
James Bond ist eine literarische Figur des britischen Schriftstellers Ian Fleming und trat erstmals 1953 im Roman Casino Royale auf. Fleming schrieb bis zu seinem Tod im Jahr 1964 zwölf Romane und neun Kurzgeschichten um den Geheimagenten, letztere wurden in zwei Sammelbänden veröffentlicht. Verschiedene Autoren setzten die Buchreihe später fort und schrieben auch Ableger.
Bond arbeitet für den britischen Geheimdienst MI6 als einer von wenigen Agenten mit Lizenz zum Töten – erkennbar an der Doppelnull in seiner Codenummer 007. Er ist angelegt als vielseitig begabter Playboy, der sich für gutes Essen, Autos und Frauen interessiert.
Fleming verarbeitete in seinen Romanen seine eigenen Wunschvorstellungen vom Agentenleben, war aber auch am kommerziellen Erfolg interessiert. Schon 1954 erschien eine Fernsehverfilmung von Casino Royale. Den Auftakt von Eon Productions’ erfolgreicher Kinoreihe bildete 1962 James Bond – 007 jagt Dr. No mit Sean Connery als James Bond. Es folgten weitere, zunehmend eigenständige Kinofilme mit wechselnden Hauptdarstellern sowie Comics und Videospiele. Im Laufe der Zeit entwickelte sich James Bond zu einer vielzitierten Ikone der Popkultur.
Ian Fleming, der während des Zweiten Weltkriegs selbst für den britischen Geheimdienst arbeitete, entwickelte die Figur James Bond vermutlich nach dem Vorbild des britischen Marineoffiziers Patrick Dalzel-Job, der im Zweiten Weltkrieg erfolgreich hinter den feindlichen Linien spionierte und von Fleming in seinen Memoiren beschrieben wurde. Anregungen erhielt er auch aus dem Leben von Sidney Reilly und Edward Yeo-Thomas. Schließlich bediente sich Ian Fleming auch der Geschichten und des Charakters des serbischen Doppelagenten des SOE Duško Popov sowie der des britischen Offiziers für Militärischen Nachrichtenwesen des Ersten Weltkriegs, Vogelkundlers und Hochstaplers Richard Meinertzhagen. In der Zeit des Kalten Krieges waren in der Realität die Militärverbindungsmissionen eine Form der realen militärischen Aufklärung von beiden Seiten der vier Alliierten.

Den Namen James Bond hatte Agatha Christie schon für die Hauptperson ihrer 1934 veröffentlichten Erzählung Der Smaragd des Radschas benutzt. Fleming übernahm den Namen als begeisterter Vogelbeobachter von dem Ornithologen James Bond, dessen Buch Birds of the West Indies (deutsch: Vögel der Antillen) er kannte. Im Film Stirb an einem anderen Tag aus dem Jahr 2002 nutzt Pierce Brosnan als Bond dieses Buch, um sich gegenüber Halle Berry in der Rolle der Jinx als Ornithologe auszugeben. Die Ziffernfolge 007 geht auf John Dee zurück, der seine Briefe an die britische Königin Elisabeth I. so signierte und sie dadurch als persönlich kennzeichnete – nur für die Augen der Majestät bestimmt.
Fleming gibt einzig in Du lebst nur zweimal Aufschluss über den Lebenslauf seiner Hauptfigur: Die Times stellt Bond in einem Nachruf als vermisst und wahrscheinlich tot dar. John Pearsons 1973 erschienenes Buch James Bond: The Authorized Biography baute Flemings knappe Angaben aus.
Demnach wurde James Bond am 11. November 1920 als Sohn des schottischen Ingenieurs Andrew Bond aus Glencoe und einer Schweizer Bergsteigerin, der Waadtländerin Monique Bond, geborene Delacroix, in Wattenscheid im Ruhrgebiet geboren. Der Vater war dort im Range eines Brigadiers als Mitglied der Interalliierten Militär-Kontrollkommission, um die Zerstörung der Waffenproduktion bei den Rüstungswerken der Firma Krupp zu überwachen. Die Eltern werden so von Fleming beschrieben und auch der Geburtsort soll nach Pearsons Darstellung in einer ihm nicht mehr erinnerlichen Weise von Fleming selbst stammen. Erste internationale Erfahrungen macht James Bond aufgrund des Berufes und der Versetzung seines Vaters nach Kairo, Paris und Moskau. In Moskau, zu Beginn des Jahres 1932, werden Mutter und Sohn Zeuge, wie der Vater in der Metro-Vickers-Affäre versucht, sechs verhaftete britische Ingenieure aus dem Lubjankagefängnis des stalinistischen Geheimdienstes zu befreien. Die Erfahrungen prägten das Bild, welches James Bond von dem Land hatte. Bei Monique Bond lösten sie einen nervösen Zusammenbruch aus und sie geht in die Schweiz. Nachdem die Eltern 1932 bei einem nicht genau geklärten Kletterunfall in Chamonix ums Leben gekommen waren, wuchs Bond zusammen mit seinem älteren Bruder Henry bei seiner Tante Charmaine Bond in Pett Bottom bei Canterbury auf. Im Alter von 13 Jahren kam er ins Elite-Internat Eton College, welches er als 15-Jähriger wegen eines Zwischenfalls mit einem Zimmermädchen verlassen musste. Er wurde daraufhin auf das Fettes College in Edinburgh geschickt, wo auch sein Vater zur Schule gegangen war. Den letzten Angaben von Ian Fleming selbst zufolge dürfte Bond freilich erst 1924 geboren sein: In dem fiktiven Nachruf am Ende von You Only Live Twice steht, Bond hätte 1941 im Alter von 17 Jahren Fettes verlassen. Um daraufhin in die Navy eintreten zu können, habe er sich als bereits 19 ausgegeben.
Nach seiner Ausbildung ging er zur freiwilligen Reserve der Königlichen Marine, um zu Beginn des Zweiten Weltkriegs im Marine-Nachrichtendienst die Bewegungen der deutschen U-Boot-Flotte zu beobachten. Dazu wurde er auf der militärisch schwer befestigten Insel Wangerooge von einem britischen U-Boot abgesetzt. Im Inselsand eingegraben, sollte er die Schifffahrtsrinne vor Wangerooge observieren, durch welche U-Boote in den Reichskriegshafen Wilhelmshaven ein- und ausliefen. Bald erreichte er den Rang eines Commanders, worauf ihm der Weg in die Doppel-Null-Abteilung offen stand. Die Doppel-Null seiner Agentennummer steht dabei für die Erlaubnis, seine Gegner zu töten.
Der Bond der frühen Filme hat wohl einen ähnlichen Hintergrund, ist jedoch zu jung, um tatsächlich im Zweiten Weltkrieg eine bedeutende Funktion bekleidet zu haben. Im Film Casino Royale (2006) passten die 007-Produzenten die Figur und ihre Biografie der Zeit nach dem Kalten Krieg an.

