| TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Agra (Begriffsklärung) zu vermeiden. |
| Agra | ||
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| Staat: | ||
| Kanton: | ||
| Bezirk: | Bezirk Lugano | |
| Kreis: | Kreis Paradiso | |
| Gemeinde: | Collina d’Oro | |
| Postleitzahl: | 6927 | |
| frühere BFS-Nr.: | 5142 | |
| Koordinaten: | 714214 / 91726 | |
| Höhe: | 552 m ü. M. | |
| Höhenbereich: | 305–654 m ü. M. | |
| Fläche: | 1,28 km² | |
| Einwohner: | 434 (31.12.2003) | |
| Einwohnerdichte: | 339 Einw. pro km² | |
| Website: | www.collinadoro.com | |
Agra TI | ||
| Karte | ||
Agra (in einheimischer Mundart: []) ist eine Ortschaft der Gemeinde Collina d’Oro im Kreis Paradiso, im Bezirk Lugano im Süden des Schweizer Kantons Tessin. 2004 fusionierte die bis anhin eigenständige Gemeinde mit Gentilino und Montagnola zur neuen Gemeinde Collina d’Oro.
Das Dorf liegt auf 570 m ü. M. am Fusse des Monte Croce auf der Collina d’Oro. Der Ortsname entspricht wahrscheinlich dem in der Tessiner Mundart verbreiteten Wort agra/agru (Berg-Ahorn). Das Toponym geht jedoch auf das lombardische agra – acero – zurück, das sich vom lateinischen acer ableitet und über aceru zu acru zu feminin agra wurde.

Der zu Agra gehörige Weiler Bigogno (Bigonio)
wird 1270 in einem Inventar erwähnt, das den Besitz des Klosters Sant’Abbondio von Como im Valle di Lugano aufführt. Agra ist seit dem späten 13. Jahrhundert urkundlich belegt.
Das Inventar des Domkapitels von Como (1298) nennt in Agra Allodialgüter, bischöfliche Lehen sowie Besitztümer des Klosters Disentis. Im selben Dokument erscheint auch die Kirche San Tommaso in Agra, die zuerst zur Pfarrei San Pietro in Pambio gehörte und 1591 Unterpfarrei wurde. Die Kapelle Sant'Assunta in Bigogno wurde 1609 fertiggestellt. In den Statuten von Como 1335 wird das concilium (Nachbarschaft) von Agra und Premona (alter Name von Barbengo) aufgeführt.
Im Mittelalter bildete Agra mit Barbengo die Vicinìa Concilium de Agra et de Premona, die später Concilium de Agra et Barbencho geheissen wurde.
Das landwirtschaftlich geprägte Dorf war einst geprägt für die Auswanderung von Kunsthandwerkern nach Russland. Das 1912 eröffnete, 1969 wieder geschlossene örtliche Sanatorium war Aufenthaltsort vieler, vor allem deutschsprachiger Persönlichkeiten und Intellektueller, die hier die Monatszeitschrift Die Terrasse publizierten.
Die Einwohnerzahl wuchs bis zum einstweiligen Höchststand um das Jahr 1836 kontinuierlich an. Im anschliessenden Jahrzehnt war eine starke Abnahme zu verzeichnen. Ab 1870 stieg die Zahl der Einwohner bis 1910 leicht an, um sich dann bis 1941 mehr als zu verdoppeln. In den darauffolgenden 50 Jahren nahm die Einwohnerzahl stetig ab, um ab 1990 wieder auf den Wert von 1941 anzusteigen.



Das Dorf liegt an der Strasse Lugano–Agra–Barbengo. Im öffentlichen Verkehr wird Agra von der Postautolinie 62.436 Lugano–Sorengo–Montagnola–Agra und in der Nacht von Samstag auf Sonntag von der Nachtbuslinie 62.473 (Collina d'Oro) erschlossen.