| |||
| Bereich | Straßenfahrzeuge | ||
| Titel | Road vehicles – Functional safety | ||
| Teile | 12, siehe Inhalt | ||
| Erstveröffentlichung | November 2011 | ||
| Letzte Ausgabe | Dezember 2018 | ||
| Klassifikation | 01.040.43, 43.040.10 | ||
Die ISO 26262 („Road vehicles – Functional safety“) ist eine ISO-Norm für sicherheitsrelevante elektrische/elektronische Systeme in Kraftfahrzeugen. Die ISO 26262 definiert ein Vorgehensmodell zusammen mit geforderten Aktivitäten und Arbeitsprodukten („work products“) sowie anzuwendenden Methoden in Entwicklung und Produktion. Häufig wird auch von 'Funktionaler Sicherheit’ kurz 'FuSi’ oder auch 'Functional Safety’, kurz 'FuSa’ gesprochen.
Nach einem längeren Vorlauf wurde die erste Version der Norm 2011 in Kraft gesetzt. Seit Dezember 2018 ist die „Second Edition“ verfügbar, die in Zitaten als ISO 26262:2018 gekennzeichnet wird. Die ISO bietet diese Norm nur in englischer Sprache an. Scharf definierte Begriffe wie fault, error oder failure werden im Deutschen oftmals unscharf nur mit „Fehler“ übersetzt, weil ein genaues Äquivalent fehlt, somit sollte wenn möglich nur mit den englischen Fachbegriffen gearbeitet werden.
Die Umsetzung der Norm soll die Funktionale Sicherheit eines Systems mit elektrischen/elektronischen Komponenten im Kraftfahrzeug gewährleisten. Damit ist die Norm eine Anpassung der IEC 61508 an die spezifischen Produkte im Automobilbereich.
Ein wesentlicher Unterschied zwischen der ersten (2011) und zweiten (2018) Ausgabe ist der Anwendungsbereich. Während sich die erste Ausgabe auf Fahrzeuge beschränkte, die in Serienproduktion sind und max. 3,5 t Gesamtmasse erreichen, wurde die Ausgabe 2018 auf Serienfahrzeuge (Pkw), Lkw, Busse, Anhänger (sofern mit elektronischen Steuergeräten ausgerüstet) und Motorräder erweitert. Beide Ausgaben schließen Prototypen, Rennfahrzeuge oder Spezialfahrzeuge für Personen mit Behinderungen von der Normenanwendung aus. Die jeweilige Norm ist nicht anwendbar auf Systeme, die vor der ersten Ausgabe 2011 entwickelt wurden bzw. auf Erweiterungen (Fahrzeugkategorien) und Änderungen zur ersten Ausgabe in der zweiten Ausgabe 2018.
Die erste Ausgabe bestand aus 10 Teilen, die zweite Ausgabe enthält zusätzlich die Teile 11 und 12. Die einzelnen Teile werden im Abschnitt Inhalt genauer beschrieben.
Beide Normen schließen die Anwendungen auf Sonderfahrzeuge aus, die typischerweise in Kleinstserien oder Einzelfertigung entstehen. Dazu nennt die Norm als Beispiel Behindertenfahrzeuge.
Mit der stetig wachsenden Komplexität elektronischer Komponenten in Fahrzeugen steigt auch die Möglichkeit von Fehlfunktionen. Ist eine sicherheitsrelevante Komponente von einer solchen Fehlfunktion betroffen, können im schlimmsten Fall Menschen getötet werden. Würde z. B. ein ESP-Steuergerät in einem Kraftfahrzeug bei zügiger Fahrt unerwartet eine Vollbremsung auslösen, könnte dies zu einem Auffahrunfall führen. Um das Risiko von Gefahr bringenden Fehlfunktionen von sicherheitsrelevanten Elektronik-Systemen zu minimieren, sollten diese unter Berücksichtigung einschlägiger Normen entwickelt werden.
