Geinberg

Geinberg
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Geinberg
Geinberg (Österreich)
Geinberg (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Ried
Kfz-Kennzeichen: RI
Fläche: 14,04 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 13° 18′ OKoordinaten: 48° 15′ 52″ N, 13° 17′ 41″ O
Höhe: 403 m ü. A.
Einwohner: 1.433 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 102 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4943
Vorwahl: 07723
Gemeindekennziffer: 4 12 07
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfstraße 9
4943 Geinberg
Website: geinberg.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Franz Ludwig Reitinger (FPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(19 Mitglieder)
8
7
3
1
8 7 3 1 
Insgesamt 19 Sitze
Lage von Geinberg im Bezirk Ried
Lage der Gemeinde Geinberg im Bezirk Ried (anklickbare Karte)AndrichsfurtAntiesenhofenAurolzmünsterEberschwangEitzingGeiersberg (Oberösterreich)GeinbergGurtenHohenzellKirchdorf am InnKirchheim im InnkreisLambrechtenLohnsburg am KobernaußerwaldMehrnbachMettmachMörschwangMühlheim am InnNeuhofen im InnkreisObernberg am InnOrt im InnkreisPattighamPeterskirchenPrametReichersbergRied im InnkreisSchildornSenftenbachSt. Georgen bei Obernberg am InnSt. Marienkirchen am HausruckSt. Martin im InnkreisTaiskirchen im InnkreisTumeltshamUtzenaichWaldzellWeilbachWippenhamOberösterreich
Lage der Gemeinde Geinberg im Bezirk Ried (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Geinberg ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Ried im Innviertel mit 1433 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Ried im Innkreis.

Geografie

Geinberg liegt auf 403 Meter Höhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,2 Kilometer, von West nach Ost 5,5 Kilometer. Die Gesamtfläche beträgt 14 Quadratkilometer. 17,9 Prozent der Fläche sind bewaldet, 71,4 Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

  • Durchham (72)
  • Ellreching (8)
  • Geinberg (734)
  • Hart (37)
  • Haudering (27)
  • Kager (29)
  • Moosham (204)
  • Neuhaus (122)
  • Nonsbach (48)
  • Oberaichet (58) samt Oberaichet-Siedlung
  • Winten (94)

Nachbargemeinden

Zwei der sechs Nachbargemeinden liegen im Bezirk Braunau (BR).

Mühlheim am Inn Kirchdorf am Inn St. Georgen
Altheim (BR) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Gurten
Polling im Innkreis (BR)

Geschichte

Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals 'Innbaiern') zu Österreich. Geinberg war eine Patronatskirche der Grafen Aham, die auf dem Schloss Neuhaus im Gemeindegebiet von Geinberg ihren Sitz hatten. Joseph Matthias Franz Xaver Benedict Graf von Aham und Neuhaus (1820–1881) starb hier als Letzter des Geschlechtes und wurde im Stift Reichersberg begraben.

Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1816 endgültig zu Oberösterreich.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

Geschichte der Therme Geinberg

Bereits kurz nach 1945 gab es in Geinberg erste Ideen, den Ort als Thermal-, Kur- bzw. Badeort zu etablieren. Es dauerte jedoch mehr als 50 Jahre, bis aus der Vision Realität wurde. Aufgrund der Breitenwirkung und der Bedeutung für die Region hat die Therme Geinberg Leitprojekt-Charakter.

Einwohnerentwicklung

Geinberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
920
1880
  
1.040
1890
  
1.037
1900
  
1.077
1910
  
1.206
1923
  
1.224
1934
  
1.185
1939
  
1.122
1951
  
1.309
1961
  
1.335
1971
  
1.418
1981
  
1.323
1991
  
1.271
2001
  
1.317
2011
  
1.385
2021
  
1.443
2026
  
1.433
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.271 Einwohner, 2001 dann 1.317 Einwohner. Da die Geburtenbilanz und die Wanderungsbilanz auch bis 2011 positiv blieben, stieg die Bevölkerungszahl auf 1.385 im Jahr 2011.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Schloss Neuhaus
Pfarrkirche Geinberg
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Geinberg

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

In Geinberg gibt es ein Schulzentrum mit zwei Schulen und einem Kindergarten:

Vereine

In der Gemeinde Geinberg sind insgesamt 25 Vereine und zwei Freiwillige Feuerwehren (Körperschaft des öffentlichen Rechts) ansässig.

