| XH-17 | |
|---|---|
| Typ | Experimenteller schwerer Transporthubschrauber |
| Entwurfsland | |
| Hersteller | Hughes Helicopters |
| Erstflug | 23. Oktober 1952 |
| Stückzahl | 1 |
Die Hughes XH-17 Flying Crane oder auch The Monster war das erste Hubschrauberprojekt für die Hubschrauberabteilung der Hughes Aircraft Company, welches im Auftrag der USAAF entwickelt wurde. Der XH-17 verfügte über ein zweiblättriges Hauptrotorsystem mit einem Durchmesser von fast 40 m und Blattspitzenantrieb.
Im Januar 1946 fragte das Materiel Command verschiedene Hersteller an, um einen Hubschrauber zu entwickeln der Fracht in einer Dimension von 2,44 m × 2,44 m × 6,10 m und einer maximalen Masse von 4.535 kg tragen kann. Der Hubschrauber sollte in zwei Phasen entstehen. Eine einjährige Design- und Studienphase. In der zweiten, unter Aufsicht der USAAF sollte eine Testmaschinen gebaut und geflogen werden. Im August 1947 erhielt Kellett den Auftrag zum Bau einer Testanlage, mit der Bezeichnung XR-17, zur Erprobung des Motor- und Rotorsystems. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten kamen die Arbeiten am Bau der Testplattform nur sehr langsam voran. Ende 1948 verkaufte Kellett mit Zustimmung der USAF das Projekt des schweren Hubschraubers (der nun in XH-17 umbenannt worden war), für $250.000 (2026; $3.5 Millionen, ca. 3 Millionen Euro) an die Hughes Aircraft Company, die auch Teile des ehemaligen Entwicklungsteams von Kellett einstellten. Man begann rasch mit dem Bau eines kompletten Rumpfes um den Teststand von Kellett herum. Der Rumpf war eine einfache, offene Konstruktion aus Stahlrohren, das Cockpit stammte von einem Waco CG-15 Segelflugzeug, das vierrädrige Fahrwerk bestand aus Teilen eines North American B-25 Bombers und eines Douglas C-54 Skymaster Transportflugzeuges. Der Treibstofftank stammte von einer B-29 Superfortress. Das breite und hohe Fahrwerk ermöglichte es Fahrzeugen, direkt an bzw. unter den Hubschrauber zu fahren.

Die Turbinen, zwei General Electric 7E-TG-180-XR-17A, und der Zweiblatt-Rotor wurden Ende 1949 erstmals in Betrieb genommen. Der 39,62 m lange Rotor drehte sich dabei mit 88 U/min. Im Jahr 1951 dachte die USAF noch über eine noch größere Version der XH-17 nach, die XH-28. Der gigantische Hubschrauber wurde ab 1952 drei Jahre lang in Culver City, Kalifornien getestet und dabei eine Menge Probleme mit der komplexen Rotoranlage entdeckt und behoben. Insbesondere das Abzapfen der Turbinengase und das weitere Durchleiten zu den Blattspitzen sorgte für Probleme. Auch bekam man das Drehmoment des Rotors nicht unter Kontrolle, so das man einen Heckrotor einer Sikorsky H-19 verbaute. Das erste Mal hob die XH-17, mit der Seriennummer 50-1842 am 23. Oktober 1952 in Culver City ab. Dieser Flug musste, nur Minuten nach dem Start, abgebrochen werden da die Kräfte die auf die Flugsteuerung zu groß waren. Dies war einer von vielen Mängel die die Maschine besaß. Hughes versuchte diese zu beheben, was auch teilweise gelang. Ein weiterer Mangel war die geringe Reichweite von nur 95 km, statt der geplanten 160 km hatte. Die Triebwerke verbrauchten einfach zu viel Treibstoff. Aufgrund dieser geringen Reichweite stellte die USAF das gesamte Projekt (XH-17/-28) im August 1953 ein. Hughes verfolgte das Projekt weiter wenn auch mit deutlich kleinerem Budget. Als im Dezember 1955 die Rotorblätter ihr Lebenszeitende erreichten. Wurde, auf Grund der immer noch bestehenden Probleme, entschieden das Projekt abzubrechen.
Bis heute hält die XH-17 den Rekord für den Flug mit dem weltweit größten Rotoren und Rotorsystem.

| Kenngröße | Daten |
|---|---|
| Besatzung | 3 |
| Ladung | 4665 kg |
| Länge | 16,25 m |
| Durchmesser Hauptrotor | 39,62 m |
| Masse eines Rotorblattes | 2200 kg |
| Höhe | 9,17 m |
| Leermasse | 12.956 kg |
| maximale Startmasse | 19.731 kg |
| Triebwerke | 2 × General Electric 7E-TG-180-XR-17A mit jeweils 2600 kW (3480 PS) Leistung |
| Tankinhalt | 2404 l |
| Reichweite | 95 km ohne Nutzlast
48 km mit 4665 kg Nutzlast |
| Höchstgeschwindigkeit | 140 km/h |
| Reisegeschwindigkeit | 137 km/h |
| Dienstgipfelhöhe | 4000 m |
| Steigrate | 8,4 m/s |