In den Romanen ist James Bond von durchschnittlicher Statur und ähnelt Hoagy Carmichael. Er hat schwarze Haare und eine Locke fällt ihm immer unbändig in die Stirn. Sein schmales Gesicht und seine hohen Wangenknochen geben ihm zusammen mit seinen blau-grauen Augen einen kühlen Ausdruck. Als besonderes Kennzeichen trägt er eine schmale Narbe auf der Wange. Außerdem hat er eine Hauttransplantation an der rechten Hand, seit ihm dort ein sowjetischer Spion ein Erkennungsmerkmal hineingeritzt hatte.
Ein Brief Flemings gibt weiteren Aufschluss über Bonds Aussehen. Er sei 183 cm groß, 76 kg schwer, mit schmalen Hüften, Mitte 30, trage mit zwei Knöpfen zu schließende, einreihige Anzüge aus dunkelblauem Kammgarn, einen schwarzen Ledergürtel und eine Rolex-Armbanduhr vom Typ Submariner. Ein Hinweis auf Bonds Körpergröße findet sich auch in der Kurzgeschichtensammlung Octopussy. Zu Beginn der vierten Kurzgeschichte, 007 in New York, befindet sich Bond bei der Einreise von London in die USA. Er nutzt dabei einen Pass mit einem Pseudonym. Im Buch wird ausgeführt, dass er laut diesem Pass 1,82 m groß sei.
Der Nachruf in Du lebst nur zweimal beschreibt den Agenten als kinderlos und einmal für 24 Stunden verheiratet, mit Teresa „Tracy“ Draco-Bond in Im Geheimdienst Ihrer Majestät. Am Ende dieses Romans macht ein Anschlag 007 zum Witwer: Auf der Hochzeitsreise verliert er seine Frau. Dieser Schicksalsschlag verfolgt Bond auch in den nachfolgenden Büchern und Filmen. So erinnert ihn Anya Amasova in dem Film Der Spion, der mich liebte daran. Zu Beginn von In tödlicher Mission legt 007 an Tracys Grab Blumen nieder. Auf dem Grabstein sind die Lebensjahre 1943–1969 zu lesen sowie der Satz „We have all the time in the World“ – das musikalische Thema aus dem Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät. In Lizenz zum Töten sagt sein amerikanischer Freund Felix Leiter: „Er war einmal verheiratet, aber das ist lange her.“ Später wird das Thema größtenteils ignoriert. Allerdings fragt Elektra King in Die Welt ist nicht genug, ob Bond jemals einen geliebten Menschen verloren hat. Nach mehreren Sekunden Schweigens wechselt Bond das Thema. In den Filmen mit Daniel Craig verliebt sich Bond zunächst in Vesper Lynd, später in Madeleine Swann, mit der er eine Tochter zeugt. Mit beiden will er sich jeweils zur Ruhe setzen, was jedoch durch den Tod von Vesper bzw. Bond vereitelt wird.
Als Familienmotto und Wappen übernahm Fleming das historische Wappen mit dem Motto Orbis non sufficit der Baronets of Peckham (1658–1767) aus der Familie Bond und machte James Bond so zu einem fiktiven Nachfahren. Das Motto ist eine Variation des schon in der Antike bezeugten und im 16. Jahrhundert vom spanischen König Philipp II. als seinen Wahlspruch ausgewählten Non sufficit orbis.
Historiker Jeremy Black betrachtet James Bond als komplexe Figur, die jedoch auch oft Flemings eigene Einstellungen widerspiegelt. Bond stammt aus der britischen Oberschicht und verkörpert laut Hans-Peter Schwarz den Zeitgeist eines Milieus, dem Fleming selbst angehörte, das Lebensgefühl des „Imperial Sunsets“, des Niedergangs des britischen Empires nach dem Zweiten Weltkrieg. Bond bewegt sich in der Gesellschaft wohlhabender, hedonistischer und snobistischer Engländer, deren Lebensstil jedoch von Gewalttaten und Verbrechen bedroht wird. So ist für Schwarz die Romanfigur ein „letzter snobistischer Held“ des britischen Weltreichs, ein gutaussehender, stilvoller, kühler „Superman“, der den Frauen und dem Alkohol zugetan sei, aber auch die Ängste und Obsessionen seines Schöpfers bis hin zu einem ausgeprägten Sadismus transportiere. Fleming selbst zeigte sich später ambivalent gegenüber seiner Schöpfung:
“I don't think that he is necessarily a good guy or a bad guy. Who is? He's got his vices and very few perceptible virtues except patriotism and courage, which are probably not virtues anyway […] But I didn't intend for him to be a particularly likeable person.”
„Ich denke nicht, dass er zwingend gut oder böse ist. Wer ist das schon? Er hat seine Makel und nur wenige erkennbare Tugenden jenseits von Patriotismus und Mut, was ohnehin wahrscheinlich keine Tugenden sind […] Aber ich habe ihn nicht als sonderlich sympathischen Kerl angelegt.“
Schwarz sieht Flemings Bond als Kind des Kalten Krieges, dem er sich bedenkenlos verschreibt. Statt der „häßlichen Deutschen“ aus dem Zweiten Weltkrieg, die gelegentlich noch auftreten, ist die Sowjetunion zum Hauptgegner geworden. Dabei ist der Antikommunismus kaum ideologisch unterfüttert. Vorstellungen von Demokratie und Rechtsstaat spielen für den Agenten mit der Lizenz zum Töten keine Rolle. Dem stimmt Fleming zu:
“James Bond is a healthy, violent, noncerebral man in his middle-thirties, and a creature of his era. I wouldn't say he's particularly typical of our times, but he's certainly of the times.”
„James Bond ist ein gesunder, brutaler, unverkopfter Mann in seinen Dreissigern und ein Geschöpf seiner Zeit. Ich würde ihn nicht als besonders typisch für unsere Zeit bezeichnen, aber er stammt sicherlich aus dieser Zeit.“
Neben dem allbekannten Machismus, in dem Frauen vor allem als sexuelle Gespielinnen dienen, sind die Bücher durchsetzt von rassistischen Stereotypen über Schwarze und Asiaten sowie einem zeitgenössischen Chauvinismus, nach dem sich Briten auch den befreundeten Nationalitäten stets als überlegen erweisen. Die Filme wurden weitgehend um diesen politischen Hintergrund bereinigt und als unpolitische Spektakel inszeniert.
Bond im Film wird einerseits als ein galanter, andererseits ironischer (vor allem bei Roger Moore) bis zynischer (Sean Connery) Macho skizziert, den eine Aura der Unverwundbarkeit umgibt. Er trägt maßgeschneiderte Anzüge und ist dem Glücksspiel nicht abgeneigt. Außerdem genießt er gutes Essen sowie teure Weine, Champagner und (in älteren Filmen) Zigarren und Zigaretten. Im ironischen Kontrast dazu wird in dem Film Spectre Bonds ausgesprochen spartanisch eingerichtete Privatwohnung gezeigt.
Bond ist stets umgeben von schönen Frauen, den sogenannten Bond-Girls, die meist seinem Charme erliegen. Als wiederkehrendes Element flirtet auch die Chefsekretärin Miss Moneypenny mit Bond, allerdings stets vergeblich. Dabei zeigt sie sich gelegentlich eifersüchtig auf seine Gespielinnen. Im Zusammenhang mit Bonds Bond-Girls steht die Romeo-Falle, die in diesem Fall als Venus-Falle funktioniert.

