| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 24′ N, 7° 17′ O | |
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Emsland | |
| Höhe: | 43 m ü. NHN | |
| Fläche: | 139,56 km² | |
| Einwohner: | 10.544 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 76 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 48488 | |
| Vorwahl: | 05903 | |
| Kfz-Kennzeichen: | EL | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 4 54 010 | |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortschaften | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Magistratsstraße 5 48488 Emsbüren | |
| Website: | www.emsbueren.de | |
| Bürgermeister: | Markus Silies (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Emsbüren im Landkreis Emsland | ||
Emsbüren ist eine Einheitsgemeinde im südlichen Landkreis Emsland in Niedersachsen. Der Name der Gemeinde wird auf der zweiten Silbe betont. Emsbüren grenzt im Westen an Engden und Wietmarschen, im Norden an die Stadt Lingen, im Osten an die Samtgemeinde Spelle und im Süden an die Gemeinde Salzbergen sowie die Stadt Schüttorf. Seit August 2007 ist Emsbüren – als erste niedersächsische Kommune – offiziell anerkannter Ausflugsort.
Emsbüren liegt an der Ems, der Großen Aa sowie der Speller Aa im Städtedreieck Lingen–Rheine–Nordhorn. Südwestlich liegt das Autobahnkreuz Schüttorf (A 31/A 30), nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Emsbüren liegt auf der Endmoräne der Elstereiszeit, einem Ausläufer des Teutoburger Waldes.
Die Gemeinde ist in acht Ortschaften (laut NKomVG) gegliedert, in denen jeweils ein Ortsrat gewählt wird.
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Stand: 1. Januar 2023
Das Gemeindegebiet von Emsbüren liegt hydrologisch im Flusssystem der Ems.
Es wird von mehreren Fließgewässern sowie künstlich angelegten Wasserstraßen durchzogen. Bedeutendstes Gewässer ist die Ems, die die Gemeinde in Nord-Süd-Richtung durchquert und das Landschaftsbild der Emsauen prägt. Daneben verlaufen mit dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Ems-Vechte-Kanal zwei wichtige künstliche Wasserstraßen durch das Gemeindegebiet.
Zu den natürlichen Nebenflüssen zählen insbesondere die Große Aa sowie die Speller Aa.
Als stehendes Gewässer ist der Ahlder Pool hervorzuheben, ein nährstoffarmer Heideweiher in Ahlde, der aufgrund seiner besonderen Flora unter Naturschutz steht (NSW WE 046).
Es gibt mehrere Moor- und Feuchtgebiete, die überwiegend als Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Zu den bedeutendsten Moorstandorten zählt das Lescheder Keienvenn, ein etwa fünf Hektar großes Naturschutzgebiet nordwestlich des Ortskerns (NSG WE 047). Es handelt sich um ein Flachmoor mit typischer Vegetation aus Röhricht, Weidengebüschen und randlich angrenzenden Kiefernforsten, das vollständig von landwirtschaftlichen Nutzflächen umgeben ist.
In unmittelbarer Nähe befindet sich das Naturschutzgebiet Lescheder Venne (NSG WE 169), das zwar primär durch Heideweiher geprägt ist, jedoch funktional ebenfalls zu den Feuchtgebieten zählt. Die Gewässer liegen in einer durch Dünen geprägten Landschaft und sind von einer hydrologischen Schutzzone umgeben, die den Wasserhaushalt stabilisieren soll.
Ein größerer, gemeindeübergreifender Moor- und Heidekomplex ist das Naturschutzgebiet Engdener Wüste/Heseper Moor (Nordhorn Range) (NSG WE 188). Dieses rund 1.012 ha große Gebiet erstreckt sich teilweise auch auf das Gemeindegebiet von Emsbüren. Es umfasst Reste ehemals ausgedehnter Moor- und Heidelandschaften und besitzt eine besondere Bedeutung für den Naturschutz, unter anderem als Bestandteil eines EU-Vogelschutzgebietes.
