Geretsberg | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Braunau | |
| Kfz-Kennzeichen: | BR | |
| Fläche: | 37,54 km² | |
| Koordinaten: | 48° 5′ N, 12° 56′ O | |
| Höhe: | 491 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.203 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 32 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 5121, 5131, 5132, 5133 | |
| Vorwahl: | 07748 | |
| Gemeindekennziffer: | 4 04 09 | |
| NUTS-Region | AT311 | |
| UN/LOCODE | AT GTR | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Geretsberg 21 5132 Geretsberg | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Johann Ferdinand Brunthaler (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2021) (13 Mitglieder) |
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Hauptort Geretsberg von Süden | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Geretsberg ist eine ländlich geprägte Gemeinde mit 1203 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Bezirk Braunau im Innviertel in Oberösterreich. Der zuständige Gerichtsbezirk ist der Gerichtsbezirk Mattighofen, bis 2004 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Wildshut.
Geretsberg liegt auf 495 Meter Seehöhe im Innviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,5 Kilometer und von West nach Ost 9 Kilometer. Die Gesamtfläche beträgt 37,52 km², von denen 68,9 Prozent bewaldet sind und 27,1 Prozent landwirtschaftlich genutzt werden. Die Gemeinde ist flächenmäßig die sechstgrößte Gemeinde im Bezirk Braunau und erstreckt sich im Oberen Innviertel zwischen dem Weilhartsforst und dem Ibmer Moor. Die Moränenlandschaft der Gemeinde Geretsberg wurde hauptsächlich vom Salzachgletscher der letzten Eiszeit geprägt, der bis nach Geretsberg reichte. Endmoränen dieses Gletschers bilden eine Geländekante, die sich durch das gesamte Gemeindegebiet zieht. Eine der höchsten Erhebungen davon ist der Gipfelberg, dessen Südseite eine freie Sicht vom Höllengebirge bis in die Bayerischen Alpen gewährt.
Das Gemeindegebiet umfasst folgende 19 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):
Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Geretsberg, Lehrsberg und Werberg.
| Hochburg-Ach | Gilgenberg am Weilhart | |
| Tarsdorf | Eggelsberg | |
| Ostermiething, Haigermoos | Franking |
Seit Gründung des Herzogtums Bayern war der Ort bis 1779 bayrisch und kam nach dem Frieden von Teschen mit dem Innviertel (damals „Innbaiern“) zu Österreich. Während der Napoleonischen Kriege wieder kurz bayrisch, gehört er seit 1814 endgültig zu Oberösterreich. Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.
Im östlichen Teil des Weilhartsforsts wurde 1953 bei Ausschachtungsarbeiten eine Münze aus der mittleren römischen Kaiserzeit gefunden.
| Geretsberg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
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| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 734 | |||
| 1880 | 788 | |||
| 1890 | 794 | |||
| 1900 | 775 | |||
| 1910 | 851 | |||
| 1923 | 875 | |||
| 1934 | 844 | |||
| 1939 | 810 | |||
| 1951 | 905 | |||
| 1961 | 826 | |||
| 1971 | 919 | |||
| 1981 | 945 | |||
| 1991 | 1.084 | |||
| 2001 | 1.063 | |||
| 2011 | 1.073 | |||
| 2021 | 1.167 | |||
| 2026 | 1.203 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1.084 Einwohner, 2001 dann 1.063 Einwohner. Der Rückgang erfolgte trotz positiver Geburtenbilanz, da die Abwanderung stärker war. Bis 2011 blieb zwar die Wanderungsbilanz negativ, konnte aber durch die Geburtenbilanz wettgemacht werden, sodass die Bevölkerungszahl auf 1.073 zunahm und im Jahr 2025 einen neuen Höchstwert von 1.193 erreichte.

Geretsberg ist Teil der Tourismusregion Seelentium. Der große Anteil am Weilhartsforst macht Geretsberg zu einem beliebten Ausflugsort für Wanderer und Radfahrer. Das 2011 eingeweihte Geretsberger Friedenspanorama bietet einen Ausblick auf die österreichischen und bayerischen Alpen.
In Geretsberg gibt es eine Volksschule mit momentan vier Schulstufen und drei Lehrern. Projekte sind „Gesunde Schuljause“, Schwimmen (jedes Kind hat mindestens einen Schwimmschein des ÖJRK, wenn es aus der Volksschule kommt) und „Lesen ist wieder in“ sowie freiwillig Flötenunterricht und Einführung in die EDV.
In Geretsberg gibt es den Fußballverein Sportunion Geretsberg. Insbesondere die Frauenmannschaft ist über einen längeren Zeitraum mit Erfolgen hervorgetreten und spielt derzeit in einer Spielgemeinschaft mit dem SV Bürmoos in der 2. Österreichischen Bundesliga. Die Männermannschaft spielt aktuell in der 2. Klasse Südwest des Oberösterreichischen Fußballverbands und konnte zuletzt in der Saison 2023/2024 den Meistertitel in der 2. Klasse Südwest erreichen.
Über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist das Geretsberger Fußballnachwuchsturnier, genannt Grenzland-Pfingstturnier, das erstmals 1996 ausgetragen wurde.

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder. Nach den Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen in Oberösterreich hatte/hat der Gemeinderat folgende Verteilungen:

Blasonierung: In Silber auf grünem Dreiberg ein blauer, gefranster Enzian mit grünem Kelch und zwei grünen Blättern. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Blau.
Das 1979 verliehene Gemeindewappen zeigt mit dem Enzian eine für die Gegend typische Pflanze und verweist insbesondere auf das zum Naturschutzgebiet erklärte Jackenmoos auf dem Mühlberg. Der Dreiberg steht für den Gemeindenamen und die Lage in der hügeligen Moränenlandschaft des Weilhart.