaufen nordwestlich (316°) und verlassen die Gemeinde über den Étang Messire Pierre. Auf Gemeindegebiet ist die östliche Leitung 514 Meter lang und weist 1 Katzenkopfmasten auf, die westliche ist 835 Meter lang mit 2 Museumsmasten (auch: Beaubourg-Masten).

Weiler und Fluren

Die Gemeinde ist stark zersiedelt, zu ihr gehören folgende Weiler und Fluren: La Barrière, Le Bouchat, Champ-Morey, La Chassagne, Diombe, L’Epinglier, Les Euvrards, Grand-Devrouze, Les Henrys, Meix-Colin, Montflin, Moulin-Mercey, Quain, Les Quatre-Chemins, Ronfand, Les Trois-Demoiselles, Voite, Les Vyons.

Höhenprofil

Das Höhenprofil beginnt im Nordwesten der Gemeinde, wo sich das Gelände auf der durchschnittlichen Höhe der Bresse-Ebene befindet, nämlich auf 200 bis 210 Metern Höhe. Da befindet sich auch der Weiler Le Bouchat, kurz bevor das Gelände abfällt zum Étang de Diombe. Etwas höher liegt ein weiterer Étang und in der nächsten Senke ebenfalls. Wieder auf der Bressehöhe liegt der Weiler Les Vyons, durch den die Départementsstraße D50 zum Bourg verläuft. Das Gelände fällt erneut ab ins Tal des Ruisseau de la Chassagne, steigt an zur Départementsstraße D996 und fällt erneut ab ins Tal des Briant. Schließlich kreuzt die Profillinie die Départementsstraße D24, etwas später die Eisenbahnstrecke, die hier eingetieft wurde – der naheliegende Weiler La Barrière liegt auf 206 Metern. Am Schluss fällt das Gelände nochmals ab zu einem Bief, der kurz darauf in den Briant mündet.

Klima

Das Klima in Devrouze ist warm und gemäßigt. Es gibt das ganze Jahr über deutliche Niederschläge, selbst der trockenste Monat weist noch hohe Niederschlagsmengen auf. Die Klassifikation des Klimas nach Köppen und Geiger ist Cfb ((Gemäßigtes) Ozeanklima). Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt bei 12,0 °C. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer Durchschnittstemperatur von 21,2 °C, der kälteste der Januar mit 3,3 °C. Über ein Jahr verteilt summieren sich die Niederschläge auf 1081 mm, dabei ist der November mit 117 mm der niederschlagsreichste, während Juli als trockenster Monat 72 mm aufweist. Über das ganze Jahr werden etwa 2764 Sonnenstunden gezählt.

Devrouze
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
98
 
6
1
 
 
83
 
8
1
 
 
80
 
12
3
 
 
90
 
16
6
 
 
93
 
20
10
 
 
77
 
24
14
 
 
72
 
26
16
 
 
73
 
26
16
 
 
87
 
22
13
 
 
104
 
17
9
 
 
117
 
11
4
 
 
107
 
7
2
_ Temperatur (°C)   _ Niederschlag (mm)
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Devrouze
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Temperatur (°C) 3,3 3,9 7,5 11,2 15,1 19,2 21,2 20,8 17,0 12,9 7,4 4,1 ⌀ 12
Mittl. Tagesmax. (°C) 6,2 7,7 12,0 15,8 19,5 23,9 25,9 25,6 21,5 17,0 10,5 6,8 ⌀ 16,1
Mittl. Tagesmin. (°C) 0,6 0,6 3,2 6,4 10,3 14,2 16,2 15,9 12,7 9,2 4,4 1,5 ⌀ 8
Niederschlag (mm) 98 83 80 90 93 77 72 73 87 104 117 107 Σ 1081
Quelle: climate-data.org Daten 1991 – 2021

Toponymie

Der Ort wird erstmals 1454 als Debvrouse erwähnt. Die Herkunft des Namens ist nicht klar, allenfalls kann er auf den keltischen Begriff Dubro für fließendes Wasser zurückgeführt werden.

