Fuenteguinaldo

Gemeinde Fuenteguinaldo
Fuenteguinaldo – Kirche und Wellingtons Hauptquartier
Wappen Karte von Spanien
Fuenteguinaldo (Spanien)
Fuenteguinaldo (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Kastilienleon Kastilien und León
Provinz: Salamanca
Comarca: Ciudad Rodrigo
Gerichtsbezirk: Ciudad Rodrigo
Koordinaten: 40° 26′ N, 6° 41′ WKoordinaten: 40° 26′ N, 6° 41′ W
Höhe: 856 msnm
Fläche: 101,61 km²
Einwohner:635 (Stand: 2025)
Bevölkerungsdichte:6 Einw./km²
Postleitzahl(en): 37540
Gemeindenummer (INE): 37136 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Lourdes Palos
Website: aytofuenteguinaldo.es
Lage des Ortes
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Fuenteguinaldo ist ein westspanischer Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 635 Einwohnern (Stand: 2025) im Südwesten der Provinz Salamanca nahe der Grenze zu Portugal in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage und Klima

Der ca. 860 m hoch gelegene Ort Fuenteguinaldo liegt im Quellgebiet einiger Bäche, die allesamt bereits nach wenigen Kilometern in den Fluss Águeda münden. Die Entfernung zur Provinzhauptstadt Salamanca beträgt ca. 115 km in nordwestlicher Richtung; die sehenswerte Kleinstadt Ciudad Rodrigo ist nur etwa 26 km entfernt. Das an manchen Tagen von Atlantik beeinflusste Klima ist gemäßigt bis mild; Regen (ca. 775 mm/Jahr) fällt mit Ausnahme der Sommermonate übers Jahr verteilt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr18571900195020002020
Einwohner184723782545938678

Der deutliche Bevölkerungsrückgang des Ortes seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe („Höfesterben“) zurückzuführen.

Wirtschaft

Die Landwirtschaft und die Viehzucht bildeten seit jeher die Lebensgrundlage der Bevölkerung des Umlands. Bereits im Mittelalter ließen sich auch Händler, Handwerker und Dienstleister aller Art in dem sich entwickelnden Ort nieder.

Geschichte

Eine erste größere Ansiedlung war das ca. 5 km (Luftlinie) südlich des heutigen Ortes gelegene vettonische Castro de Iruena; diese kann auf das 6. Jahrhundert v. Chr. datiert werden. Römer, Westgoten und Mauren hinterließen keine Spuren. Im Zuge der Rückeroberung (reconquista) der ehemals christlichen Gebiete im 10./11. Jahrhundert dürfte der Ort vom Königreich León neugegründet und durch Christen aus dem Norden der Iberischen Halbinsel besiedelt worden sein (repoblación).

Obwohl der Ort im 15. und 16. Jahrhundert seine Blütezeit erlebte, war er aufgrund seiner strategischen Lage zwischen der portugiesischen Grenze und Salamanca immer wieder Schauplatz von kriegerischen Auseinandersetzungen. Beim Comuneros-Aufstand (1520–1522) war die Stadt zweigeteilt in Anhänger und Gegner Karls I. von Spanien.

Während der Napoleonischen Kriege (ca. 1810) machte der britische Generalleutnant Wellington den Ort zeitweise zu seinem Hauptquartier, was ca. ein Jahr später seine teilweise Zerstörung zur Folge hatte.

Sehenswürdigkeiten

Verraco-Figur im Castro de Irueña
Umgebung

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Fuenteguinaldo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:ALTITUD
  2. ↑ Gesamtzahl der Dateien Geografische Nomenklatur der Gemeinden und Bevölkerungseinheiten: 1 Datei:MUNICIIOS.csv Spalte:SUPERFICIE
  3. ↑ Instituto Nacional de Estadística Municipal Register of Spain
  4. ↑ Fuenteguinaldo – Bevölkerungsentwicklung
  5. ↑ Fuenteguinaldo – Kirche
  6. ↑ Fuenteguinaldo – Ermita
  7. ↑ Fuenteguinaldo – Castro de Irueña