Massagno

Massagno
Wappen von Massagno
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Vezia
BFS-Nr.: 5196i1f3f4
Postleitzahl: 6900
Koordinaten: 716669 / 96836Koordinaten: 46° 0′ 47″ N, 8° 56′ 42″ O; CH1903: 716669 / 96836
Höhe: 352 m ü. M.
Höhenbereich: 324–440 m ü. M.
Fläche: 0,74 km²
Einwohner: 6976 (1. Januar 2026)
Einwohnerdichte: 9427 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
46,6 %
(1. Januar 2026)
Gemeindepräsidentin: Simona Rusconi (Die Mitte)
Website: www.massagno.ch
Lage der Gemeinde
Karte von MassagnoLago MaggioreLago DelioLago di PianoLago di OriglioLago di MuzzanoLuganerseeComer SeeItalienItalienItalienKanton GraubündenBezirk BellinzonaBezirk LocarnoBezirk MendrisioAgno TIBioggioCademarioMuzzano TIVernate TIAlto MalcantoneArannoLema TICapriascaCapriascaOriglioPonte CapriascaPonte CapriascaKommunanz Capriasca/LuganoCollina d’OroGranciaMelide TIMorcoteParadiso TIVico MorcoteArognoBissoneBrusino ArsizioVal MaraLuganoCaslanoCurio TICurio TIMagliasoNeggioTresa TIPura TIBediglioraBedanoGravesanoManno TIMezzovico-ViraMezzovico-ViraMonteceneriTorricella-TaverneCadempinoCanobbioComano TICuregliaLamoneMassagnoPorzaSavosaSorengoVezia
Karte von Massagno
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Der alte Ortsteil Gerso
Wohnblock Albairone

Massagno (ausgesprochen [mas͡sˈaɲɲo]) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Sie gehört zum Kreis Vezia im Bezirk Lugano und grenzt als Vorortsgemeinde direkt an Lugano.

Wappen

Der Baum auf dem Wappen von Massagno ist ein Kastanienbaum. Das Wappen erinnert an die Position der Gemeinde auf einem kastanienreichen Hügel.

Geographie

Massagno hat eine Fläche von 0,74 km² und gehört damit zu den flächenmässig kleinsten Gemeinden der Schweiz (an Position 10 der nach Fläche aufsteigend geordneten, alle 2131 Gemeinden enthaltenden Liste, Stand: 6. April 2025). Die Gemeinde liegt zwischen 361 und 387 m ü. M. Die Nachbargemeinden sind im Süden und Osten Lugano und im Norden Savosa.

Geschichte

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1146 unter dem damaligen Namen Masagnio, 1198 Maxanio. Massagno war schon im Mittelalter eine vicinìa; der Weiler Gerso wurde ihm vermutlich später angeschlossen. Die Stiftskirche San Lorenzo von Lugano besass 1198 dort Grundrechte. Um 1600 sterben bis auf wenige Menschen fast alle Einwohner an der Pestepidemie.

In der Ortschaft Piano di Poverò tagte vom 29. September bis 2. Oktober 1802 das Parlament der alten Vogtei, das gegenüber der Helvetischen Republik die Unabhängigkeit von Lugano proklamierte.

Bevölkerung

«Während des starken demografischen Wachstums der 1960er Jahre wandelte sich Massagno, das früher von der Landwirtschaft und der saisonalen Auswanderung gelebt hatte, vorwiegend zu einer Wohngemeinde mit reger Bautätigkeit.»

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten

Unter allen Schweizer Gemeinden hat Massagno – nach Genf – die zweithöchste Einwohnerdichte, nämlich 9188 Einwohner pro km2 (Liste Schweizer Gemeinden, Stand: 6. April 2025).

Religion

Die alte Kirche «Santa Lucia» von Massagno, abgerissen 1931 zur Verbreiterung der Via del San Gottardo
Piazza Santa Lucia in Massagno (2019)

Bei der Volkszählung 2000 waren 3837 Einwohner oder 68 % römisch-katholisch, während 362 oder 6,5 % der Reformierten Schweizer Kirche angehörten. Es gab 1054 Personen (etwa 19 %), die einer anderen oder keiner Kirche angehörten, und 305 Personen (etwa 5,4 % der Bevölkerung) haben die Frage nicht beantwortet. Es besteht die römisch-katholische Pfarrei Santa Lucia.

Verkehr

Massagno liegt in unmittelbarer Nähe zum SBB-Bahnhof Lugano an der Gotthard-Achse, die durch den 2018 eröffneten Gotthard-Basistunnel führt und damit an deren Hauptachse Zürich – Mailand. Am 4. September 2020 wurde der Ceneri-Basistunnel eröffnet und am 13. Dezember 2020 regulär in Betrieb genommen, der die S-Bahn-Verbindung Luganos (und damit auch Massagnos) zu den Städten Bellinzona und Locarno verbessert hat. Die Reisezeit auf der nun vorhandenen Direktverbindung zwischen Locarno und Lugano hat sich z. B. durch den neuen Tunnel von 55 auf 22 Minuten reduziert.

„Trincea“ in Massagno

Es ist geplant, den „Graben (trincea)“, in dem vor der Nordeinfahrt zum Bahnhof von Lugano die Bahngleise verlaufen und der das Gebiet der Gemeinde Massagno zerschneidet, zu überdecken und auf der entstehenden Fläche einen Park anzulegen.