Es ist davon auszugehen, dass der Ort Devrouze nicht die älteste Siedlung im Gemeindegebiet ist, bereits 1364 wird Dyombes (heute Diombe) erwähnt. 1374 tauchen Cuens auf (heute Quain) und Hugue de Vartes (heute Voite) wird genannt. 1376 wird zudem Ronfand erstmals erwähnt.

Geschichte

Die Herrschaft Devrouze gehörte zur Baronie Mervans, zusammen mit Diconne und war im Besitz von verschiedenen Familien. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts gehörte sie Léonarde de Beaumont, die 1530 Jean Bataille heiratete. Später gelangte sie an Hugues de Mâlain, dann an Jeanne de Mâlain, die sie 1579 ihrem Neffen Jérôme de Biollet vermachte. In der Folge übernahmen die Fyot 1660 die Herrschaft. Nach weiteren Besitzerwechseln innerhalb der Familie wurde Claude Fyot, Graf von Bosjean, Eigentümer. Er war der erste Präsident des Parlement von Burgund, zu seinen Gunsten wurde 1736 sein Besitz in ein Marquisat erhoben. 1804 wurde die Herrschaft aufgeteilt in Diconne und Devrouze. Devrouze war ein Kirchensprengel von Diconne, 1863 wurde die Kirche erbaut und dem Heiligen Martin geweiht. Im Weiler Henrys bestand zudem eine Kapelle. Ronfand bildete eine eigene Herrschaft. Einer der Besitzer, Arnoux de Ronfand ließ dort ein modernes Schloss erbauen, das 1863 vollständig neu erbaut wurde. Der Bahnhof St-Germain-Devrouse wurde 1997 geschlossen. In den Weilern Quain und Mercey bestanden Mühlen am Flüsschen Briant, im Ort und in Quatre Chemins bestanden Schmieden. In Quain bestand ein Betrieb der Hühnerfedern verarbeitete und einer der Mauersteine herstellte, die zum Bau der bressanischen Häuser benötigt wurden. 1901 wurde die Mairie-École erbaut. 1988 wurden noch 24 Landwirtschaftsbetriebe gezählt.

Die Herren von Devrouze

Das Gebiet gehörte den de Vienne und den d’Antigny, die es als Afterlehen weitergaben. Diconne und Devrouze gehörten damals noch zusammen, sie wurden erst 1804 getrennt und sie gehörten zur Baronie Mervans.
1450 übernahm Nicolas Rolin, Chancelier des Burgund, die Baronie von Mervans zu Lehen. Er war bereits Herr von Authumes, wo er ein Schloss besaß. Sein Sohn, Antoine Rolin d’Emery gab die Herrschaft zurück an Philipp von Hachberg-Sausenberg, womit sie wieder bei der Familie de Vienne war.

Später wurden das Lehen verkauft an Claude Fyot III. de la Marche, Kommendatarabt des Klosters Saint-Étienne in Dijon, der seit 1680 Herr von Bosjean war. Sie gehörte weiterhin der Familie Fyot de la Marche (Nicht zu Verwechseln mit den Grafen de la Marche).

Seit dem 12. Jahrhundert gehörten weitere Lehen der Familie de la Marche, die in Villegaudin ein Schloss besaß. Antoine de la Marche ist einer der ältesten bekannten Besitzer. Er wohnte im Schloss La Marche, nach dem die Familie sich benannte (Im heutigen Gemeindegebiet Saint-Martin-en-Bresse, im äußersten Osten der Gemeinde, 500 Meter östlich des Weilers Villegaudin an der D162, Route de la Marche, heute Schreinerei Petit Pascal).
Einige Herren de la Marche waren Vögte und Marktvögte von Chalon-sur-Saône. Philippe de la Marche war Gruyer de Bourgogne und 1434 Gouverneur des Château de Joux. Er heiratete Jeanne Bouton, verstarb 1437. Sein Sohn war Olivier de la Marche, einer der berühmtesten Söhne der Bresse. Ein Nachkomme, René de Lenoncourt heiratete Marguerite Fyot. Ihre Tochter, Reynette verkaufte 1636 die Herrschaft de la Marche an ihren Onkel. Damit waren die Lehen vereint bei den Fyot de la Marche.