In der Vergangenheit galt die Empfehlung, elektrische/elektronische Systeme, die eine sicherheitsrelevante Funktion in Automobilen ausführen und deren Ausfall ein maßgebliches Risiko für Mensch oder Umwelt bedeutet, auf Basis der IEC 61508 zu entwickeln. Diese Norm ist generisch auf sicherheitsrelevante Produkte, wie ein Sicherheitsschaltrelais für eine Notstromabschaltung, anwendbar. Da dieser Standard für moderne Automotive-Anwendungen nicht ausreichend bzw. nicht spezifisch genug ist, wurde eine neue Norm erstellt.
Zu den Anwendern der ISO 26262 gehören Automobilhersteller, Automobilzulieferer und Prüfinstitute. Möchte beispielsweise ein Automobilhersteller oder -zulieferer ein sicherheitsrelevantes System bzw. eine Komponente entwickeln, so wird der Auftraggeber in der Regel die Anwendung einer Sicherheitsnorm wie beispielsweise der ISO 26262 verlangen. Um die Funktionale Sicherheit des Produkts zu gewährleisten, wird von der ISO 26262 ab einer entsprechenden Sicherheitsstufe gefordert, dass eine von der Entwicklung organisatorisch unabhängige Stelle hinzugezogen wird. Auch hier macht der Auftraggeber häufig Vorgaben, so dass beispielsweise bei der höchsten Risikostufe (ASIL D) die Prüfung durch ein externes Prüfinstitut verlangt wird.
(Normbegriffe durch 'Apostrophe’ hervorgehoben)
Eine (Neu-)Entwicklung nach und mit der ISO 26262 lässt sich grob in folgenden Schritten beschreiben:
Nicht alle von der Norm empfohlenen Methoden müssen bei der Entwicklung eines Produktes angewendet werden und nicht alle geforderten Arbeitsprodukte müssen in der Form erstellt werden. Es gilt die Prämisse, die Norm an die eigene Organisation anzupassen, jedoch nicht die gesamte Organisation an die Norm. Im Produkthaftungsfall gilt aber die Norm als Untergrenze des Stands der Technik (siehe weiter unten).

Damit sich bei der Entwicklung keine Fehler einschleichen, setzt die Norm bei der Entwicklung der Komponenten an:
Die ISO hat die Sicherheit im Sinne der Eigensicherheit (Schutz der Umwelt vor dem Produkt) im Fokus, daher funktionale Sicherheit. Die „normale“ Funktion kann dabei durchaus im Sinne der Sicherheit eingeschränkt oder auch abgeschaltet werden (Systemreaktion).
Es reicht dabei nicht aus, dass die Funktion korrekt ausgeführt wird, sondern Ziel der Entwicklung muss auch sein, dass sie im richtigen Kontext ausgeführt wird bzw. nicht in der falschen Situation ausgeführt wird. Löst beispielsweise der Airbag in einer Unfallsituation aus, ist die Funktion einwandfrei. Löst er dagegen bei normaler Fahrt aus, mag die Funktion an sich einwandfrei sein. Das Auslösen führt jedoch zu einer Gefährdung der Insassen und in der Folge ggf. auch zur Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, da der Fahrer das Fahrzeug nicht mehr kontrollieren kann.
Die ISO ist daher als Richtlinie für die Absicherung speziell in der Funktion zu sehen. Umfang der Absicherung von Risiko und Beherrschbarkeit hängt von der Fehlfunktion ab und wird nach den Kriterien in Teil 3 (siehe unten) bestimmt.
Fokus der Norm:
Andere Punkte schließt die Norm von einer Betrachtung aus:
Derzeit (Stand Januar 2025) gibt es keine gesetzliche Pflicht zur Anwendung der ISO 26262, sie gilt jedoch als Stand der Technik. Da nach der Norm auch zugelieferte Komponenten berücksichtigt werden müssen, verlangen in der Praxis fast alle Automobilhersteller von ihren Zulieferern die Anwendung in neuen Projekten, um für Aufträge nominiert zu werden, so dass sich die Norm durch die gesamte Zulieferkette zieht.