Fleming schrieb zwölf Romane und zwei Kurzgeschichten-Anthologien um James Bond, die schon vor der Filmserie sehr erfolgreich waren. Nach seinem Tod 1964 setzten andere Autoren wie John Gardner die Romanreihe fort. Es folgten auch Romanfassungen der Filmdrehbücher sowie weitere Ableger.
2004 kündigte Ian Fleming Publications (Gildrose) eine Buchreihe an über Bonds Schulzeit am Eton College. Charlie Higson schrieb die ersten dieser Young-Bond-Romane. Bereits Ende der 1960er Jahre verfasste Arthur Calder-Marshall einen Roman mit Bonds jugendlichen Neffen James Bond Jr. Dies führte John Peel Anfang der 1990er Jahre mit sechs Romanen weiter. Samantha Weinbergs Roman-Trilogie berichtet in Form von Tagebucheinträgen der Sekretärin Miss Moneypenny über Bonds Karriere jenseits von Flemings Romanen. Dabei wird auch Moneypennys Vergangenheit näher beschrieben und ihr Vorname, Jane, verraten.
Flemings Wortwahl richtete sich nach dem dargestellten Milieu seiner Zeit. Auf Anraten seines amerikanischen Verlags passte er einige Begrifflichkeiten an den dortigen Sprachgebrauch an und ersetzte in der US-Auflage z. B. das Wort „Neger“. Zum 70. Jubiläum legte Ian Fleming Publishing die Romanreihe neu auf und verwendete fortan weltweit die US-Fassung. Der Scherz Verlag kürzte die Erstübersetzung wiederum mit Rücksicht auf die deutschen Sensibilitäten der 1960er – besonders prominent bei Moonraker, dessen Bösewicht sich als Altnazi offenbart. Cross Cult publizierte ab 2012 eine ungekürzte Neuübersetzung von Stephanie Pannen und Anika Klüver, die sich stärker an Flemings Stil orientiert.
| Geschichte von Ian Fleming | Verfilmung von Eon Productions | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | Originaltitel | Schauplätze | Titel | Jahr | Bemerkung |
| 1953 | Casino Royale | „Royale-les-Eaux“ F1 | Casino Royale | 2006 | Modernisiert und erweitert, z. B arbeitet Le Chiffre für SPECTRE anstelle des russischen Geheimdienstes. |
| 1954 | Live and Let Die | New York City, St. Petersburg, Jamaika | Leben und sterben lassen | 1973 | Die Handlung wurde modernisiert und nur einige Figuren und wenige Elemente der Romanhandlung übernommen. Einige Szenen wurden in späteren Bond-Filmen eingebaut. |
| 1955 | Moonraker | London, Grafschaft Kent | Moonraker – Streng geheim | 1979 | Nur Schurke Drax wurde übernommen. Die Geschichte inspirierte später Stirb an einem anderen Tag. |
| 1956 | Diamonds Are Forever | Guinea (Französisch-Westafrika), London, New York City, Saratoga (New York), Las Vegas, „Spectreville“ F2, Los Angeles | Diamantenfieber | 1971 | Nur lose verfilmt, z. B. wurde Oberschurke Jack Spang durch Blofeld ersetzt. |
| 1957 | From Russia with Love | Sowjetunion, Moskau, London, Istanbul, Balkanhalbinsel, Paris | Liebesgrüße aus Moskau | 1963 | Weitgehend buchgetreu, aber Bonds Gegenspieler ist Blofeld mit der Organisation SPECTRE anstatt des russischen Geheimdienstes. |
| 1958 | Dr. No | London, Jamaika, „Crab Key“ F3 | James Bond jagt Dr. No | 1962 | Um spektakuläre Elemente erweitert |
| 1959 | Goldfinger | Miami, London, Grafschaft Kent, Frankreich, Schweiz, New York City, Kentucky | Goldfinger | 1964 | Weitgehend buchgetreu |
| 1960 FYEO | From a View to a Kill | Umgebung von Paris | Im Angesicht des Todes | 1985 | Nur Schauplatz Paris wurde übernommen. |
| For Your Eyes Only | Jamaika, Kanada | In tödlicher Mission | 1981 | flossen weitgehend buchgetreu ein | |
| Risico | Insel Santa Maria (Italien) | ||||
| Quantum of Solace | Nassau (Bahamas), Nigeria | Ein Quantum Trost | 2008 | Nur titelgleich | |
| The Hildebrand Rarity | Seychellen | Lizenz zum Töten | 1989 | Nur Schurke Milton Krest wurde übernommen. | |
| 1961 | Thunderball | Grafschaft Sussex, Paris, London, Bahamas | Feuerball | 1965 | Weitgehend buchgetreu |
| 1962 | The Spy Who Loved Me | Adirondack Mountains | Der Spion, der mich liebte | 1977 | Nur titelgleich |
| 1962 OP | The Living Daylights | Todesstreifen in Berlin | Der Hauch des Todes | 1987 | Abgewandelt im ersten Filmdrittel, u. a. nach Bratislava verlegt. |
| Octopussy | Jamaika, Kitzbühel | Octopussy | 1983 | Nur indirekte Bezüge. Die Titelfigur des Films ist die Tochter von Bonds Gegenspieler aus der Kurzgeschichte. Die Figur Hannes Oberhauser aus der Kurzgeschichte tritt im Film Spectre auf. | |
| 1963 OP | The Property of a Lady | Sotheby’s (London) | Floss weitgehend buchgetreu ein | ||
| 007 in New York | New York City | Ein Quantum Trost | 2008 | Inspirierte den Epilog | |
| 1963 | On Her Majesty’s Secret Service | „Royale-les-Eaux“ F1, London, Schweiz, München | Im Geheimdienst Ihrer Majestät | 1969 | Weitgehend buchgetreu |
| 1964 | You Only Live Twice | London, Tokio, Fukuoka, Kuroshima (Taketomi), Kyōto | Man lebt nur zweimal | 1967 | Nur Schurke Blofeld und wenige Details wurden übernommen. |
| 1965 | The Man with the Golden Gun | London, Jamaika | Der Mann mit dem goldenen Colt | 1974 | Nur Schurke Scaramanga und wenige Details wurden übernommen. |

Bonds erstes Fahrzeug wird in dem Roman Casino Royale eingeführt. Es ist ein schlachtschiffgrauer Bentley 4 1/2 Litre, Cabriolet, Marchal-Frontscheinwerfern, Amherst-Villiers-Kompressor (Blower) und Vanden-Plas-Karosserie, das er 1933 fast neu erworben hatte. In einem Versteck unter dem Armaturenbrett befindet sich eine .45 ACP Colt M1911A1 mit langem Lauf.
Nachdem der Blower-Bentley in Moonraker ein jähes Ende gefunden hat, kauft sich Bond für circa £ 5000 einen ebenfalls schlachtschiffgrauen Bentley Mark VI, ein zweitüriges Cabriolet mit einem in dunkelblauem Leder gestalteten Innenraum. Dieses Auto kommt in keinem weiteren Roman Flemings mehr vor.

