Helmut Konrad

Helmut Konrad (* 29. Jänner 1948 in Wolfsberg, Kärnten) ist ein österreichischer Historiker. Er war von 1993 bis 1997 Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz und dort Leiter des Instituts für Geschichte.

Leben

Nach seiner Matura 1966 in Klagenfurt studierte er an der Universität Wien Geschichte und Germanistik. 1973 schloss er sein Studium mit einer sub-auspiciis-Promotion ab. 1980 folgte seine Habilitation an der Johannes Kepler Universität Linz im Fach Neuere Geschichte und Zeitgeschichte. In dieser Zeit war er auch als Universitätsassistent tätig. 1981 wurde er außerordentlicher Professor in Linz, 1984 ordentlicher Professor für Allgemeine Zeitgeschichte unter Berücksichtigung außereuropäischer Länder und Kulturen an der Universität Graz. Ab 1990 war er an verschiedenen Universitäten Gastprofessor. Außerdem war er zusammen mit Rudolf G. Ardelt und Reinhard Kannonier wissenschaftlicher Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Gesellschafts- und Kulturgeschichte (bis 1995 Ludwig-Boltzmann-Institut für die Geschichte der Arbeiterbewegung).

Konrad war mehrfach Dekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Graz, 1993 bis 1997 Rektor der Universität Graz, 1995 bis 1998 Vizepräsident der Österreichischen Rektorenkonferenz, seit 1999 bis heute Mitglied des deutschen Akkreditierungsrats, seit 2004 Member of the Board bei der European Association for Quality Assurance in Higher Education (ENQA), 2000 bis 2008 Präsident des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften sowie Mitglied von Präsidien diverser Fachvereinigungen, Redaktionsmitglied von Fachzeitschriften und Jurymitglied von Preiskomitees.

Seine Forschungsprojekte sind vor allem Kultur- und Arbeitergeschichte, Nationale Fragen und Identität und die Strukturen von Wissenschaft und Forschung.

In der Zeit als Rektor an der Uni Graz nutzte er ein Alltagsrad, das er büronah im Keller des Hauptgebäudes abstellte.

Konrad ist seit seinem 18. Lebensjahr SPÖ-Mitglied. Er war Wunschnachfolger des damaligen Grazer Bürgermeisters Alfred Stingl und hätte sich in dessen letzter Amtszeit als Stadtrat einarbeiten und schließlich gegen den damals aufstrebenden ÖVP-Vizebürgermeister Siegfried Nagl antreten sollen, was Konrad jedoch ablehnte, da es nicht mit seiner Lebensplanung vereinbar war.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 Archivlink (Memento vom 19. Oktober 2007 im Internet Archive)
  2. ↑ Kleine Zeitung GmbH: Rot in Not: Wofür braucht es die SPÖ noch, Herr Konrad? 11. Juli 2026, abgerufen am 26. September 2026.
  3. ↑ Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB).
  4. ↑ Land Steiermark: Große Goldene Ehrenzeichen und Große Ehrenzeichen mit dem Stern verliehen. Artikel vom 29. November 2018, abgerufen am 23. April 2021.
  5. ↑ Großer Josef-Krainer Preis 2023. In: steirisches-gedenkwerk.at. Abgerufen am 22. März 2023.
Personendaten
NAME Konrad, Helmut
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Historiker
GEBURTSDATUM 29. Januar 1948
GEBURTSORT Wolfsberg