Jean Hugues Taraval (* 27. Februar 1729 in Paris; † 19. Oktober 1785 ebenda) war ein französischer Maler, Zeichner und Radierer. Er wuchs in Stockholm auf und war später Professor an der Académie royale de peinture et de sculpture in Paris sowie Surintendant der königlichen Gobelin-Manufaktur.
Hugues Taraval war der Sohn des Malers Guillaume Taraval und der Bruder des Architekten, Kupferstechers, Zeichners und Malers Louis Gustave Taraval. Er wuchs in Stockholm auf, wo sein Vater ab 1732 als Maler für den schwedischen König tätig war. Sein erster Lehrer war sein Vater, dem er bei Malereien im Stockholmer Schloss geholfen haben soll. Nach dem Tod des Vaters kehrte die Familie im Jahr 1750 nach Paris zurück. Dort begann er ein Studium an der Académie royale de peinture et de sculpture, wo er Schüler von Jean-Baptiste Marie Pierre war.
1753 erhielt er eine Medaille der zweiten Klasse und 1754 eine der ersten Klasse. Im Jahr 1756 gewann er den Prix de Rome mit dem Gemälde Job exposé aux reproches de sa femme (Öl auf Leinwand, Marseille, Musée des Beaux-Arts de Marseille). Von 1756 bis 1759 gehörte er der École royale des élèves protégés an, die von Carle van Loo geleitet wurde. Von 1759 bis 1763 hielt er sich an der Académie de France à Rome auf, deren Direktor Charles-Joseph Natoire ihn schätzte. In dieser Zeit entstanden Aktstudien sowie Kopien nach Domenichino, Raffael, Giulio Romano, Annibale Carracci und Giuseppe Maria Crespi. Darüber hinaus malte er Ansichten antiker Monumente und italienischer Landschaften. Anschließend kehrte er nach Paris zurück.

1765 wurde er mit dem Gemälde Vénus et Adonis (Öl auf Leinwand, Stockholm, Nationalmuseum) als Agrégé in die Académie royale aufgenommen. Das im Jahr 1760 datierte Bild wurde im Salon von 1765 gezeigt und vom schwedischen Botschafter für seinen König erworben. 1769 wurde er mit dem Gemälde L’Automne ou Le Triomphe de Bacchus (Öl auf Leinwand, Paris, Louvre) Vollmitglied. Das Werk war für die Decke der Galerie d’Apollon in Auftrag gegeben worden und wurde im Salon von 1769 ausgestellt. 1775 wurde er auch in die Königlich Schwedische Kunstakademie in Stockholm aufgenommen. Dort ist eine Allegorie auf die Revolution von 1772 aus dem Jahr 1773 erhalten. 1778 wurde er Professeur adjoint, 1785 ordentlicher Professor der Pariser Akademie. 1783 übertrug man ihm das Amt des Surinspecteur der königlichen Gobelin-Manufaktur.
Von 1765 bis 1785 nahm er regelmäßig am Pariser Salon teil, unter anderem mit Historiengemälden, Aktfiguren, Studienköpfen und Porträts. Zu seinen Schülern zählten sein Neffe Jean Gustave Taraval und Louis Gauffier, die beide den Prix de Rome erhielten. Taraval starb 1785 in Paris. Sein Nachlass wurde am 20. März 1786 versteigert. Der von Pierre Rémy erstellte Katalog dazu dokumentiert viele Werke, deren Verbleib ungeklärt ist.

Hugues Taraval schuf vor allem Historien- und Dekorationsmalerei. Über sein Frühwerk ist wenig bekannt. Aus der Zeit an der École royale des élèves protégés ist kein Werk überliefert, lediglich eine Kopie nach Carle van Loo wird erwähnt.
Daneben behandelte er religiöse Themen wie die Heilige Familie und die Himmelfahrt Mariens (Salon 1775). Als Radierung ist Ein Ball in Venedig nach Tintoretto überliefert.
| Personendaten | |
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| NAME | Taraval, Hugues |
| ALTERNATIVNAMEN | Taraval, Jean Hugues |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Maler, Zeichner und Radierer |
| GEBURTSDATUM | 27. Februar 1729 |
| GEBURTSORT | Paris |
| STERBEDATUM | 19. Oktober 1785 |
| STERBEORT | Paris |