Momerstroff

Momerstroff
Momerstroff (Frankreich)
Momerstroff (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Boulay-Moselle
Gemeindeverband Houve-Pays Boulageois
Koordinaten 49° 10′ N, 6° 32′ OKoordinaten: 49° 10′ N, 6° 32′ O
Höhe 275–372 m
Fläche 6,17 km²
Einwohner 298 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 48 Einw./km²
Postleitzahl 57220
INSEE-Code
Website https://www.momerstroff.fr/

Momerstroff (Momersdorf)
Kirche Mariä Himmelfahrt

Momerstroff (deutsch Momersdorf) ist eine französische Gemeinde mit 298 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Geographie

Die Gemeinde liegt in Lothringen, etwa dreißig Kilometer ostnordöstlich von Metz und 3½ Kilometer südöstlich von Boulay-Moselle (Bolchen), zwischen Creutzwald (Kreuzwald) und Metz.

Geschichte

Schon zu gallo-römischer Zeit gab es hier Siedlungen. Der Ort wurde 1300 erstmals als Momerstorff erwähnt; weitere Ortsbezeichnungen waren Mommestorf (1429) und Momersdorf. Der Ort gehörte früher zur Grafschaft Kriechingen im Heiligen Römischen Reich. Nachdem der König Frankreichs anlässlich der französischen Annexion Lothringens 1766 die Lehenshoheit über die Herrschaft Kriechingen an Nassau-Saarbrücken abgetreten hatte, kam der Ort 1793 erneut an Frankreich.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand bis 1944 unter deutscher Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr1962197519901999200620092019
Einwohner176184203214272270297

Wappen

Das Gemeindewappen zeigt die ehemaligen Abhängigkeiten der Ortschaft: weltlich und heraldisch rechts das Wappen der Grafen von Kriechingen (roter Balken), links kirchlich das Agnus Dei als Attribut der Stiftskirche St. Sauveur in Metz.

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich mehrere Windkraftanlagen.

Literatur

Commons: Momerstroff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 353 (google-books.com).
  2. ↑ Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)