Neben der Reduktion von Risiken ist ein weiterer Zweck der Norm, im Falle eines Produkthaftungs-Prozesses die Grundlage für den Nachweis einer sorgfältigen Entwicklung zu schaffen. Dies ist besonders deshalb erforderlich, weil im Produkthaftungsfall der geschädigte Endverbraucher die Beweislastumkehr in Anspruch nehmen kann, d. h. der Endverbraucher weist den Eintritt eines Schadenereignisses nach und der Hersteller bzw. Inverkehrbringer muss nun eine sorgfältige Entwicklung nachweisen und darstellen, dass „…der Fehler nach dem Stand der Wissenschaft und Technik in dem Zeitpunkt, in dem der Hersteller das Produkt in den Verkehr brachte, nicht erkannt werden konnte“.
Die Verpflichtung des Herstellers auf den Stand von Wissenschaft und Technik wurde vom Bundesgerichtshof im Airbag-Urteil festgestellt. Da die ISO 26262 sich aufgrund der eigenen Definition der Entwicklung sicherheitsrelevanter Komponenten dient, lässt demnach eine ASIL-Einstufung im Entwicklungsprozess keinen Rückgriff auf den Stand der Technik oder die allgemein anerkannten Regeln der Technik zu. Die Definition dessen, was Stand von Wissenschaft und Technik bedeutet, hat das Bundesverfassungsgericht im Kalkar-Urteil dargelegt. Da die Produkthaftung in den EU-Staaten auf der Richtlinie (EU) 2024/2853 (EU-Produkthaftungsrichtlinie) beruht, bestehen auch in anderen Mitgliedsstaaten ähnliche Regelungen wie in Deutschland.
ISO 26262:2011 hatte zehn Teile. Die aktuell gültige ISO 26262:2018 wurde um zwei Teile ergänzt, wobei die Struktur und Inhalte der ersten zehn Teile im Wesentlichen erhalten blieb.
Teil 1 erklärt die Begriffe (Abschnitt 3) und Abkürzungen (Abschnitt 4), die in der Normenreihe verwendet werden.
Teil 2 beinhaltet die geforderten Managementtätigkeiten während der unterschiedlichen Phasen des Sicherheitslebenszyklus eines Produktes, das E/E (elektrische/elektronische) Systeme beinhaltet. Des Weiteren werden die organisatorischen Voraussetzungen genannt, die erfüllt sein müssen, damit das zu entwickelnde System gemäß dem geforderten ASIL ('automotive safety integrity level’) entwickelt werden kann. Auf das Bewusstsein einer Sicherheitskultur wird gesondert eingegangen.
Teil 3 enthält Anforderungen bezüglich der Durchführung einer Gefährdungsanalyse und Risikoabschätzung ('hazard analysis and risk assessment’ oder 'HARA'). Dazu müssen zunächst die potentiellen Gefährdungen ('hazards’) des Systems identifiziert werden. Dies geschieht durch Betrachtung möglicher Fehlfunktionen des untersuchten Systems in spezifischen Fahrsituationen, die als gefährlich erachtet werden.
In einem weiteren Schritt wird für jede identifizierte Gefährdung einzeln die Schwere der Auswirkung ('severity’ – 'S’), die Häufigkeit der Fahrsituation ('exposure’ – 'E’) und die Beherrschbarkeit der Fehlfunktion in der jeweiligen Fahrsituation z. B. durch den Fahrer ('controllability’ – 'C’) mittels Codebooks und Erfahrungswerten abgeschätzt (z. B. E-Parameter nach VDA 702). Daraus ergibt sich die Sicherheitsanforderungsstufe, die von ASIL A (niedrigste Einstufung) bis ASIL D (höchste Einstufung) klassifiziert. Die Sicherheitsanforderungsstufe bzw. der ASIL erfordern im Weiteren zusätzliche Maßnahmen in der Entwicklung, sie vererben sich immer weiter „nach unten“ im V-Modell bis hin zur kleinsten Einheit die die ISO kennt, der 'software unit' (s. Teil 6 der ISO 26262), d. h. solange keine Dekomposition stattfindet (s. Teil 9 der ISO 26262). Aus dem Arbeitsprodukt 'HARA' leiten sich die 'safety goals' (Sicherheitsziele) ab, aus welchen die Sicherheitsanforderungen formuliert werden. Ist das Risiko so gering, dass die Anwendung der Norm nicht erforderlich ist, wird es dem QM ('quality management') zugeordnet. Anders als zum Beispiel in der IEC 61508 geschieht die Risikoanalyse in der ISO 26262 mittels einer festgelegten, qualitativen Methodik.