1736 wurde die Herrschaft zum Marquisat de la Marche erhoben, zu Ehren von Claude Philibert Fyot, Graf von Bosjean, Baron von Mervans und Montpont, erster Präsident des Parlement des Burgunds. Nach dem Tod seines Sohnes, Jean Philippe Fyot de la Marche (* 20. August 1723, † 11. Oktober 1772), gelangten das Marquisat de la Marche, die Baronie Mervans und die Grafschaft Bosjean an einen Neffen, Jean Philippe Fyot de la Marche (* 7. August 1744, † 11. April 1822), Comte de Dracy, Marquis de la Marche, Herr von Clémencey.

Das Marquisat de la Marche umfasste die Gebiete von: Mervans, Devrouze, Diconne, Saint-Martin-en-Bresse und damit rund 94 Quadratkilometer.

Mit der Französischen Revolution 1789 wurden die Vorrechte des Adels abgeschafft, sie behielten lediglich noch ihre Titel.

Heraldik

Die Gemeinde verwendet ein geviertes Wappen, wobei der Schildkopf vom Wappen des Départements Saône-et-Loire übernommen wurde. Darunter rechts (heraldisch) ein steigender silberner Löwe, links (heraldisch) eine goldene bewurzelte Eiche. Das Wappen ist neuzeitlich und wurde von Jean-François Binon geschaffen.

Der Löwe, der König der Tiere, gilt allgemein als Symbol von Macht, Tapferkeit und Mut, während die Eiche Kraft, Beständigkeit und Kampf, aber auch Fruchtbarkeit symbolisiert. Der Hermelinlöwe bezieht sich hier auf die Gegend, in der der Ort liegt, nämlich die Bresse, deren inoffizielles regionales Wappen der steigende Hermelinlöwe auf Blau ist.

Bevölkerung

Sankt Martins-Kirche von Devrouze
Devrouze: Einwohnerzahlen von 1793 bis 2022
Jahr  Einwohner
1793
  
900
1800
  
897
1806
  
965
1821
  
904
1831
  
976
1836
  
858
1841
  
819
1846
  
811
1851
  
800
1856
  
808
1861
  
789
1866
  
802
1872
  
796
1876
  
767
1881
  
800
1886
  
793
1891
  
825
1896
  
807
1901
  
783
1906
  
796
1911
  
785
1921
  
694
1926
  
685
1931
  
643
1936
  
588
1946
  
575
1954
  
527
1962
  
510
1968
  
435
1975
  
341
1982
  
305
1990
  
275
1999
  
251
2006
  
273
2011
  
314
2016
  
310
2022
  
328
Quelle(n): EHESS/Cassini bis 1968, ab 1968 INSEE
Anmerkung(en): • Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz • Höchste Einwohnerzahl 1831 mit 976, tiefste Einwohnerzahl 1999 mit 251 (37,3 % vom Maximum)
Bevölkerungs- und Wohnstruktur
BevölkerungsstrukturAnzahl Einwohner  1männlichweiblichdavon Ausländer  2Anteil %
328 169 159 22 6,7
1 
Tabelle POP T3 Population par sexe et âge en 2022
2 
Jüngstes Erhebungsjahr 2020
Alterspyramide für Devrouze  3
Männer Alterstufe Frauen
0 
90 + älter
0 
21 
75–89
14 
31 
60–74
37 
26 
45–59
35 
35 
30–44
28 
25 
15–29
16 
31 
0–14
29 
3 
Tabelle POP T3 Population par sexe et âge en 2022

Die Bevölkerungsstruktur zwischen Männern und Frauen zeigt einen Überhang zugunsten der Männer, die 51,5 % der Bevölkerung ausmachen. Dabei sind 50 % der Bevölkerung jünger als 45 Jahre und 31 % der Einwohner älter als 60 Jahre und damit im Rentenalter.

