| Hirnkost | |
|---|---|
| Rechtsform | KG |
| Gründung | 2003 |
| Auflösung | 2025 |
| Auflösungsgrund | Insolvenz |
| Sitz | Neukölln, Berlin, Deutschland |
| Leitung | Klaus Farin |
| Branche | Buchverlag |
| Website | www.hirnkost.de |
Hirnkost war ein Berliner Independent-Verlag. Er entstand 2003 – damals noch unter dem Namen Archiv der Jugendkulturen – auf Beschluss der Mitgliederversammlung des Berliner Archivs der Jugendkulturen e.V., um die Erkenntnisse der Institution zu publizieren und allgemein Wissen über Jugendkulturen und jugendliche Lebenswelten zu verbreiten. Er wird bis zuletzt vom Archiv-Initiator und langjährigen Vorsitzenden Klaus Farin als Geschäftsführer ehrenamtlich geleitet und war im Besitz der Gründungsmitglieder, der ebenfalls vom Archiv der Jugendkulturen gegründeten Stiftung Respekt! sowie von Autoren des Verlages.
Der Programmschwerpunkt des Verlags lag auf Jugend- und Subkulturen, Punk, Science Fiction sowie Flucht und Migration. Daneben veröffentlicht der Verlag auch Sachbücher, CDs, Kunst- und Satirebände und Graphic Novels. 2010 erhielt Verlagsleiter Klaus Farin den Kulturpreis der Kulturpolitischen Gesellschaft, 2020 gemeinsam mit Melanie Wylutzki und Hardy Kettlitz den Sonderpreis beim Kurd-Laßwitz-Preis, für die Rettung des Science-Fiction-Jahrbuchs. 2024 konnte eine drohende Insolvenz des Verlags durch zahlreiche Spenden zunächst abgewendet werden. Im Dezember 2025 gab Klaus Farin die Zahlungsunfähigkeit bekannt und kündigte die Schließung des Verlages zum Ende des Jahres an.