Der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis ist ein seit 1996 jährlich im Herbst vergebener Preis der ING-DiBa für besondere Leistungen auf dem Gebiet der kritischen, verbraucherorientierten Berichterstattung über Wirtschafts- und Finanzthemen. Namensgeber ist Altbundeskanzler Helmut Schmidt, der zu Lebzeiten auch Schirmherr des Preises war.
Zu einem Eklat kam es 2018, als die Laureatin Laura Meschede während der Verleihungszeremonie in ihrer Rede den Preis ablehnte und scharf kritisierte.
In den ersten vier Jahren wurde jeweils ein Preisträger ausgezeichnet. In den Jahren 2000 und 2001 wurde nach den Mediengattungen TV, Print, Online und teilweise Rundfunk differenziert und für jede Gattung ein Preisträger ausgezeichnet. Seit 2002 wird gattungsübergreifend ein 1., 2. und 3. Preis verliehen.
Derzeit ist der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis mit insgesamt 35.000 Euro dotiert, von denen 15.000 auf den ersten, 10.000 auf den zweiten und 5.000 Euro auf den dritten Platz entfallen. Seit 2017 wird ein mit 5000 Euro dotierter Nachwuchspreis vergeben. 2020 wurde der Preis zum 25. Mal vergeben, die Verkündung der Ausgezeichneten erfolgte wegen der COVID-19-Pandemie erstmals in einem Film, der am 19. November 2020 auf YouTube ausgestrahlt wurde.
Zu den Jury-Mitgliedern zählen mit Stand von Mai 2020:
Die Nachwuchs-Preisträgerin des Jahres 2018, Laura Meschede, lehnte den Preis ab und begründete dies damit, dass der Preis eine „PR-Maschine“ sei. Der Helmut-Schmidt-Journalistenpreis werde von der privatwirtschaftlichen Direktbank ING gesponsert. Bei den Verleihungen des Preises seien zudem regelmäßig hochrangige Politiker anwesend.