| Eins | |
|---|---|
| 1 | |
| Darstellung | |
| Römisch | I |
| Dual | 1 |
| Oktal | 1 |
| Duodezimal | 1 |
| Hexadezimal | 1 |
| Arabisch | ١ |
| Chinesisch | 一 / 弌 /壹 |
| Indisch | १ |
| Mathematische Eigenschaften | |
| Vorzeichen | positiv |
| Parität | ungerade |
| Faktorisierung | (keine Primzahl) |
| Teiler | 1 |
Die Eins (1) ist die natürliche Zahl zwischen null und zwei. Sie ist ungerade, eine Quadrat- und eine Kubikzahl.
Das germanische Zahlwort mittelhochdeutsch, althochdeutsch ein geht mit gleichbedeutenden anderen Wörtern indogermanischer Sprachen auf indogermanisch oi-no-s zurück.
Die Zahl 1 ist keine Primzahl, aber Teiler jeder natürlichen Zahl. Sie wird oft als die kleinste natürliche Zahl genommen (manche Autoren zählen jedoch die natürlichen Zahlen von null an). Ihre Primfaktorzerlegung ist das leere Produkt mit 0 Faktoren, das definitionsgemäß den Wert 1 hat. Die wird häufig als eine der fünf wichtigsten Konstanten der Analysis bezeichnet (neben 0, π, e und i). Die eulersche Identität
stellt einen einfachen Zusammenhang zwischen diesen Konstanten her.
Die 1 wird auch in anderen Bedeutungen in der Mathematik verwendet, wie als neutrales Element bei der Multiplikation in einem Ring, genannt Einselement. In diesen Systemen können andere Rechenregeln gelten, sodass verschiedene Bedeutungen hat und verschiedene Resultate ergeben kann. Mit 1 werden in der linearen Algebra auch Einsvektoren und Einsmatrizen, deren Elemente alle gleich dem Einselement sind, und die identische Abbildung bezeichnet.
Eine einstellige Verknüpfung ist eine Verknüpfung mit nur einem Operanden. Ein einfaches Beispiel einer einstelligen Verknüpfung ist das unäre Minus zur Bildung der Gegenzahl einer Zahl.
Die Zahl Eins ist eine Størmer-Zahl und in allen Fällen die erste (positive) Polygonalzahl. In der Fibonacci-Folge bildet die Eins das zweite sowie dritte Element. Weiterhin gilt die Eins als erste Glückliche Zahl.
Die Zahl Eins ist innerhalb der Punktrechnung „neutrales Element“: Dividiert man eine Zahl durch 1 (jede Zahl ist durch 1 teilbar), oder multipliziert oder potenziert man sie mit 1, so bleibt der Wert der Zahl unverändert.
Wird eine Zahl mit 0 potenziert, die ungleich 0 ist, so ist das Ergebnis per Definition 1 . Die Zahl 0 potenziert mit sich selbst bleibt entweder undefiniert oder wird, wenn zweckmäßiger, ebenfalls als 1 definiert.
Als einelementige Menge, Elementarmenge, Einermenge oder (englisch) Singleton werden in der Mengenlehre diejenigen Mengen bezeichnet, die genau ein Element enthalten. Eine Menge ist also einelementig, genau dann, wenn sie die Mächtigkeit eins hat. Beispielsweise ist eine einelementige Menge, aber auch , denn hier ist das einzige Element die Menge (welche wiederum nicht einelementig ist).
In der Informatik ist die Eins sehr wichtig, da sie zusammen mit der Null das Dualsystem (Binärsystem) bildet. Sie steht in der Maschinensprache für „an“ (on) und ist in Programmiersprachen als Datentyp boolesche Variable wiederzufinden (1 = wahr = true, 0 = falsch = false).
In der Datenmodellierung (speziell im Entity-Relationship-Modell), in der Beziehungen und Häufigkeiten von Entitäten zueinander geklärt und beschrieben werden, spielt die Zu-1-Beziehung eine wichtige Rolle, da sie die Eindeutigkeit einer Zuordnung festlegt. Beispielsweise steht die Entität „Kfz“ zur Entität „Besitzer“ in einer N-zu-1-Beziehung: Ein Besitzer kann mehrere Kfz haben, aber jedes Kfz muss genau einen Besitzer haben.

Das Symbol 1 wird als Ziffer des Stellenwertsystems verwendet. Steht die Ziffer 1 allein, so bedeutet sie nach üblicher Interpretation die „Zahl Eins“. Sie ist die größte Ziffer im Dualsystem.
In Deutschland wird die Ziffer 1 gemäß der Zahlenschreibweise der lateinischen Ausgangsschrift handschriftlich in zwei Zügen gezeichnet: ein kleinerer Schrägstrich von links unten nach rechts oben und davon ausgehend ohne abzusetzen ein längerer Abstrich. Diese Schreibweise deckt sich mit der Österreichischen Schulschrift (beide Versionen von 1969 und 1995) und der Schweizer Schnürlischrift. Im englischsprachigen Kulturkreis und in davon beeinflussten Gebieten wird eine 1 als senkrechter Strich gezeichnet. Die kontinentaleuropäische Schreibweise kann darum dort als 7 fehlinterpretiert werden. Einige Personen in der anglophonen Welt schreiben eine 1 mit Aufstrich und einem Unterstrich.
