Hengsberg

Hengsberg
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Hengsberg
Hengsberg (Österreich)
Hengsberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Steiermark Steiermark
Politischer Bezirk: Leibnitz
Kfz-Kennzeichen: LB
Fläche: 17,75 km²
Koordinaten: 46° 52′ N, 15° 26′ OKoordinaten: 46° 52′ 10″ N, 15° 26′ 0″ O
Höhe: 351 m ü. A.
Einwohner: 1.578 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 89 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8411
Vorwahlen: 03185, 03182
Gemeindekennziffer: 6 10 17
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Hengsberg 4
8411 Hengsberg
Website: hengsberg.at
Politik
Bürgermeister: Manfred Rechberger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2025)
(15 Mitglieder)
9
2
2
1
1
9 2 2 1 1 
Insgesamt 15 Sitze
  • ÖVP: 9
  • SPÖ: 2
  • FPÖ: 2
  • GRÜNE: 1
  • Liste für ein lebenswertes Hengsberg: 1
Lage von Hengsberg im Bezirk Leibnitz
Lage der Gemeinde Hengsberg im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)Allerheiligen bei WildonArnfelsEhrenhausen an der WeinstraßeEmpersdorfGabersdorfGamlitzGleinstättenGrallaGroßkleinHeiligenkreuz am WaasenHeimschuhHengsbergKitzeck im SausalLangLebring-Sankt MargarethenLeibnitzLeutschach an der WeinstraßeOberhaagRagnitzSankt Andrä-HöchSankt Georgen an der StiefingSankt Johann im SaggautalSankt Nikolai im SausalSankt Veit in der SüdsteiermarkSchwarzautalStraß in SteiermarkTillmitschWagnaWildonSteiermark
Lage der Gemeinde Hengsberg im Bezirk Leibnitz (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Hengsberg von Südosten
Hengsberg von Südosten
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Hengsberg ist eine Gemeinde mit 1578 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) in der westlichen Südsteiermark.

Geografie

Hengsberg liegt südlich von Graz am Ausläufer des Buchkogel im Bezirk Leibnitz im österreichischen Bundesland Steiermark.

Katastralgemeinden

Die Gemeinde besteht aus sechs Katastralgemeinden (Fläche Stand 31. Dezember 2023):

Ortschaften

Ortschaften mit weiteren Ortsteilen sind (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

Gemeindezusammenlegungen

Nachbargemeinden

Je eine der fünf Nachbargemeinden liegt im Bezirk Deutschlandsberg (DL) bzw. im Bezirk Graz-Umgebung (GU).

Dobl-Zwaring (GU) Wildon
Preding (DL) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt
Sankt Nikolai im Sausal Lang

Geschichte

Hengist und Hengesburc um das Jahr 1000 auf einer Karte von 1886
Schloss Freybüchel, um 1820 (lith. J.F. Kaiser)
Pfarrhof Hengsberg

Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 892 (Hengistfeldon). 1045 schenkte König Heinrich III. dem Erzbischof Balduin das königliche Kammergut Leitersdorf an der Laßnitz, gelegen in der Markgrafschaft Gottfrieds und im Forst Sausal „(predium quale visi sumus Liutoldasdorf habere, in comitatu Gotefridi marchionis et foresto Susel iuxta litus Losnicae fluminis situm“).

Der Name „Schrötten“ wird von einer Rodung (mhd. schrôt „abgeschnittenes Stück, Klotz“, auch als Sammelbegriff verwendet für Baumstrünke; mhd. schrôten „(ab)hauen, (ab)schneiden“) abgeleitet.

Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848, die Ortsgemeinden als autonome Körperschaft entstanden 1850.

Nach der Annexion Österreichs 1938 lag die Gemeinde im Reichsgau Steiermark. Ab 1939 errichtete die in Wildon stationierte Gruppe 365 des Reichsarbeitsdienstes in Leitersdorf, Schrötten, Schönberg und Lang sowie in Lichendorf Lager, deren Bewohner an der Laßnitzregulierung arbeiteten. Diese Lager wurden 1945 aufgelöst, an ihren Standorten sind keine oder nur mehr sehr geringe Reste (Geländestufen, Fundamentreste) zu finden. Von 1945 bis 1955 war das Gemeindegebiet Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.

Seit 2009 bildete die Gemeinde zusammen mit den Gemeinden Lang, Lebring-Sankt Margarethen, Stocking, Wildon und Weitendorf die Kleinregion „Kulturpark Hengist“. Bei der Gemeindestrukturreform in der Steiermark wurden der Großteil der Gemeinde Stocking und die Gemeinde Weitendorf ab 2015 mit der Marktgemeinde Wildon zusammengeschlossen, seither sind es statt sechs nur mehr vier Gemeinden in der Kleinregion.

