Guerstling

Guerstling
Guerstling (Frankreich)
Guerstling (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Bouzonville
Gemeindeverband Bouzonvillois-Trois Frontières
Koordinaten 49° 20′ N, 6° 35′ OKoordinaten: 49° 20′ N, 6° 35′ O
Höhe 185–323 m
Fläche 4,42 km²
Bürgermeister Jean-Luc Dauendorfer
Einwohner 360 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 81 Einw./km²
Postleitzahl 57320
INSEE-Code
Website guerstling.fr

Rathaus (Mairie)
Kirche St. Maurice

Guerstling (deutsch Gerstlingen, früher Gertlingen) ist eine französische Gemeinde mit 360 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Geographie

Die Gemeinde liegt in Lothringen auf einer Anhöhe des rechten Niedufers an der deutsch-französischen Grenze, in Nachbarschaft des saarländischen Niedaltdorf, etwa 42 Kilometer nordöstlich von Metz, zwanzig Kilometer nordnordöstlich von Boulay-Moselle (Bolchen) und fünf Kilometer nordöstlich von Bouzonville (Busendorf).

Zur Gemeinde gehört der an der Nied liegende Weiler Niedwelling (Niedwellingen).

Geschichte

Der Ort gehörte früher zum Herzogtum Lothringen im Heiligen Römischen Reich und wurde 1283 erstmals als Guerselanges erwähnt. Weitere Ortsbezeichnungen waren Gerselinga (1544), Görselingen an der Nied (1555), Gerstlingen sur la Nied (1600), Guerchelin (1742) und Gersling (1779).

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr19621968197519821990199920062019
Einwohner337361348326303343358395

Sehenswürdigkeiten

Literatur

Commons: Guerstling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 360 (google.books.com).