| Eurostyle Costruzione Carrozzerie e Automobili | |
|---|---|
| Rechtsform | Kapitalgesellschaft |
| Gründung | 1968 |
| Auflösung | 1973 |
| Auflösungsgrund | Insolvenz |
| Sitz | Turin, Italien |
| Branche | Karosseriebauunternehmen |
Eurostyle Costruzione Carrozzerie e Automobili (kurz: Eurostyle) war ein kurzlebiger italienischer Hersteller von Automobilkarosserien aus Turin, der in erster Linie Ausstellungsstücke produzierte. Nur in einem Fall kam es zu einer begrenzten Serienfertigung. Eurostyle gestaltete keine eigenen Entwürfe, sondern setzte lediglich die Kreationen verschiedener Designer handwerklich um.
Eurostyle wurde 1968 von Mario Gatto und Gino Marega gegründet.
Im Debütjahr fertigte das Unternehmen den Eurostyle 1600, ein Ausstellungsstück auf der Basis des Fiat 125 mit Fließheckkarosserie. Im folgenden Jahr entstand bei Eurostyle der Porsche 914 Kombi mit Klappscheinwerfern und Steilheck, der einem Entwurf von Albrecht Graf von Goertz folgte und das Thema des Ferrari 250 GT SWB Breadvan variierte. Der Wagen wurde auf dem Turiner Autosalon 1970 gezeigt. Eine Serienfertigung war nicht geplant. 1970 baute Eurostyle schließlich den NSU Nergal.
Das einzige Modell, das Eurostyle in Serie fertigte, war der von L.M.X. Automobile konzipierte und von Franco Scaglione entworfene Sportwagen LMX 2300 HCS. Von 1968 bis 1972 oder 1973 entstanden je nach Quelle zwischen 20 und 50 Fahrzeuge des Coupés mit Kunststoffkarosserie. Nach der Insolvenz von L.M.X. übernahm SAMAS das Projekt und verkaufte noch einmal etwa 20 dieser Fahrzeuge, die nun die Bezeichnung Sirex LMS hatten. Wahrscheinlich handelte es sich dabei um Autos, die Eurostyle bereits 1973 fertiggestellt hatte.
Eurostyle stellte den Betrieb zusammen mit L.M.X. im Laufe des Jahres 1973 ein.