Ein kurzes Gastspiel hat in dem Roman Goldfinger ein Dienstwagen des Secret Intelligence Service, ein Aston Martin DB Mark III, der von Ian Fleming fälschlicherweise als „DB III“ bezeichnet wird. Es ist der einzige Wagen in den James-Bond-Romanen, der mit Spezialausstattung versehen ist: Schalter, um Form und Farbe der Front- und Rückleuchten zu verändern, verstärkte Stoßstangen, ein „.45 ACP“-Colt mit langem Lauf unter dem Fahrersitz, ein Empfangsgerät, das auf eine Sendeanlage namens „Homer“ abgestimmt ist, und ein eingebauter Hohlraum zum verdeckten Transport. In der Verfilmung von 1964 wird der originale Prototyp des DB V eingesetzt.
Im Roman Feuerball wird von Ian Fleming das letzte Bondauto eingeführt. Als Basis dient ein Bentley R-Type Continental Coupé, mit dem ein „reicher Idiot“ auf der Great West Road gegen einen Telegraphenmast gerast ist. Bond kauft das Unfallfahrzeug für £ 1500, lässt es reparieren und den im Mai 1954 eingeführten 4,8-Liter-Reihensechszylinder-Ottomotor einbauen. Danach lässt er sich von H. J. Mulliner & Co. für £ 3000 eine neue Cabrio-Karosserie mit zwei Schalensitzen in schwarzem Leder anfertigen. Lackiert wird der Bentley, den Bond liebevoll „Lokomotive“ getauft hat, in schlachtschiffgrau. Des Klangs wegen lässt Bond Zwei-Inch-Doppelendrohre anbringen und, um die Leistung zu steigern, einen Arnott-Kompressor einbauen. Anstatt des „Winged B“ von Bentley ziert den Kühlergrill eine achteckige, silberne Schraube.
1962 begann Eon Productions eine erfolgreiche James-Bond-Filmreihe mit Dr. No. Sie machte Hauptdarsteller Sean Connery über Nacht zum Star und prägte das Action-Subgenre des Spy-Fi. Während Flemings Romane aufeinander aufbauen, wählte man die Filmvorlagen in abweichender Reihenfolge. Hierdurch gingen die Bezüge zwischen den Geschichten weitgehend verloren.
Die Drehbücher orientierten zunächst noch an Flemings Geschichten, wurden aber um kinoreife Schauwerte erweitert und schließlich zunehmend eigenständig. Insbesondere in dem 1979 erschienenen Film Moonraker, beeinflusst durch das Space-Shuttle-Programm und den Erfolg des Films Krieg der Sterne, wurde die Handlung modernisiert und so stark modifiziert, dass sie mit der 24 Jahre älteren Romanvorlage kaum noch etwas gemeinsam hat. Nachdem alle elf Romane, zu denen die Rechte vorlagen, verfilmt worden waren, zog Eon in den 1980er Jahren die Kurzgeschichten oder nur deren Titel heran. Von 1989 bis 2002 entstanden die Filme gänzlich ohne literarisches Vorbild.
Anfang der 2000er Jahre konnte sich Eon schließlich die Rechte an Flemings Erstling Casino Royale sichern und entschloss, die Reihe nach zwanzig Filmen mit Hauptdarsteller Daniel Craig neuzustarten. Seine fünf Auftritte von Casino Royale (2006) bis Keine Zeit zu sterben (2021) erzählen eine übergreifende Geschichte von Bonds erstem Einsatz als 00-Agent bis zu seinem letzten. Ein Quantum Trost übernahm 2008 sogar wieder den Titel einer 1960 veröffentlichten Kurzgeschichte, basiert jedoch nicht auf dem Buch. Während der COVID-19-Pandemie wurde das beteiligte Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer vom Online-Versandhändler Amazon geschluckt, an die Eon schließlich die kreative Kontrolle über die Filmfigur abtreten musste.
| Jahr | Film | James Bond | „M“ | Moneypenny | „Q“ | Felix Leiter | Schurke | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Darsteller | Alter A | |||||||
| 1962 | Sean Connery | 31 | Bernard Lee | Lois Maxwell | Peter Burton | Jack Lord | Joseph Wiseman als Dr. No SP | |
| 1963 | 32 | Desmond Llewelyn | — | Lotte Lenya als Rosa Klebb SP KGB | ||||
| 1964 | 33 | Cec Linder | Gert Fröbe als Goldfinger | |||||
| 1965 | 34 | Rik van Nutter | Adolfo Celi als Emilio Largo SP | |||||
| 1967 | 36 | — | Donald Pleasence als Blofeld SP | |||||
| 1969 | George Lazenby | 29 | Telly Savalas als Blofeld SP | |||||
| 1971 | Sean Connery | 41 | Norman Burton | Charles Gray als Blofeld SP | ||||
| 1973 | Roger Moore | 45 | — | David Hedison | Yaphet Kotto als Kananga / Mr. Big | |||
| 1974 | 47 | Desmond Llewelyn | — | Christopher Lee als Scaramanga | ||||
| 1977 | 49 | Curd Jürgens als Karl Stromberg | ||||||
| 1979 | 51 | Michael Lonsdale als Hugo Drax | ||||||
| 1981 | 53 | — | Julian Glover als Kristatos KGB | |||||
| 1983 | 55 | Robert Brown | Louis Jourdan als Kamal Khan KGB | |||||
| 1985 | 57 | Christopher Walken als Max Zorin KGB | ||||||
| 1987 | Timothy Dalton | 40 | Caroline Bliss | John Terry | Joe Don Baker als Brad Whitaker Jeroen Krabbé als Gen. Koskov KGB | |||
| 1989 | 42 | David Hedison | Robert Davi als Franz Sanchez | |||||
| 1995 | Pierce Brosnan | 42 | Judi Dench | Samantha Bond | — | Sean Bean als Alec Trevelyan, „006“ | ||
| 1997 | 44 | Jonathan Pryce als Elliot Carver | ||||||
| 1999 | 46 | Desmond Llewelyn John Cleese |
Robert Carlyle als „Renard“ | |||||
| 2002 | 49 | John Cleese | Toby Stephens als Gustav Graves | |||||
| 2006 | Daniel Craig | 38 | — | Jeffrey Wright | Mads Mikkelsen als Le Chiffre SP | |||
| 2008 | 40 | Mathieu Amalric als Dominic Greene SP | ||||||
| 2012 | 44 | Kurzfilm für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele in London | ||||||
| Judi Dench | Naomie Harris | Ben Whishaw | — | Javier Bardem als Raoul Silva SP | ||||
| 2015 | 47 | Ralph Fiennes (Judi Dench) B |
Christoph Waltz als Blofeld SP | |||||
| 2021 | 51 | Ralph Fiennes | Jeffrey Wright | Rami Malek als Lyutsifer Safin | ||||
In den ersten fünf Kinofilmen verkörperte Sean Connery den Geheimagenten. Doch er war nicht Flemings Wunschkandidat. Er hätte am liebsten jemanden wie Cary Grant in der Rolle gesehen, da dieser seiner Ansicht nach die eleganten Seiten des Agenten glaubhafter hätte verkörpern können. Wunschkandidat war eigentlich Richard Todd. Connery als Schotte war dem Schriftsteller zu wenig feinsinnig, zu grobschlächtig und zu „behaart“. Später änderte Fleming seine Meinung, nachdem Connery beim Vorsprechen für die Bond-Rolle durch seine überaus hervorstechende und männliche Gangart überzeugt hatte. Cary Grant lehnte die Rolle ab, da er sich nicht für mehrere Bond-Filme verpflichten lassen wollte.