Beim Schreiben von römischen Zahlen und Binärzahlen wird die 1 auch in Deutschland, Österreich und in der Schweiz als Strich gezeichnet.
Die Zahl Eins besitzt neben der üblichen Schreibung als 1 eine periodische Dezimalbruchdarstellung als .
Diese Aussage lässt sich auf verschiedene Arten beweisen:
Dieser Beweis ist weit verbreitet – es ist aber zu bedenken:
Die Gleichheit ist eine Konsequenz aus der Tatsache, dass zwei reelle Zahlen x und y nur dann verschieden sind, wenn es eine reelle Zahl z gibt, die zwischen ihnen liegt, für die also x < z < y oder y < z < x gilt. Die Existenz einer solchen Zahl z ist in diesem Fall nach Definition der Dezimalbruchentwicklung nicht möglich. Bei dieser Argumentation wird verwendet, dass jede reelle Zahl eine Dezimalbruchentwicklung besitzt. Eine Tatsache, die es natürlich vorher schon zu beweisen wäre.
ist der Grenzwert der Zahlenfolge
Das allgemeine Glied dieser Folge ist . Die Differenz zwischen und ist . Für jedes noch so kleine findet man ein n mit für alle . Also gilt nach Definition des Grenzwerts .
Für die periodische Dezimalbruchdarstellung gilt
Dies ist eine unendliche geometrische Reihe der Form . Solche Reihen sind für konvergent und haben den Wert . Mit und ergibt sich der Summenwert als
In anderen Stellenwertsystemen tritt an die Stelle der Ziffer 9 die höchste Ziffer des jeweiligen Systems. Im Binärsystem ist also 1 gleich , im Hexadezimalsystem gleich 0,FFF…, entsprechend in anderen Systemen.
Die römische Zahl für eins ist I. In der hebräischen Schrift hat der Buchstabe Aleph (א) den Zahlenwert der Eins, in der arabischen Schrift dessen Äquivalent, das Alif (ا). Das arabische Schriftzeichen für die Zahl Eins ist ١; in Bengalî wird die Zahl ebenfalls ۱ geschrieben, in Devanagari १, in Malayalam ൧ und in Chinesisch 一, im Armenischen steht der Buchstabe Ա für 1.
Im Sonnensystem gibt es einen Stern, die Sonne, die von mehreren Planeten umkreist wird; der innerste sowie erster Planet ist Merkur, und die Erde besitzt als natürlichem Satelliten einen Mond.
In der Chemie ist das chemische Element Wasserstoff, das erste des Periodensystems und das am häufigsten vorkommende Element im bekannten Universum, die Ordnungszahl 1. Auch die erste Hauptgruppe des Periodensystems besteht aus Wasserstoff sowie aus den Alkalimetallen Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium und dem radioaktiven Francium.
Der Wortteil „Mono“, der für die Zahl eins steht, findet in der Chemie häufig Verwendung, etwa in der Bezeichnung von chemischen Verbindungen wie Kohlenstoffmonoxid. Auch bei den einwertigen Alkoholen zeigt sich dieser Bezug zur Eins, da sie jeweils nur eine Hydroxygruppe besitzen. Zu den typischen Vertretern zählen Ethanol, Methanol und Isopropanol. Monomere sind (potentielle) molekulare Wiederholeinheiten. Der Begriff hat in der Polymerchemie und der Biochemie unterschiedliche Bedeutungen.
In der Physik werden ausgewählte physikalische Konstanten in natürlichen Einheitensystemen auf 1 gesetzt, um die Form von Gleichungen zu vereinfachen; zum Beispiel ist die Lichtgeschwindigkeit in Planck-Einheiten gleich 1. Die Masse von einem Proton oder Neutron beträgt ebenfalls rund 1 u.
שְׁמַעיִשְׂרָאֵל יְהוָה אֱלֹהֵינוּ יְהוָה אֶחָד schəma jisrael adonai elohenu adonai echad
„Höre Israel! Adonai (ist) unser Gott; Adonai (ist) Eins“
Während bei den meisten Zahlen zur Bildung der Ordnungszahl einfach eine Endung an die Grundzahl gehängt wird (zwei-ter, zwanzig-ster, dreißig-ster), haben die Zahlen 1 und 3 und ihre Zusammensetzungen unregelmäßige Formen (erster, dritter; hunderterster, hundertdritter).
Im Englischen haben nur die Ordnungszahlen von 1 bis 3 (first, second, third) und ihre Zusammensetzungen (twenty-third) eigene Formen, die übrigen enden auf -th (fourth, fifth, one hundredth).
Wird auf die Rang- oder Abfolge Bezug genommen, so wird der lateinische Stamm prim- verwendet, beispielsweise bei „Primus“ oder „Primzahl“.