Politik

Gemeindeamt Geinberg

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Bürgermeister

  • 1849–1851 Graf Josef von Aham, Schlossbesitzer
  • 1851–1861 Johann Gollhammer, Bauer
  • 1861–1864 Josef Draxlbauer, Bauer
  • 1864–1867 Michael Winhart, Gastwirt
  • 1867–1870 Graf Josef von Aham, Schlossbesitzer
  • 1870–1873 Josef Lobmaier, Bauer
  • 1873–1876 Josef Spindler, Bauer
  • 1876–1879 Michael Reiter, Bauer
  • 1879–1882 Engelbert Nöbauer, Bauer
  • 1882–1885 Johann Zollner, Bauer
  • 1885–1888 Josef Bründl, Fleischhauer
  • 1888–1891 Josef Schrems, Bauer
  • 1891–1894 Wenzl Grünbart, Bauer
  • 1894–1897 Johann Winklhammer, Bauer
  • 1897–1900 Heinrich Weishäupl, Bauer
  • 1900–1903 Franz Reitinger, Bauer
  • 1903–1906 Leopold Würtinger, Bauer
  • 1906–1909 Johann Bleckenwegner, Bauer
  • 1909–1912 Josef Spindler, Bauer
  • 1912–1919 Johann Stadler, Bauer
  • 1919–1929 Georg Wiesbauer, Bauer
  • 1929–1938 Karl Nöbauer, Bauer
  • 1938–1945 Georg Grünbart, Bankdirektor
  • 1945–1947 Engelbert Lobmaier, Bauer
  • 1947–1951 Josef Spindler, Bauer
  • 1951–1955 Johann Lobmaier, Bauer
  • 1955–1976 Georg Grünbart, Landesrat i. R.
  • 1976–1991 Josef Hartl (ÖVP)
  • 1991–2020 Bernhard Schöppl (FPÖ)
  • seit 2020 Franz Ludwig Reitinger (FPÖ)

(Quelle:)

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens:

Gespalten; rechts in Silber ein roter, linksgewendeter aufgerichteter Leopard, links in Blau ein silbernes Garbenbündel aus fünf stilisierten Ähren.

Die Gemeindefarben sind Blau-Weiß-Rot-Weiß.

Das Gemeindewappen wurde 1966 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehen. Der Leopard ist dem Stammwappen der Ahamer entnommen, die fast 600 Jahre lang im Besitz von Schloss Neuhaus waren. Das Ährenbündel steht für die Bedeutung der Landwirtschaft und die hohe Produktivität der im Gemeindegebiet wirkenden bäuerlichen Genossenschaften, deren Erzeugungsvolumen 1966 an dritter Stelle in Oberösterreich stand. Die Farben des Wappens und der Fahne (weiß-blau und weiß-rot) erinnern an die ehemalige Zugehörigkeit des Ortes zu Bayern und die heutige zu Oberösterreich.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Mit der Gemeinde verbundene Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Geinberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemeinderatswahl 2021. In: Politik › Wahlergebnisse. Gemeindeamt Geinberg, 2021. Auf Geinberg.OOe.gv.at, abgerufen am 11. Oktober 2021.
  2. ↑ Land Oberösterreich – Geografische Daten der Gemeinde Geinberg (Memento des Originals vom 5. Januar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis..
  3. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  4. ↑ Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Geinberg, Bevölkerungsentwicklung. (PDF) Abgerufen am 9. April 2019.
  5. ↑ Gemeinde Geinberg, Gemeindeamt, Schule und Bildung. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. Juli 2019; abgerufen am 9. April 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ Manuel Mann, Schöppl Bernhard: Geinberg. Abgerufen am 2. Juli 2020 (österreichisches Deutsch).
  7. ↑ Wahlen Oberösterreich 2021. In: orf.at. Abgerufen am 15. März 2024.
  8. ↑ Otto Haubner: Geinberg. Hrsg.: Gemeinde Geinberg. Oberösterreichischer Landesverlag, Ried im Innkreis 1973.
  9. ↑ Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs (2. Nachtrag). In: Oberösterreichische Heimatblätter. Heft 1/2, 1970, S. 53–54 (ooegeschichte.at [PDF; 1,6 MB]).