Religionen

Hengsberg war eine Urpfarre seit etwa der 1. Hälfte des 9. Jahrhunderts, Mutterpfarre seit etwa dem 13. Jahrhundert mit den Pfarren Wundschuh, Wildon, Preding, Lang und St. Margarethen. Das Gebiet der Pfarre Hengsberg umfasst heute:

Die evangelische Predigtstation wurde 1926 gegründet. Nach der Schaffung des evangelischen Friedhofes und dem Bau eines Totenhauses mit Glockenturm kam es 1932 zur Errichtung des evangelischen Christus-Kirchleins und dessen Einweihung am 5. Juni 1933. Zum Einzugsgebiet der Predigtstation gehören auch die Gemeinde Sankt Nikolai im Sausal und die Ortschaften Lamberg und Pöls an der Wieserbahn der Gemeinde Dobl-Zwaring (siehe auch: #Weblinks).

Archäologische Fundplätze

Bevölkerungsentwicklung

Hengsberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.323
1880
  
1.480
1890
  
1.366
1900
  
1.338
1910
  
1.311
1923
  
1.323
1934
  
1.278
1939
  
1.400
1951
  
1.167
1961
  
1.134
1971
  
1.150
1981
  
1.156
1991
  
1.196
2001
  
1.406
2011
  
1.400
2021
  
1.490
2026
  
1.578
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

2026 lebten schon 1578 Menschen in Hengsberg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Katholische Pfarrkirche Hengsberg
Evangelische Filialkirche Hengsberg
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Hengsberg

Wirtschaft und Infrastruktur

Der im Jahr 2010 eröffnete Bahnhof Hengsberg der Koralmbahn

Verkehr

Politik

Gemeindeamt

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern. Nach dem Ergebnis der Gemeinderatswahl 2025 setzt sich dieser wie folgt zusammen: 9 ÖVP, 2 SPÖ, 2 FPÖ, 1 GRÜNE und 1 Liste für ein lebenswertes Hengsberg.

Die letzten Gemeinderatswahlen brachten folgende Ergebnisse:
Partei 2025 2020 2015 2010 2005 2000
Stim­men%M. St.%M.St.%M.St.%M. St.%M.St.%M.
ÖVP 514549 431549 455518 500559 460528 486579
SPÖ 140152 211264 172193 302335 300345 256304
FPÖ 115152 203233 109121 120142 112132
Bürgerliste für Hengsberg nicht kandidiert 4250 6171 nicht kandidiert
GRÜNE 6471 nicht kandidiert
Liste für ein lebenswertes Hengsberg 7581 nicht kandidiert
Wahl­berechtigte 1.276 1.224 1.182 1.135 1.119 1.032
Wahl­beteiligung 76 % 66 % 77 % 82 % 81 % 84 %

Bürgermeister seit 1908

Wappen

Das Gemeindewappen wurde von der Steiermärkischen Landesregierung am 11. September 1961 verliehen. Die Blasonierung (Wappenbeschreibung) lautet:

„In goldenem Schild auf grünem Dreiberg, ein steigender Rappenhengst.“

Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Gemeinde

Commons: Hengsberg – Sammlung von Bildern
Pfarren und Kirchen

Einzelnachweise

  1. ↑ Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
  2. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  3. ↑ Chronik Preding (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive)
  4. ↑ Fritz Lochner von Hüttenbach: Die Rodungsnamen der Steiermark. In: Michaela Ofitsch, Christian Zinko: 125 Jahre Indogermanistik in Graz. Festband anläßlich des 125jährigen Bestehens der Forschungseinrichtung ‚Indogermanistik‘ an der Karl-Franzens-Universität Graz. Verlag Leykam, Graz 2000, ISBN 3-7011-0026-8, S. 251.
  5. ↑ Gernot Peter Obersteiner: Baracken in der Landschaft. Das Militärlager in Lebring-Lang. (Memento vom 10. Januar 2017 im Internet Archive) S. 8–13, abgerufen am 11. Juli 2020.
  6. ↑ Hengist-Magazin 1/2004: „Geschichte der Grafen des Enffans 'd Avernas“, S. 21–27 (PDF; 3,3 MB). Artikel „Dat virtus in armis“ von Peter Wiesflecker.
  7. ↑ Bezirkshauptmannschaft Leibnitz: „Verordnung des Bezirkshauptmannes von Leibnitz vom 16. Dezember 2013 über die Erklärung des Waldbestandes am Wildoner Buchkogel zum Pflanzenschutzgebiet.“ In: Grazer Zeitung. Amtsblatt für die Steiermark, 20. Dezember 2013, Jahrgang 2013, 51./52. Stück. ZDB-ID 1291268-2, S. 722–723.
  8. 1 2 Wahlen. Das Land Steiermark, abgerufen am 1. Juni 2025.
  9. ↑ Wahlen. Das Land Steiermark, abgerufen am 6. Dezember 2020.
  10. ↑ LGBl. 1961, 30. Stück, Nr. 92.
  11. ↑ Chronik – Gemeinde Hengsberg. Abgerufen am 6. Dezember 2020.
  12. ↑ Goldenes Priesterjubiläum in Hengsberg gefeiert. In: meinbezirk.at am 5. August 2014, abgerufen am 16. Mai 2019.
  13. ↑ Barbara Mikschofsky: Hengsberg trauert um Altbürgermeister Anton Lienhart. In: Kleine Zeitung. 11. September 2026, abgerufen am 11. September 2026.