Die Teile 4, 5 und 6 behandeln die technischen Entwicklungsprozesse auf Systemebene, Hardwareebene und Softwareebene in Anlehnung an geschachtelte V-Modelle und definieren für die einzelnen Abschnitte Vorgehensweisen und Arbeitsergebnisse ('work products’). Diese Teile gehen insbesondere auf Architekturentscheidungen ein, für welche die Sicherheitsanforderungen allokiert werden, die Vorgehensweise ist formaler und nicht mehr so abstrakt im Unterschied zu den vorangegangenen Teilen der Norm. Teil 4 gibt unter anderem Vorgaben für die Spezifikation eines HSI oder Hardware-Software-Interface und kann als Überbau zu den Teilen 5 und 6 verstanden werden.
Für die umzusetzenden Anforderungen werden Methoden aufgelistet, die je nach ASIL als no recommendation for or against its usage, recommended (empfohlen) oder highly recommended (stark empfohlen) eingestuft werden. Es können jedoch auch andere, nicht genannte Methoden verwendet werden, wenn deren Wirksamkeit zur Erfüllung der jeweiligen Anforderung begründet werden kann. Besitzt eine Komponente keine Software, wie Relais, Nockenschaltwerke, ASICs und andere nicht-Software-programmierbare Bausteine, sind diese immer noch im Fokus der ISO 26262 Teile 4 und 5, sofern sie an sicherheitsrelevanten Funktionen beteiligt sind.
Die Software lässt sich für 'stand-alone tests' als Ganzes sinnvoll bis zur 'software unit' zerlegen. Für die Hardware fehlt ein entsprechendes Äquivalent da 'stand-alone tests' für 'hardware parts' oder 'subparts' (die Norm gibt hier als Beispiele ALU oder Flipflops) aus Safety Sicht nicht zielführend sind. Hier würde schnell jeder statistische Rahmen gesprengt (die Prämisse lautet, Hardwarefehler sind grundsätzlich statistischer, Softwarefehler sind immer systematischer Natur), meist wird daher generisch von 'hardware elements' gesprochen, was Teile oder ganze Systeme von Hardware umfassen kann und die in der Praxis als komplette Baugruppen qualifiziert werden, da nur Lieferanten und Unterlieferanten Statistiken zu Fehlerraten und dergleichen besitzen. Diese müssen sich ihrerseits wiederum an der Norm orientieren, und ihre Hardware-Architekturen zum Beispiel mit Methoden wie FMEA oder FTA absichern.
Ein zentraler Begriff für die Absicherung von Hardware ist 'Failures In Time', abgekürzt 'FIT' - die Definition der Norm für FIT lautet ein Ausfall in einer Milliarde (10^9) Betriebsstunden (oder äquivalent 10^(-9) Ausfälle je Betriebsstunde).
Teil 7 beinhaltet das prinzipielle Vorgehen beim Erstellen eines Produktions- und Kontrollplans für sicherheitsrelevante Systeme, um die Anforderungen an die Funktionale Sicherheit beim Produktionsprozess sicherzustellen. Weiterhin werden Anforderungen für Betrieb, Wartung, Reparatur und die Stilllegung gestellt, welche Schädigung von Personen vermeiden sollen. Beispielsweise müssen Hochvolt-Komponenten bei der Reparatur oder Airbags und Gurtstraffer wegen der Explosivstoffe beim Ausbau zwecks Verschrottung berücksichtigt werden.