Der Ortsname Emsbüren (alt: Büren) wird vom niederdeutschen -büren, -bur(en) hergeleitet und kommt althochdeutsch als būr für „kleines Haus“ etc., mittelniederländisch buur für „Wohnung, Dorf“ vor. Bereits 1181 und nicht wie auf Grund einer gefälschten Urkunde lange angenommen 819 wird die St.-Andreas-Kirche erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort lag im Grenzgebiet von Venkigau und Bursibant. So kommt es, dass wesentliche Teile der Ortschaft zum Bursibant gerechnet wurden, einige aber auch zum Venkigau. Zum „Kirchspiel Emsbüren“ – kurz „Kespel“, abgeleitet von Kerkspell – gehörten früher 14 Bauerschaften, die sich zum Teil selbst verwalteten und sich unterschiedlich entwickelten: Einige sind Bauerschaften geblieben, andere haben sich zu selbstständigen Orten entwickelt.
Seit dem 13. Jahrhundert gehörte Emsbüren zum Oberstift Münster. In Emsbüren existierte neben dem Gogericht, das ausschließlich für das Kirchspiel Emsbüren zuständig war, noch ein königlich herzogliches Freigericht für die Freiheit Emsbüren und Schepsdorf. Das Gogericht Emsbüren gehörte zwar zum Amt Rheine-Bevergern, wurde aber als selbstständig betrachtet. Da aber dieses Gogericht stets an die Grafen von Bentheim verpfändet war, übten letztendlich diese die Gerichtsbarkeit aus. Die Tätigkeit des Richthofes (Richthofstraße, Richters Esch) ist durch zahlreiche Quellen und ein Gerichtssiegel (1591) belegt. Der Richthof soll auch der Platz gewesen sein, den Liudger als Zwischenstation auf dem Weg in seine Missionsgebiete an der Emsmündung nutzte.
Der Münzfund von Emsbüren ist ein Schatz mit 10 deutschen und französischen Goldmünzen aus dem 14. Jahrhundert, der in den Jahren 2020 und 2021 am Waldrand eines Ackers gefunden wurde. Wer die zu ihrer Zeit wertvollen Münzen dort verborgen haben könnte, ist nicht bekannt.
Als während der Herrschaft Napoleons die Amtsvogtei Emsbüren etabliert wurde, gelangten die Besitzungen des Richthofes zunächst an den Herzog von Looz-Corswarem, der auf Schloss Bentlage bei Rheine residierte. In der Folgezeit wechselte das Kirchspiel mehrfach den Landesherrn. Bei der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress wurde es 1815 dem Königreich Hannover zugeteilt und 1866 preußische Provinz. Dort gehörte es zum Amt Lingen, nach der preußischen Annexion Hannovers zum Landkreis Lingen, der 1977 Teil des Landkreises Emsland wurde.
Am 1. Januar 1965 begann mit der freiwilligen Bildung der Samtgemeinde Emsbüren aus den Gemeinden Berge, Emsbüren und Mehringen ein neuer Abschnitt in der Geschichte des alten Kirchspiels. 1967 wurde diese Samtgemeinde um die Gemeinden Ahlde, Bernte, Elbergen, Gleesen und Leschede erweitert und hieß fortan „Samtgemeinde Kirchspiel Emsbüren“. Diese Entwicklung fand 1974 durch die Gemeindereform in Niedersachsen ihren Abschluss. Emsbüren gab Teile von Ahlde und Mehringen an Salzbergen ab, Listrup kam zur neuen Gemeinde Emsbüren.
| Einwohnerzahl | 1880 | 1900 | 1925 | 1933 | 1939 | 1950 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ahlde | 410 | 418 | 501 | 585 | 604 | 784 |
| Berge | 414 | 414 | 471 | 502 | 499 | 726 |
| Bernte | 232 | 246 | 261 | 268 | 256 | 316 |
| Bexten-Listrup | 462 | 449 | 574 | 631 | 630 | 927 |
| Elbergen | 263 | 292 | 340 | 344 | 357 | 577 |
| Emsbüren | 481 | 550 | 683 | 679 | 659 | 1.011 |
| Gleesen | 424 | 450 | 544 | 558 | 572 | 887 |
| Leschede | 387 | 408 | 573 | 618 | 724 | 1.050 |
| Mehringen | 275 | 350 | 435 | 449 | 455 | 652 |
Wie der gesamte Landkreis Emsland, ist auch die Gemeinde Emsbüren traditionell von der katholischen Kirche geprägt. Dies hängt damit zusammen, dass das Emsland Teil des Hochstift Münster war. Die Konfessionen in Emsbüren verteilen sich daher wie folgt:
(Stand 1. Januar 2007)
Emsbüren hat seit 1974 den Status einer Einheitsgemeinde.
