Johann Friedrich Wilhelm von Chamier (* 8. März 1789 in Zemmen; † 18. Oktober 1853 in Königsberg i. Pr.) war ein preußischer Generalmajor.
Friedrich Wilhelm von Chamier war ein Angehöriger des Zemmener Stammes des hinterpommerisch-pommerellischen Adelsfamilie von Chamier, aus der zahlreiche Mitglieder in die Preußische Armee eintraten. Seine Eltern waren der Gutsanteilsbesitzer zu Zemmen D Johann Mathias von Chamier (1766–1793) und Catharina Wilhelmina von Chamier (* 1769) aus der Linie Zemmen E.
Chamier begann 1794 seine militärische Laufbahn – wie 17 weitere Angehörige seiner Familie vor und nach ihm – auf der Kadettenanstalt in Stolp und wurde 1805 an das Kadettenhaus in Berlin überwiesen. Gegen Ende des Jahres 1806 wurde er Fähnrich im 3. Neumärkischen Reservebataillon. Er machte den Vierten Koalitionskrieg mit und nahm an der Verteidigung von Danzig teil. Gleich zu Beginn des Jahres 1808 wurde er zum Leib-Infanterieregiment (Nr. 8) versetzt, avancierte jedoch bereits wenige Tage später zum Sekondeleutnant im 2. Brandenburgischen Infanterieregiment (Nr. 12), um gegen Ende des Jahres zum 1. Ostpreußischen Infanterieregiment (Nr. 1) zu gelangen. Während des Russlandfeldzugs 1812 nahm er an den Gefechten bei Schlockhof, Mesothen, wofür er belobigt wurde, und Dalbinkrug teil. In den Befreiungskriegen erhielt er für seinen Einsatz in der Schlacht bei Großgörschen das Eiserne Kreuz II. Klasse, nahm dann an der Schlacht bei Bautzen, der Schlacht an der Katzbach und der Völkerschlacht bei Leipzig teil, wo er verwundet wurde. Es folgten für ihn Kämpfe am Übergang bei Wartenburg, sowie in den Gefechten bei Danigkow, Colditz, Königswartha, Rochlitz, Ludwigsdorf, Löwenberg, Goldberg, Bunzlau, Hochkirch und Reichenbach. Im Januar 1814 avancierte er zum Premierleutnant.
Nach dem Krieg stieg Chamier 1816 zum Kapitän und Kompaniechef sowie 1833 zum Major und Kommandeur des II. Bataillons des 5. Landwehrregiments in Marienburg auf. Zu Beginn des Jahres 1842 wurde er zum 3. Infanterie-Regiment nach Königsberg versetzt und ebendort im März 1843 zum Oberstleutnant befördert. Im Spätsommer 1845 wurde er mit der Führung des 8. Infanterie-Regiments (gen. Leib-Infanterie-Regiment) in Frankfurt (Oder) beauftragt. Chamier erhielt 1846 den Roten Adlerorden III. Klasse mit Schleife, stieg Ende März zum Oberst auf und wurde schließlich am 28. April 1846 zum Regimentskommandeur ernannt. Daran schloss sich am 2. Januar 1849 seine Ernennung zum Kommandeur der 13. Landwehr-Brigade an, bis Chamier schließlich am 4. April 1850 seinen Abschied als Generalmajor mit Pension erhielt.
Friedrich Wilhelm von Chamier heiratete 1819 Wilhelmine Ernestine (genannt Minna) von Ledebur (1799–1876), Tochter des Oberstleutnants Friedrich Heinrich Clamor von Ledebur (1741–1802) und dessen Ehefrau Wilhelmine Friederike Louise von Ledebur geb. von Rauter (1762–1840). Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chamier, Friedrich Wilhelm von |
| ALTERNATIVNAMEN | Chamier, Johann Friedrich Wilhelm von (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | preußischer Generalmajor |
| GEBURTSDATUM | 8. März 1789 |
| GEBURTSORT | Zemmen |
| STERBEDATUM | 18. Oktober 1853 |
| STERBEORT | Königsberg i. Pr. |