WohnstrukturAnzahl Wohneinheitendavon HäuserWohnungenSonstigeZu-/Abnahme seit 1999
168 167 1 +7,7 % = 12 WE
davon Hauptwohnsitz 147
Zweit- oder Ferienwohnsitz 18
vakant 3
4 
Tabelle LOG T2 Types de logements 2022
5 
Tabelle LOG T1 Évolution du nombre de logements par catégorie… 2022

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen, Betriebe, Ladengeschäfte und Einrichtungen

In der Gemeinde befinden sich nebst Mairie und Kirche folgende Unternehmen nach Branchen:

Wirtschaftlich aktive Betriebe in der Gemeinde nach Branchen (31.12.2023)
BrancheAnzahl Betriebe
Industrie und verarbeitendes Gewerbe 2
Baugewerbe
Groß- und Einzelhandel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie 4
Information und Kommunikation
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 1
Grundstücks- und Wohnungswesen
Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen 4
Öffentliche Verwaltung, Unterricht, Gesundheits- und Sozialwesen
Sonstige Dienstleistungen 2
Land- und Forstwirtschaftsbetriebe 8

In der Gemeinde befinden zwei Autogaragen, eine Schreinerei/Zimmerei und ein Elektriker. Für die Güter des täglichen Bedarfs versorgen sich die Einwohner in Mervans oder Saint-Germain-du-Bois.

Geschützte Produkte in der Gemeinde

Als AOC-Produkte sind in Devrouze Crème et beurre de Bresse, Volaille de Bresse und Dinde de Bresse zugelassen.

Bildungseinrichtungen

In der Gemeinde besteht eine École primaire (École maternelle und École élémentaire), die der Académie de Dijon untersteht und von 39 Kindern in zwei Klassen besucht wird (Schuljahr 2024–2025). Für die Schule gilt der Ferienplan der Zone A.

Öffentlicher Verkehr

In der Gemeinde besteht eine Haltestelle Le Bourg der Linie TAD752 (transport à la demande) der Linie Saint-Germain-du-Bois ↔ Louhans-Châteaurenaud.

Es erfolgt je eine Fahrt täglich in jeder Richtung. Die Fahrt muss am Vortag angemeldet werden.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Devrouze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen

  1. ↑ Ein Gruyer ist ein Beamter mit eigener Gerichtsbarkeit, der ab dem 13. Jahrhundert im Auftrag eines hohen Gerichtsherrn die Staatswälder betreut. Er scheidet die Jungwaldgebiete aus, kontrolliert das Verhalten in den Wäldern und urteilt in erster Instanz über Vergehen, die in den Wäldern und Flüssen seines Bezirks, der gruerie begangen werden, angefangen bei Sachbeschädigungen oder bäuerlichem Missbrauch. Dieser Titel wurde sehr lange in Burgund, der Franche-Comté, der Bretagne und auch in Lothringen verwendet, wo die Grueries bis 1747 bestanden. Die Reform der Wälder setzte dieser Funktion oder vielmehr dieser Bezeichnung ein Ende.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Commune Devrouze. auf banatic.interieur.gouv.fr. Ministère de l’Intérieur et des Outre-Mer, abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
  2. ↑ Devrouze. auf habitants.fr. Abgerufen am 11. Mai 2026 (französisch).
  3. ↑ Atlas des paysages de Saône-et-Loire. Direction départementale des territoires, abgerufen am 31. August 2026 (französisch).
  4. ↑ Les forêts de Devrouze. In: nosforets.fr. Abgerufen am 3. September 2026 (französisch).
  5. ↑ Devrouze. auf agri-map.fr. Abgerufen am 3. September 2026 (französisch).
  6. ↑ Ruisseau Briant, Länge 12,48 km, Zufluss zur Guyotte, Quelle bei 46° 43′ 15,2″ N, 5° 9′ 9,4″ O in Simard auf ca. 207 m, Mündung bei 46° 48′ 5,8″ N, 5° 11′ 15,7″ O in Mervans, auf ca. 185 m Ruisseau Briant auf sandre.eaufrance.fr
  7. ↑ Ruisseau de la Chassaigne, Länge 3,5 km, Zufluss zum Ruisseau Briant, Quelle bei 46° 44′ 21,5″ N, 5° 9′ 5,4″ O in Thurey auf ca. 207 m, Mündung bei 46° 45′ 32,4″ N, 5° 10′ 45,5″ O in Devrouze auf ca. 189 m, Ruisseau de la Chassaigne auf sandre.eaufrance.fr
  8. ↑ La Florence, Länge 11,33 km, Zufluss zur Guyotte, Quelle bei 46° 46′ 23,5″ N, 5° 6′ 6,1″ O in Diconne auf ca. 209 m, Mündung bei 46° 49′ 49,8″ N, 5° 10′ 21,7″ O in La Racineuse auf ca. 182 m, La Florence auf sandre.eaufrance.fr
  9. ↑ Le Colombier, Länge 3,1 km, Zufluss zur Guyotte, Quelle bei 46° 46′ 39,4″ N, 5° 10′ 5,9″ O in Devrouze auf ca. 201 m, Mündung bei 46° 48′ 5,8″ N, 5° 11′ 15,7″ O in Mervans auf ca. 185 m, Le Colombier auf sandre.eaufrance.fr
  10. ↑ Route nationale française 396. auf routes.fandom.com. Abgerufen am 14. März 2026 (französisch).
  11. ↑ Ligne 225 KV - (Vieilmoulin-Génissiat). In: Wiki lignes à haute tension. Abgerufen am 2. September 2026 (französisch).
  12. ↑ Dictionnaire Topographique de Saône-et-Loire. Comité des Travaux Historiques et Scientifiques, abgerufen am 3. September 2026 (französisch).
  13. ↑ Devrouze, L'Église Saint Martin. (PDF) In: pastourisme71.com. Pastorale Tourisme & Loisirs, abgerufen am 21. Juli 2024 (französisch).
  14. ↑ Jean-François Binon crée gratuitement des blasons pour les mairies. In: L'Union, Mathilde Escamilla. 9. Januar 2019, abgerufen am 10. Dezember 2023 (französisch).
  15. ↑ Originalblasonierung: D'azur au lion d'argent à dextre et au chêne d'or à senestre; au chef parti au 1er d'azur semé de fleurs de lis d'or et à la bordure componée d'argent et de gueules, au 2e bandé d'or et d'azur et à la bordures de gueules. L'Armorial des Villes et des Villages de France abgerufen am 12. Dezember 2023.
  16. ↑ Un atelier ludique pour découvrir l’héraldique. In: Le Journal de Saône-et-Loire. 20. April 2012, abgerufen am 22. Dezember 2023 (französisch).
  17. ↑ Einwohnerstatistik auf cassini.ehess.fr. cassini.ehess.fr, abgerufen am 26. März 2024 (französisch).
  18. ↑ Dossier complet, Commune de Devrouze (71173). Insee.fr, abgerufen am 4. Mai 2026 (französisch).
  19. ↑ Nombre d’unités légales et d’établissement en 2023. Commune de Devrouze (71173). Insee.fr, 31. Dezember 2023, abgerufen am 19. April 2026 (französisch).
  20. ↑ Portrait de territoire - Données de cadrage. Commune de Devrouze. In: stats.agriculture.gouv.fr/. Agreste, abgerufen am 19. April 2026 (französisch, Gemäß Erhebung von 2020).
  21. ↑ DEVROUZE - Le cadre de vie des Territoires. In: eterritoires.fr. Abgerufen am 25. Juni 2024 (französisch).
  22. ↑ Crème de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
  23. ↑ Beurre de Bresse. auf INAO L’Institut national de l’origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
  24. ↑ Poularde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
  25. ↑ Chapon de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
  26. ↑ Volaille de Bresse ou Poulet de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
  27. ↑ Dinde de Bresse. auf INAO, L'Institut national de l'origine et de la qualité. Abgerufen am 1. März 2026 (französisch).
  28. ↑ Annuaire de l'éducation. In: education.gouv.fr. Ministère de l'éducation nationale, abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
  29. ↑ Homepage der Académie de Dijon. Abgerufen am 10. Januar 2016 (französisch).
  30. ↑ Éffectifs d’élèves par école. In: data.education.gouv.fr. Abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
  31. ↑ Calendrier scolaire. Abgerufen am 12. April 2026 (französisch).
  32. ↑ Horaire TAD752 Saint-Germain-du-Bois ↔ Louhans-Châteaurenaud. (PDF) In: www.viamobigo.fr. Mobigo Bourgogne-Franche-Comté, abgerufen am 30. März 2026 (französisch).