Beim Debüt in Dr. No im Jahr 1962 war Connery 32 Jahre alt. Jünger war nur George Lazenby, der 1969 mit 30 Jahren für nur einen Film in die Rolle des James Bond schlüpfte. 1971 wurde der britische Schauspieler Simon Oates kurzzeitig ernsthaft als dessen Nachfolger für Diamantenfieber gehandelt. Nachdem Sean Connery aber seine Rückkehr als 007-Agent verkündet hatte, war Oates aus dem Rennen.
Es folgte Roger Moore, der insgesamt siebenmal (1973–1985) den Geheimagenten spielte und damit der häufigste Bond-Darsteller der EON-Reihe ist. Zählt man bei Sean Connery den außerhalb der Eon-Reihe produzierten Film Sag niemals nie (1983) dazu, so kommt auch er wie Roger Moore auf sieben Filme.
Roger Moore war bei seinem ersten Auftritt mit 45 Jahren bereits älter als sein Vorgänger Sean Connery bei seinem letzten Film, und mit 57 Jahren (1985) war Moore auch der mit Abstand älteste James Bond der Eon-Reihe auf der Leinwand. Nach Roger Moore spielten Timothy Dalton in zwei Filmen (1987, 1989) und Pierce Brosnan in vier Filmen (1995–2002) den Agenten. Daniel Craig verkörperte Bond anschließend von 2006 bis 2021 in fünf Filmen. Außerdem trat er in einem Kurzfilm der von Oscarpreisträger Danny Boyle inszenierten Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele 2012 an der Seite von Königin Elisabeth II. auf.

Der Schauspieler mit den wohl meisten Auftritten war Desmond Llewelyn in der Rolle des Quartiermeisters „Q“, der Bond mit raffinierten technischen Geräten und Waffen ausstattet. Obwohl Llewelyn in mehr als 17 Bond-Filmen über den Zeitraum von 36 Jahren mitwirkte, ist er insgesamt nur rund 30 Minuten zu sehen.
Zu James Bonds weiteren Verbündeten gehören:
Lazenby war lange der einzige Darsteller, der als James Bond zumindest für einen bedeutenden Filmpreis nominiert war: Bei der Golden Globe-Verleihung 1970 unterlag er jedoch Jon Voight als Bester Nachwuchsdarsteller. Erst 2007 konnte Craig durch seine BAFTA-Nominierung einen ähnlichen Erfolg vorweisen. Connery und Moore erhielten während ihrer „Amtszeit“ als 007 jeweils einen Henrietta Award, der jedoch den zum Verleihungszeitpunkt (1972, bzw. 1980) generell „populärsten Darsteller“ auszeichnen sollte und nicht für eine bestimmte schauspielerische Leistung verliehen wurde. Brosnan erhielt 1998 den Saturn Award für den besten Hauptdarsteller und war zwei weitere Male nominiert, wie später auch Craig – dieser für filmische Leistungen in den Genres Action, Horror und Sci-Fi vergebene Preis zählt jedoch nicht zu den prestigeträchtigen Auszeichnungen der Filmpreissaison. Auch abseits der Titelrolle beschränken sich Preise für darstellerische Leistungen auf den Golden Globe Award als Beste Nachwuchsdarstellerin für Ursula Andress.
1961 kaufte der Produzent Harry Saltzman die Filmrechte für die Bücher Flemings und gründete zusammen mit Albert R. „Cubby“ Broccoli die Produktionsgesellschaft Eon Productions sowie deren Muttergesellschaft Danjaq für die Urheber- und Markenrechte. Gemeinsam mit der Filmgesellschaft United Artists (UA), mit dem Vertrieb beauftragt, brachten sie im Oktober 1962 den ersten Bond-Film heraus: James Bond – 007 jagt Dr. No. In den nächsten 27 Jahren erschienen 15 weitere Filme der Reihe, wobei Saltzman 1975 aufgrund von Differenzen, die seine anderen Filmprojekte hervorriefen, und aus finanziellen Gründen seinen Anteil an Danjaq nach 13 Jahren an United Artists verkaufte. Saltzman stieg nach dem Film Der Mann mit dem goldenen Colt (1974) bei den James-Bond-Filmen aus; die bisherige Vertriebsgesellschaft UA wurde Miteigentümerin der Filmrechte.
Die Kulissen der Filmreihe wurden von den Szenenbildnern Ken Adam und Peter Lamont geschaffen. Ken Adam verließ James Bond nach der Produktion von Moonraker, sein Nachfolger wurde Lamont, der zuvor schon in anderen Funktionen an der Reihe mitwirkte. Lamont blieb bis einschließlich Casino Royale (2006) der Reihe verbunden.
Nach Lizenz zum Töten (1989) kam es wegen Differenzen zwischen der Produktions- und der Verleihfirma zu einer fast sechseinhalbjährigen Unterbrechung. GoldenEye kam Ende 1995 in die Kinos; danach entstand durchschnittlich alle drei Jahre ein neuer Bond-Film. Die 007-Reihe zählt zu den langlebigsten und kommerziell erfolgreichsten der Filmgeschichte.
GoldenEye ist der erste Film, der nicht mehr von Albert R. Broccoli produziert wurde, sondern von seinem Stiefsohn und bisherigen Mitproduzenten Michael G. Wilson und seiner Tochter Barbara Broccoli. Seit Albert R. Broccolis Tod im Juni 1996 führten die beiden die Geschäfte weiter. Die Rechte an den von Eon Productions Ltd. produzierten James-Bond-Filmen lagen bis 1975 allein bei Danjaq S. A. und werden seit dem Verkauf des 50-prozentigen Anteil Saltzmans an United Artists von Danjaq S. A. und United Artists kontrolliert. Seit 1981 kontrolliert Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) als Mutterunternehmen von United Artists den Verleih der Filmreihe und besitzt Anteil am Copyright aller Filme.
2005 übernahm ein von Sony und dessen Tochterunternehmen Sony Pictures Entertainment geführtes Konsortium Metro-Goldwyn-Mayer und die Tochtergesellschaft United Artists.
Nach anfänglicher Ungewissheit über die Zukunft des finanziell angeschlagenen MGM begannen die Dreharbeiten des 23. James-Bond-Films Skyfall am 3. November 2011 in Whitehall in London. Fast alle bisherigen Bond-Filme wurden in den Pinewood Studios bei London produziert, wo für die teilweise sehr aufwändigen Filmsets eigene Hallen errichtet wurden.