Der Gemeinderat der Gemeinde Emsbüren besteht aus 26 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Gemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.001 und 11.000 Einwohnern.
Die allgemeine Wahlperiode beginnt am 1. November nach der letzten Wahl und endet nach fünf Jahren zum 31. Oktober.
Stimmberechtigt im Gemeinderat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Bernhard Overberg.
Bei der Kommunalwahl zum Gemeinderat am 13. September 2026 kam es zu folgenden Ergebnissen:
SPD, Grüne und FDP bildeten in der Wahlperiode 2021–2026 eine Gruppe.
Bei der Kommunalwahl am 10. September 2006 wurde Bernhard Overberg (parteilos) zum Bürgermeister gewählt. Er konnte sich mit 61,23 % der Stimmen im ersten Wahlgang gegen den bisherigen Bürgermeister Norbert Verst (CDU) durchsetzen.
Nach seiner ersten Amtszeit wurde er am 15. Juni 2014 in einer Stichwahl mit 55,03 % der Stimmen wiedergewählt. Sein Gegenkandidat in der Stichwahl war Klaus Hemme (CDU). In der vorhergehenden Bürgermeisterwahl vom 25. Mai 2014 schied der dritte Kandidat, Dieter Bünker (parteilos), mit 20,27 % der Stimmen aus.
Bei der Bürgermeisterwahl am 12. September 2021 trat der Amtsinhaber nicht erneut an. Der einzige Kandidat Markus Silies (CDU) wurde mit 83,34 % Zustimmung gewählt und trat das Amt am 1. November 2021 an. Bei der Bürgermeisterwahl am 13. September 2026 wurde Markus Silies mit 90,3 % erneut gewählt.
Bei den Kommunalwahlen werden in den Ortschaften Ortsräte gewählt. Nach der Kommunalwahl 2021 wurden die in der Tabelle aufgeführten Ortsbürgermeister gewählt.
| Ortschaft | Ortsratsmitglieder | Ortsbürgermeister |
|---|---|---|
| Ahlde | 9 | Martin Otten |
| Berge | 11 | Matthias Sils |
| Elbergen | 9 | Bernhard Klüsener |
| Emsbüren | 11 | Berthold Kruse |
| Gleesen | 9 | Thomas Schütte |
| Leschede | 11 | Andreas Hofschröer |
| Listrup | 9 | Peter Boemanns |
| Mehringen | 11 | Reinhard Piepel |
Dem Ortsrat des Kernorts Emsbüren gehören 11 Mitglieder an. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die allgemeine Wahlperiode beginnt am 1. November nach der letzten Wahl und endet nach fünf Jahren zum 31. Oktober.
Das Ergebnis der vergangenen Wahlen :
| Partei | 2026 | 2021 |
|---|---|---|
| CDU | 8 | 7 |
| SPD | 3 | 4 |
Das Wappen der Gemeinde Emsbüren zeigt auf goldenem Grund ein schmales rotes Andreaskreuz, belegt mit einem senkrechten blauen Wellenpfahl.
Der Heilige Andreas tauchte mit seinem Symbol, dem schrägen Kreuz, bereits in einem Siegel des Freigerichts Emsbüren mit der Jahreszahl 1591 auf. Der blaue Wellenpfahl stellt die Ems dar. Der gelbe Untergrund steht für die Getreidefelder der Ortschaft und versinnbildlicht somit die Landwirtschaft.
Die Farben der Flagge sind gelb/rot/gelb. Sie zeigt im mittleren roten Feld das Gemeindewappen.

| Linie | Verlauf | Takt | Betreiber |
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| RE 15 | Emsland-Express: (Emden Außenhafen –) (nur bei Schiffsverkehr) Emden Hbf – Leer (Ostfriesl) – Papenburg (Ems) – Aschendorf – Dörpen – Lathen – Haren (Ems) – Meppen – Geeste – Lingen (Ems) – Leschede – Salzbergen – Rheine – (Rheine-Mesum –)* Emsdetten – (Reckenfeld –)* Greven (← (Münster Zentrum Nord –)* Münster (Westf) Hbf * nur einzelne Züge Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2023 | 60 min | WestfalenBahn |