Grancia

Grancia
Wappen von Grancia
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Paradiso
BFS-Nr.: 5186i1f3f4
Postleitzahl: 6921
Koordinaten: 715445 / 91776Koordinaten: 45° 58′ 4″ N, 8° 55′ 41″ O; CH1903: 715445 / 91776
Höhe: 320 m ü. M.
Höhenbereich: 286–438 m ü. M.
Fläche: 0,61 km²
Einwohner: 457 (1. Januar 2026)
Einwohnerdichte: 749 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
33,7 %
(1. Januar 2026)
Website: www.grancia.ch
Das Dorf Grancia von Westen aus gesehen mit Autobahn im Vordergrund
Das Dorf Grancia von Westen aus gesehen mit Autobahn im Vordergrund
Lage der Gemeinde
Karte von GranciaLago MaggioreLago DelioLago di PianoLago di OriglioLago di MuzzanoLuganerseeComer SeeItalienItalienItalienKanton GraubündenBezirk BellinzonaBezirk LocarnoBezirk MendrisioAgno TIBioggioCademarioMuzzano TIVernate TIAlto MalcantoneArannoLema TICapriascaCapriascaOriglioPonte CapriascaPonte CapriascaKommunanz Capriasca/LuganoCollina d’OroGranciaMelide TIMorcoteParadiso TIVico MorcoteArognoBissoneBrusino ArsizioVal MaraLuganoCaslanoCurio TICurio TIMagliasoNeggioTresa TIPura TIBediglioraBedanoGravesanoManno TIMezzovico-ViraMezzovico-ViraMonteceneriTorricella-TaverneCadempinoCanobbioComano TICuregliaLamoneMassagnoPorzaSavosaSorengoVezia
Karte von Grancia
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Grancia ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Sie gehört zum Kreis Paradiso im Bezirk Lugano.

Geographie

Grancia liegt im Tal des Scairolo 5 km südlich von Lugano und ebensoweit nördlich von Morcote. Das Westportal des Autobahn A2-Tunnels nach Melide liegt unmittelbar südlich des Siedlungsgebietes.

Die Nachbargemeinden sind Collina d’Oro und Lugano.

Geschichte

Um das Jahr 1187 wurde Grancia als Grancie erstmals urkundlich erwähnt. Das Kloster Santa Maria in Torrello (in der Gemeinde Carona) unterhielt Ende des 13. Jahrhunderts eine Filialkapelle oder -kirche. Im Mittelalter lagerten in Grancia grosse Kornmengen, die aus Norditalien angeliefert und in den Mühlen am Scairolo verarbeitet wurden. Im Jahr 1608 trennte sich die Kirche San Carpoforo von der Pfarrei San Pietro in Pambio. Seit der Abspaltung von Carabbia im Jahr 1825 ist Grancia eine selbständige Gemeinde.

Bevölkerung

Im Dorf Grancia
Grancia: Einwohnerzahlen von 1683 bis 2024
Jahr  Einwohner
1683
  
110
1719
  
112
1769
  
112
1836
  
124
1850
  
104
1860
  
129
1870
  
99
1880
  
91
1888
  
116
1900
  
139
1910
  
146
1920
  
?
1930
  
148
1941
  
149
1950
  
142
1960
  
152
1970
  
202
1980
  
255
1990
  
316
1991
  
310
1992
  
301
1993
  
292
1994
  
291
1995
  
313
1996
  
336
1997
  
343
1998
  
365
1999
  
368
2000
  
377
2001
  
386
2002
  
378
2003
  
381
2004
  
389
2005
  
391
2006
  
432
2007
  
445
2008
  
479
2009
  
497
2010
  
489
2011
  
479
2012
  
496
2013
  
505
2014
  
524
2015
  
519
2016
  
526
2017
  
515
2018
  
492
2019
  
463
2020
  
477
2021
  
479
2022
  
473
2023
  
455
2024
  
468
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024

Wirtschaft

Im 19. Jahrhundert nahm der erste Industriebetrieb den Betrieb auf, eine Ziegelei. Seit dem Bau der Autobahn A2 im Jahr 1966 und mit der Bildung der Gewerbezone sowie dem Bau grosser Tanklager gegen Ende des 20. Jahrhunderts wandelte sich die Gemeinde stark. 1991 wurde das Einkaufszentrum «Centro Lugano Sud» eröffnet.

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche San Cristoforo in Grancia
Statue La Meditazione von Vincenzo Vela

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Grancia – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 kB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 2. Juni 2026.
  6. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 2. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  7. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 2. Juni 2026.
  8. 1 2 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 342–343.