Während die eine Hälfte der Filmrechte seit den 1960ern bei der Produzentenfamilie Broccoli lag, wechselte der andere Teil seit dem Ausstieg von Harry Saltzman mehrfach den Besitzer. Wiederholte wirtschaftliche Schieflage der Partnerstudios erzwangen dadurch immer wieder mehrjährige Produktionspausen. Infolge der COVID-19-Pandemie schluckte schließlich der Onlineversandhändler Amazon das Hollywoodstudio MGM mitsamt ihrem Anteil der Filmrechte. Trotzdem kam es lange nicht zu Fortschritten an einem weiteren Film. Ende 2024 berichtete The Wall Street Journal, dass Amazons Pläne, Bond als „Content zu maximalisieren“, die langjährige Filmproduzentin Barbara Broccoli nachhaltig verärgert hätten. Schließlich zahlte Amazon im Februar 2025 Familie Broccoli aus und übernahm die volle Kontrolle über die Figur. Damit endete nach über sechzig Jahren die Filmreihe von Eon Productions.
| Film | Fahrzeuge | Schauplätze (fiktive Orte in Anführungszeichen) | Drehorte |
|---|---|---|---|
| James Bond jagt Dr. No | Sunbeam Alpine Series II | Kingston, London, Jamaika, „Crab Key“ (Dr. Nos Insel) | Pinewood Studios, London, Kingston, Jamaika |
| Liebesgrüße aus Moskau | Bentley 3 ½ Litre | „Spectre Island“ (Trainingscamp von SPECTRE), Fluss in England, London, Istanbul, mit dem Orient-Express über Belgrad und Zagreb zur jugoslawisch-italienischen Grenze, Venedig | Pinewood Studios, London, England, Schottland, Istanbul, Türkei, Italien |
| Goldfinger | Aston Martin DB5 | ungenannter mittelamerikanischer Staat, Miami Beach, London, Golfplatz in England, Genf, Andermatt, Furkapass, „Auric Enterprises“ (Goldfingers Fabrik in Stans, in der Schweiz), „Goldfingers Gestüt“ in Kentucky, Fort Knox, über dem Nordatlantik | Pinewood Studios, England, Andermatt, Furkapass, Pilatus Flugzeugwerke in Stans (Schweiz), Miami, Kentucky |
| Feuerball | Aston Martin DB5, 65er Ford Thunderbird Cabrio | Herrenhaus in Frankreich, Hauptquartier von SPECTRE in Paris, „Shrublands“ (ein Sanatorium bei London), England, Bahamas, Nassau | Pinewood Studios, England, Paris, Schloss Anet in Frankreich, Nassau, Bahamas, Miami |
| Man lebt nur zweimal | Toyota 2000 GT | Erdumlaufbahn, amerikan. Raketenkontrollzentrum, sowjet. Radarstation, Hongkong, Tokio, Kōbe, Kyūshū, Hauptquartier von SPECTRE in einem Vulkankrater | Pinewood Studios, England, Tokio, Japan, Control and Reporting Centre Mågerø (Norwegen), Gibraltar, Bahamas, Bermuda |
| Im Geheimdienst Ihrer Majestät | Mercury Cougar 1969 Convertible, Aston Martin DBS | Estoril, Lissabon, Bern, England, London, Lauterbrunnen, „Bleuchamps medizinisches Institut für Allergien“ (Hauptquartier von SPECTRE) im Piz Gloria auf dem Schilthorn im Berner Oberland, Feldkirch (Vorarlberg), Grindelwald, Portugal | Pinewood Studios, England, Bern, Lauterbrunnen, Schilthorngipfel, Grindelwald, Winteregg, Mürren, Andermatt, Lissabon, Portugal |
| Diamantenfieber | Ford Mustang Mach 1, Triumph Stag, Aston Martin DBS | Tokio, Kairo, Cannes, London, Diamantenmine in Südafrika, Amsterdam, Los Angeles, Las Vegas, Ölplattform vor der Küste Kaliforniens (Hauptquartier von SPECTRE) | Pinewood Studios, England, Amsterdam, Flughafen Frankfurt Main, Los Angeles, Las Vegas, Nevada, Bohrplattform vor Südkalifornien |
| Leben und sterben lassen | Chevrolet Bel Air, Chevrolet Impala, AEC Routemaster | „Bonds Wohnung“ in London, New York, New Orleans, „San Monique“ (ein Inselstaat in der Karibik) | Pinewood Studios, England, New Orleans, Louisiana, New York |
| Der Mann mit dem goldenen Colt | AMC Hornet, AMC Matador | London, Beirut, Macau, Hongkong, Bangkok, „Scaramangas Insel“ im Südchinesischen Meer, Pang Nga Bay (Thailand) | Pinewood Studios, England, Macao, Hongkong, Bangkok, Khao Phing Kan in der Phang-Nga-Bucht |
| Der Spion, der mich liebte | Lotus Esprit Type 79, Ford Taunus TC | „Berngarten“ in Österreich, Moskau, Schottland, Ägypten, Kairo, Gizeh, Luxor-Tempel, Abu Simbel, Sardinien, „Atlantis“ (Strombergs Plattform im Mittelmeer) | Pinewood Studios, England, Kairo, Gizeh, Luxor, Abu Simbel, Sardinien, Bahamas, Malta, Okinawa, Mount Asgard in Kanada, Graubünden |
| Moonraker | Rolls-Royce Silver Shadow I, Hispano-Suiza J 12, MP Lafer | über dem Nordatlantik, auf dem Rückflug aus Afrika, London, Los Angeles, „Drax’ Schloss“ in Kalifornien, Venedig, Rio de Janeiro, Urwald von Brasilien, „Drax’ Raumstation“ im Weltraum | Pinewood Studios, England, Paris, Schloss Vaux-le-Vicomte bei Melun, Billancourt Studios, Boulogne Studios, Frankreich, Venedig, Rio de Janeiro, Iguazú-Wasserfälle, Maya-Stadt Tikal in Guatemala, Los Angeles, Kalifornien, Florida |
| In tödlicher Mission | Lotus Esprit, Citroën 2CV, Peugeot 504 | Friedhof bei London, London, Ionisches Meer, Gegend von Madrid, Cortina d’Ampezzo, Korfu, irgendwo an der alban. Küste, Kloster „St. Cyril’s“ in Griechenland | Pinewood Studios, England, London, Cortina d’Ampezzo, Korfu, Meteora-Kloster Agia Triada in Griechenland, Bahamas, Nordsee |
| Octopussy | Alfa Romeo GTV6, Mercedes-Benz 250 SE (W 108) | ungenannter lateinamerikanischer Staat, Ost-Berlin, Berliner Mauer, Residenz des brit. Botschafters in West-Berlin, Sotheby’s in London, Udaipur, „Octopussys Palast“ in Indien, Karl-Marx-Stadt in der DDR, Zugfahrt über die innerdeutsche Grenze, „Feldstadt“ (eine US-Air-Force-Basis in Bayern) | Pinewood Studios, England, London, West-Berlin, Udaipur, Taj Mahal, Indien, Utah |
| Im Angesicht des Todes | Rolls-Royce Silver Cloud II, Renault 11, Chevrolet Corvette, American LaFrance Drehleiter | Sibirien, London, Ascot, Paris, „Zorins Schloss“ in Frankreich, San Francisco, „Zorins Silbermine“ bei der San-Andreas-Spalte, Golden Gate Bridge | Pinewood Studios, England, Ascot, Paris, Schloss Chantilly in Frankreich, San Francisco, Vatnajökull (Gletscher in Island), Vedretta di Scerscen Inferiore (Gletscher in Italien) |