Massagno liegt direkt an der Auffahrt Lugano-Nord zur Autobahn A2 (Gotthardroute) Basel – Mailand.

Zur Verkehrsgeschichte: Die Lugano-Tesserete-Bahn war eine seit 1907 vom Bahnhof Lugano ausgehende meterspurige Schmalspurbahn nach Tesserete. Die erste Haltestelle nach dem Bahnhof Lugano lag in Massagno. Die Bahn war von Beginn an elektrifiziert; sie wurde 1967 durch eine Buslinie ersetzt.

Politik

Gemeindeparlament

Massagno hat als Legislative ein Gemeindeparlament (Consiglio comunale) mit 30 Sitzen.

Sitzverteilung in den Gemeindewahlen vom 14. April 2024 (Amtsperiode 2024–2028) für das Gemeindeparlament: 13 Sitze für die Mitte (Il Centro), 7 Sitze für die SP und die Grünen (Massagno Rosso Verde), 6 Sitze für FDP. Die Liberalen und die GLP (Partito Liberale Radicale e Verdi Liberale) und 4 Sitze für die Lega und die SVP (UDC).

    
Insgesamt 30 Sitze
  • SP/Grüne: 7
  • Mitte: 13
  • FDP/GLP: 6
  • Lega/SVP: 4

Gemeinderat

Die Exekutive ist der Gemeinderat (Municipio) mit 7 Sitzen. Im Gemeinderat nehmen Einsitz: 3 Vertreter der Mitte, 2 Vertreter der SP/Grünen und je 1 Vertreter der FDP. Die Liberalen/Grünliberalen sowie der Lega/SVP. Dem Gemeinderat steht als Gemeindepräsidentin (Sindaca) Simona Rusconi vor.

Sehenswürdigkeiten

Mario Botta, Einfamilienhaus Robbiani
Massagno. Historisches Luftbild von Werner Friedli (1950)

Unternehmen

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Massagno – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Efren Carbajal: Convert English text to International Phonetic Alphabet symbols. Abgerufen am 26. Juli 2023 (englisch).
  6. ↑ Flags of the World.com abgerufen am 8. Mai 2019
  7. ↑ Liste Schweizer Gemeinden
  8. ↑ Antonio Gili: Massagno. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. Juli 2023.
  9. ↑ Celestino Trezzini: Poverò (Piano di). In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 8: Supplement. Neuenburg 1934, S. 138 (PDF Digitalisat), abgerufen am 9. Oktober 2017
  10. ↑ Antonio Gili: Massagno. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 27. Juli 2023.
  11. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 2. Februar 2025.
  12. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 2. Februar 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  13. ↑ Popolazione residente, secondo la lingua principale e la religione, nel 2000 2011-07-07 auf der Wayback Machine (italienisch,) Zugriff am 17. Mai 2019
  14. ↑ Pfarrei Santa Lucia auf portal.dnb.de (abgerufen am: 31. Mai 2016.)
  15. ↑ Marco Ceriani: Ceneri-Basistunnel: Gegenwärtiger Baufortschritt und Ausblick. In: Tunnel. Band 34, Nr. 4, 2015, ISSN 0722-6241, S. 12–25.
  16. ↑ Un anno decisivo per la trincea. In: CdT.ch (Corriere del Ticino). 13. Januar 2019, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 17. August 2019; abgerufen am 17. August 2019 (italienisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  17. 1 2 Elezioni comunali 2024. Massagno, sommario dei resultati. Repubblica e Cantone Ticino, abgerufen am 14. Juni 2024.
  18. ↑ Composizione del Consiglio comunale. Comune di Massagno, abgerufen am 14. Juni 2024.
  19. ↑ Composizione del Municipio. Comune di Massagno, abgerufen am 14. Juni 2024.
  20. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 291–292.
  21. ↑ Wohnblock Albairone (PDF; 80 kB)
  22. ↑ Wohnblock Albairone auf portal.dnb.de (abgerufen am: 31. Mai 2016.)
  23. ↑ Wohnblock Albairone auf ETHorama
  24. ↑ Apartmenthaus Cate auf portal.dnb.de (abgerufen am: 24. Juni 2016.)
  25. ↑ Casa Cate auf ETHorama
  26. ↑ Nosedo Education Centre in Massagno / CDL Durisch Nolli + Giraudi Radczuweit. 11. März 2019, abgerufen am 1. November 2020 (amerikanisches Englisch).
  27. ↑ Schulzentrum Nosedo Durisch + Nolli. Abgerufen am 1. November 2020.
  28. ↑ Centro Didattico Cantonale auf portal.dnb.de (abgerufen am: 31. Mai 2016.)
  29. ↑ Azienda Elettrica Comunale auf portal.dnb.de (abgerufen am: 31. Mai 2016.)
  30. ↑ Durisch + Nolli Architekten auf portal.dnb.de (abgerufen am: 31. Mai 2016.)
  31. ↑ Football Club Savosa-Massagno (abgerufen am: 31. Januar 2025)
  32. ↑ Società Atletica Massagno in portal.dnb.de (abgerufen am: 31. Mai 2016.)
  33. ↑ Esploratori Tre Pini Massagno
  34. ↑ Guida generale della città di Lugano e dei comuni limitrofi di Paradiso, Castagnola, Viganello, Massagno. auf portal.dnb.de (abgerufen am: 31. Mai 2016.)