Sorengo liegt auf einer Anhöhe zwischen dem Luganersee und dem kleinen See von Muzzano, an den das Gemeindegebiet grenzt.
Die Nachbargemeinden sind im Norden und Osten die Stadt Lugano, im Süden Collina d’Oro und im Westen Muzzano.
Geschichte
Pfarrkirche Santa Maria Assunta
1189 erwarb das Domkapitel Sorengo Lorenzo von Lugano Zehntrechte in Sorengo. Im Spätmittelalter besassen das Kloster S. Abbondio in Como (ab 1265), das 1298 bezeugte Domkapitel Como und verschiedene bedeutende Familien, darunter die Torriani und die Rusca, Güter in Sorengo, das seit 1298 als Gemeinde belegt ist. Die Siedlung Cortivallo 46.0025228.934858 verfügte bis ins 18. Jahrhundert über eine gewisse Selbstständigkeit. Abwechselnd mit Lugano und Loreto war Sorengo Tagungsort des Generalrats von Stadt und Talschaft Lugano (16. Jahrhundert, 1687 und 1696).
Die Einwohner Sorengos waren nach Lugano kirchgenössig, bis der Ort 1776 eine selbstständige Pfarrei wurde. Die Kirche S. Maria Assunta, die mindestens bis auf das Ende des 11. Jahrhunderts zurückgeht, aber erst 1298 bezeugt ist, wurde zwischen 1566 und 1593 erweitert, dann mehrmals umgebaut sowie 1975/1976 und 1980 bis 1981 renoviert. 1565 gründeten einige Mönche aus Bigorio 46.0701188.958271 neben der Kirche ein Kapuzinerkloster, das 1653 nach Lugano verlegt wurde (Kloster SS. Trinità).
Seit den 1950er Jahren hat sich Sorengo von einem ländlichen Dorf zu einer Wohngemeinde der Agglomeration Lugano entwickelt, was sich im starken Anstieg der Einwohnerzahlen bemerkbar machte. In Sorengo haben seit 1920 die Kinderhilfsorganisation Opera ticinese per l'assistenza alla fanciullezza, seit 1934 die Klinik S. Anna und seit 1986 die amerikanische Privatuniversität Franklin University Switzerland ihren Sitz. 2005 entfielen 96 Prozent der Arbeitsplätze in der Gemeinde auf den Dienstleistungssektor.
Santa Maria Assunta: Romanisches Fresko mit Sankt Protasius (11. Jahrhundert)Pfarrkirche Santa Maria Assunta: HauptaltarPfarrkirche Santa Maria Assunta, Sankt Gaetano Seitenkapelle
Sakrale Bauten
Pfarrkirche Santa Maria Assunta, bezeugt seit 1298, enthält romanische Fresken und Pfarrhaus, ehemaliges Kapuzinerkloster
Kaplanei
Kirchhof
Kapelle der Klinik Sant’Anna (1964), Glasfenster von Emilio Maria Beretta und Kreuzweg
Friedhof mit verschiedenen künstlerischen Grabstellen und Kapelle mit FreskoCrocifisso (Kreuzigung, 1843) von Giovanni Battista Sertorio
Betkapelle im Ortsteil Cremignone, mit Fresko Madonna, Sant’Antonio Abate und San Domenico
Betkapelle San Grato, mit Fresko Madonna col Bambino (Maria mit dem Kind)
Walter Fontana: Sorengo 1962–1982. Il restauro del Centro parrocchiale, Casa del Sagrestano (XII–XVI sec.), Convento dei Cappuccini (XVI–XVII sec.), Chiesa di Santa Maria Assunta. Sorengo 1982.
Virgilio Gilardoni: Il Romanico. Catalogo dei monumenti nella Repubblica e Cantone del Ticino. La Vesconta, Casagrande S.A., Bellinzona 1967, S.124, 248, 490, 495, 558–562.
Mario Redaelli, Walter Fontana: Sorengo Cortivallo Cremignone. Archeologia, Storia, Arte. Edizione Comune di Sorengo, Sorengo 1995; derselbe: Il fondo Cora Carloni e Luigia Carloni Groppi: un contributo alla storia dell’impegno sociale e pedagogico nel Canton Ticino. Edizioni del Comune di Sorengo, Sorengo 2007.