| Der Hauch des Todes | Aston Martin V8 Volante, Aston Martin V8 Vantage, Audi 200 quattro, Audi 200 Avant quattro | Gibraltar, Bratislava, London, England, Wien, „Eiserner Vorhang“ zwischen der ČSSR und Österreich, Tanger, Afghanistan, Marokko | England, Wien (Volksoper und Gasometer), Österreich (in Kärnten am Weissensee), Tanger, Marokko, Mojave-Wüste, Gibraltar |
| Lizenz zum Töten | Kenworth W500B, Rolls-Royce Silver Shadow II, Maserati Biturbo 425i | Bahamas, Key West, „Isthmus City“ (eine Stadt in Mittelamerika) | Churubusco Studios, Key West, Mexiko-Stadt, Mexiko |
| GoldenEye | Aston Martin DB5, BMW Z3, Ferrari F355, T-55 | Archangelsk (im Film noch UdSSR), Monaco, Sewernaja Semlja, Sankt Petersburg, Kuba, Guantanamo Bay | Warner Bros. Studios Leavesden, London, England, Monaco, Puerto Rico, Lago-di-Vogorno-Staudamm in der Schweiz |
| Der Morgen stirbt nie | BMW 750iL, BMW R1200C, Aston Martin DB5 | Khyber-Pass im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan, Südchinesisches Meer, Oxford, Hamburg, Okinawa, Vietnam, Ho-Chi-Minh-Stadt, Courchevel | Pinewood Studios, London, Oxford, England, Hamburg, Bangkok, Thailand, Florida, Mexiko |
| Die Welt ist nicht genug | BMW Z8, Land Rover Discovery, Aston Martin DB5 | Bilbao, London, Schottland, Baku, Ölfelder in Aserbaidschan, Atomwaffen-Forschungszentrum in Kasachstan, Istanbul | Pinewood Studios, London, England, Istanbul, Türkei, Baku, Bilbao, Schottland, Frankreich, Spanien |
| Stirb an einem anderen Tag | Aston Martin V12 Vanquish, Ford Thunderbird Retro | Nordkorea, demilitarisierte Zone zw. Nord- und Südkorea, Hongkong, Kuba, London, Island, „Graves Eispalast“ | Pinewood Studios, London, England, Cádiz als Kuba, Hawaii, Jökulsárlón-Eissee in Island |
| Casino Royale | Aston Martin DBS, Ford Mondeo, Aston Martin DB5 | Prager Büro des MI6, Herrentoilette in Lahore, Pakistan, Uganda, Madagaskar, Bahamas, Miami, Montenegro, Comer See, Venedig | Pinewood Studios, Grandhotel Pupp in Karlsbad, Burg Loket nahe Karlsbad, Kloster Strahov in Prag, Villa del Balbianello in Lenno am Comer See, Venedig, Bahamas, Nationalmuseum in Prag |
| Ein Quantum Trost | Aston Martin DBS, Volvo S40, Alfa Romeo 159, Ford Ka, Ford Edge, Range Rover Sport, Land Rover Defender | Gardasee, Carrara, Siena, London, Seebühne in Bregenz, Haiti, Bolivien, Talamone | Pinewood Studios, England, Siena, Gardasee, Feldkirch, Bregenz, Panama-Stadt, Panama, Atacama-Wüste in Chile, Mexiko, Talamone |
| Skyfall | Aston Martin DB5, Range Rover Vogue SE, Jaguar XJ LWB, Mercedes-Benz S-Klasse, Land Rover Defender, Honda CRF Rally | Istanbul, London, türkische Küste, Shanghai, Macau, Hashima (Silvas Insel), Skyfall-Anwesen in Schottland | London, Istanbul, Pinewood Studios, England, Rennbahn in Ascot als Shanghai Airport, Türkei, China |
| Spectre | Aston Martin DB10, Aston Martin DB5, Jaguar C-X75 | Mexiko-Stadt, London, Rom, Tokio, Altaussee, Tirol, Tanger, Hauptquartier von SPECTRE in einem Meteoritenkrater in der Wüste von Marokko | Pinewood Studios, London, Mexiko-Stadt, Rom, Tanger, Erfoud, Sölden, Obertilliach, Altaussee |
| Keine Zeit zu sterben | Aston Martin DB5, Aston Martin V8, Aston Martin Valhalla | Matera, London, Jamaika, Kuba, Norwegen, Insel zwischen Japan und Russland (Safins Hauptquartier) | London, Italien, Jamaika, Norwegen, Färöer, Schottland, HMS Dragon |
Eigens für den Film Man lebt nur zweimal produzierte Toyota zwei Autos des Typs 2000 GT in einer Cabrio-Variante. Der Grund dafür: Sean Connery war für das ursprünglich vorgesehene Modell mit normalem Dach zu groß.
Als Besonderheit kann gewertet werden, dass viele der Autos im Zuge von Kampfhandlungen schwer beschädigt beziehungsweise zerstört werden – so werden der Lotus Esprit in In tödlicher Mission gesprengt, der BMW 750 in Der Morgen stirbt nie fliegt vom Parkhaus in eine Filiale von AVIS, und der BMW Z8 in Die Welt ist nicht genug wird zersägt. Im Zuge dieser Totalschäden entwickelt sich ein Running Gag mit den Quartiermeistern Q und R, die Bond inständig bitten, das Fahrzeug als Ganzes wiederzubringen, was dieser aber nur in den seltensten Fällen tut. Auch andere von Bond verwendete Transportmittel, wie Boote oder Flugzeuge, werden im Laufe des Einsatzes häufig zerstört.

John Barry galt bis zum Verlassen der Filmreihe im Jahr 1987 als Hauskomponist der Bondfilme. Versuche, ihn später zurückzuholen, scheiterten. Beim ersten Bondfilm, James Bond jagt Dr. No (1962), arrangierte und dirigierte er Monty Normans berühmt gewordenes James-Bond-Thema. Insgesamt komponierte Barry elf Bond-Soundtracks, drei Mal sprangen andere für ihn ein: George Martin (Leben und sterben lassen, 1973), Marvin Hamlisch (Der Spion, der mich liebte, 1977) und Bill Conti (In tödlicher Mission, 1981). Von 1997 bis 2008 war David Arnold für die Filmmusik verantwortlich. Bei Skyfall (2012) sowie Spectre (2015) wurde die Filmmusik von Thomas Newman komponiert und bei Keine Zeit zu sterben (2021) von Hans Zimmer.

Prägend wirken dabei musikalische Hauptthemen, insbesondere das reihenübergreifende Bond-Thema und die Melodien der Titellieder. Sie werden beständig variiert und dabei in den fortlaufenden Soundtrack eingearbeitet, um dem Soundtrack neben der dramaturgischen Funktion eine musikalische Identität zu verleihen, die letztlich auch den Filmen insgesamt zugutekommt. Das James Bond Theme von Monty Norman eröffnet seit Liebesgrüße aus Moskau jeden Bond-Film bis zu Stirb an einem anderen Tag mit der typischen Pistolenlauf-Einstellung. In Casino Royale (2006) erklingt das vollwertige Bond-Thema erst gegen Filmende, wenn Bond zum Agenten 007 gereift ist, und leitet in den Abspann über.