Viele Bereiche der ISO 26262-7 werden bereits durch ein QMS nach IATF 16949 abgedeckt. Beispiel ISO 26262-7:2018 5.1 a Anmerkung: „...abgedeckt durch Konformitätsnachweis IATF 16949...“. Konformitätsnachweis meint eine Zertifizierung des QMS.
Hinweis: Der Zusatz im Sinne der Norm weist darauf hin, dass manche Begriffe in diesem Teil von der Norm nicht ganz so verstanden werden, wie es in allgemein gehaltenen Definitionen üblich ist. Daher wurde auf Interwiki-Links verzichtet.
Teil 8 beschreibt unterstützende Prozesse, die zwar nicht für die Funktionale Sicherheit entwickelt wurden, die aber im Hinblick auf die Funktionale Sicherheit besonders ergänzt oder berücksichtigt werden sollen. Dazu gehören insbesondere:
Teil 9 beinhaltet die Regeln der ASIL-Dekomposition als Methodik des ASIL „Tailoring“, wenn ein (Teil-)System in redundante Komponenten zerlegt wird, um den ASIL herabzustufen und damit den Entwicklungsaufwand zu reduzieren. Hierfür müssen diese Komponenten ausreichend unabhängig voneinander sein, worauf der Teil 9 im Weiteren eingeht. Für Hardwarekomponenten sind aufgrund der Natur der möglichen Ausfälle (zufällige Ausfälle, d. h. 'random failures') spezielle Regeln zu beachten. Bei der Analyse abhängiger Ausfälle unterscheidet die Norm zwischen zwei Ausfallszenarien:
Teil 10 beinhaltet Erläuterungen und weiterführende Information zu einigen Bereichen des Standards und schafft damit mehr Klarheit über den Umgang mit den übrigen Teilen. Dieser Teil ist informativ, nicht normativ.
Teil 11 wurde mit der Ausgabe 2018 hinzugefügt und ist nur informativ, nicht normativ. Da auf dem Markt immer mehr Komponenten angeboten werden, die unterschiedliche Funktionen als SoC oder SiP integrieren, haben die Käufer solcher Chips nur über die Schnittstellen Zugriff, was die Erkennung von Fehlern begrenzt. Daher ist dieser Teil speziell für Halbleiterhersteller mit Kunden aus dem Automotive-Bereich interessant, um beispielsweise Sensoren und Mikrocontroller kompatibel zu einem bestimmten ASIL-Niveau als Safety Element Out of Context (SEooC) zu entwickeln und anzubieten.
Teil 12 wurde ebenfalls mit der Ausgabe 2018 hinzugefügt und geht speziell auf Krafträder ein. Nach Definition sind Motorräder Zweiräder und Trikes mit nicht mehr als 800 kg Gesamtmasse und einem Motor. „Mopeds“ sind ausdrücklich und grundsätzlich ausgenommen
Der ASIL bei Motorrädern wird auf die gleiche Art wie bei den anderen Fahrzeugarten aus 'severity’, 'exposure’ und 'controllability’ als 'MSIL’ ('motorcycle safety integrity level’) bestimmt. Dann wird er um eine Stufe reduziert, so dass aus ASIL A ein ASIL QM wird und der höchste ASIL nur noch ASIL C sein kann. Durch diese Umschreibung von MSIL auf ASIL können dann die Methoden der übrigen Teile angewendet werden, sofern Teil 12 keine eigenen Methoden vorgibt.

Die folgenden Begriffe sind meist keine exklusive Schöpfung der ISO 26262, sie kennzeichnen allerdings den Fokus dieser Norm. Entsprechend der einzigen Sprachversion der Norm werden diese Begriffe in englischer Sprache und der üblichen deutschen Verwendung angegeben. Die wichtigen Fehlerbegiffe der Norm - 'fault', 'error' und 'failure' - werden nicht in diese Auflistung mit aufgenommen, da eine deutsche Umschreibung zwangsläufig mit der Einbringung einer Unschärfe einhergeht. Zur Definition jener drei Begriffe siehe Teil 1 der ISO 26262.