Bis heute werden für die Titellieder weltbekannte Solisten und Gruppen verpflichtet. Dazu gehörten bisher Tom Jones, Nancy Sinatra, Louis Armstrong, Paul McCartney, A-ha, Tina Turner und Madonna. Shirley Bassey interpretierte gleich drei Titellieder: Goldfinger (1964), Diamonds Are Forever (1971) und Moonraker (1979). Sheena Easton war – mit ihrem Titellied zu In tödlicher Mission (1981) – als einzige Sängerin auch während des Vorspanns zu sehen. Madonna hatte zudem eine Kurzrolle in Stirb an einem anderen Tag, zu dem sie das Titellied sang. Als einzigen Interpreten eines Bond-Titelliedes gelang es der Gruppe Duran Duran mit A View To A Kill (1985) den ersten Platz der US-Charts zu belegen. Adeles Titellied Skyfall errang im Oktober 2012 die Spitze der deutschen Single-Charts und erhielt 2013 den Oscar für den besten Song. Billie Eilish, die den Titelsong von Keine Zeit zu sterben singt, ist die jüngste Interpretin eines James-Bond-Titelsongs. Der Titel erhielt 2022 den Oscar für den besten Song.
Das erste britische Filmlogo zeigte eine schwarze Pistole über der roten Codenummer „007“. Für den US-Start von Dr. No verschmolz Joseph Caroff 1962 beides in einem Logo, das sich heute auf vielen Werbeprodukten und international auf fast allen Kinoplakaten findet. Im Laufe der Jahre entstanden viele Varianten, wobei die japanische sich durch ihre Details hervortat. Bei Leben und sterben lassen wurde das Logo 1973 erstmals senkrecht als „R0ger M0ore“ integriert. Zu Timothy Daltons Einstand erschien 1987 ein neues Logo, das nicht länger der Schriftart des Filmtitels folgte. 1995 wurde zur Premiere von Pierce Brosnan im Film GoldenEye eine verschlankte Version ohne Kimme und Korn eingeführt, die bis zum Ende der Reihe Bestand hatte.

Zu Beginn fast eines jeden Bond-Films ertönt Monty Normans James Bond Theme aus Dr. No im berühmten Arrangement von John Barry. Durch einen gezogenen Pistolenlauf verfolgen die Zuschauer, wie James Bond von rechts zur Bildmitte geht und plötzlich in ihre Richtung schießt. Dieses Intro ist auch als Gun Barrel Sequence bekannt. Am Anfang des 20. Films Stirb an einem anderen Tag (2002) flog – zur Feier des doppelten Jubiläums der Filmreihe – außerdem einmalig eine Kugel auf den Zuschauer zu.
Auch in den Eon-Filmen ist Connery nicht als erster Bond zu sehen: Stuntman Bob Simmons absolviert das Pistolenlaufintro, das in den ersten drei Filmen genutzt wurde. Erst seit Feuerball schießt dort der aktuelle Bond-Darsteller. Beim Neustart 2006 mit Daniel Craig als James Bond erschien diese Szene zunächst nicht mehr direkt am Anfang der Filme. In Casino Royale ist sie erstmals in die Filmhandlung eingebunden und leitet den Vorspann ein, bei Ein Quantum Trost und Skyfall wiederum den Abspann. Erst ab Spectre bildet sie, wie zuletzt im Jahr 2002, wieder das Intro.
Auf das Pistolenlaufintro folgt seit Liebesgrüße aus Moskau ein Prolog, der die Haupthandlung vorbereitet oder spiegelt. Nun erst erscheint der meist sehr aufwendig gestaltete Vorspann mit den Credits. Der Vorspann ist unterlegt mit einem eigens komponierten Titellied und zeigt häufig aufreizende Frauensilhouetten. Bis Lizenz zum Töten schuf Maurice Binder fast all diese kunstvollen Sequenzen. Nach dessen Tod im Jahr 1991 führte Daniel Kleinman die Tradition fort. Nur die Titelsequenz zu Ein Quantum Trost entstand ausnahmsweise bei MK12.
Inflationsbereinigt (Stand: 2011) ist der Schauspieler Sean Connery mit einem durchschnittlichen Bruttoerlös (Einspielergebnis abzüglich Produktionskosten) von derzeit 629 Mio. US-Dollar pro Film der erfolgreichste Bond-Darsteller. Ihm folgen Daniel Craig mit umgerechnet 591, George Lazenby mit 496, Roger Moore mit 488, Pierce Brosnan mit 378 und als Schlusslicht Timothy Dalton mit 264 Mio. US-Dollar pro Film.
| Film | Premiere | Laufzeit in min. |
FSK | Bond-Darsteller | Budget (Mio. US$) |
Einspielergebnis (Mio. US$) | Tomatometer | Metascore | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nominal | inflationsbereinigt | ||||||||
| 5. Okt. 1962 | 109 | 16 | Sean Connery | 1,0 | 59,6 | 618 | 95 % | 78/100 | |
| 10. Okt. 1963 | 115 | 2,0 | 78,9 | 808 | 97 % | 83/100 | |||
| 17. Sep. 1964 | 105 | 12 | 3,0 | 124,9 | 1.263 | 99 % | 87/100 | ||
| 9. Dez. 1965 | 130 | 11,0 | 141,2 | 1.404 | 85 % | 64/100 | |||
| 12. Juni 1967 | 117 | 9,5 | 111,6 | 1.048 | 73 % | 61/100 | |||
| 12. Dez. 1969 | 142 | George Lazenby | 7,0 | 87,4 | 748 | 81 % | 61/100 | ||
| 14. Dez. 1971 | 120 | 16 | Sean Connery | 7,2 | 116,0 | 898 | 64 % | 59/100 | |
| 27. Juni 1973 | 121 | 12 | Roger Moore | 7,0 | 161,8 | 1.142 | 67 % | 55/100 | |
| 18. Dez. 1974 | 125 | 7,0 | 97,6 | 621 | 40 % | 43/100 | |||
| 7. Juli 1977 | 125 | 14,0 | 187,3 | 969 | 82 % | 55/100 | |||
| 26. Juni 1979 | 126 | 34,0 | 210,3 | 909 | 59 % | 66/100 | |||
| 24. Juni 1981 | 127 | 28,0 | 202,8 | 700 | 69 % | 54/100 | |||
| 6. Juni 1983 | 131 | 27,5 | 187,5 | 591 | 41 % | 63/100 | |||
| 22. Mai 1985 | 131 | 30,0 | 157,8 | 460 | 36 % | 40/100 | |||
| 29. Juni 1987 | 130 | Timothy Dalton | 40,0 | 191,2 | 528 | 73 % | 59/100 | ||
| 13. Juni 1989 | 133 | 16 | 32,0 | 156,2 | 395 | 79 % | 58/100 | ||
| 13. Nov. 1995 | 130 | Pierce Brosnan | 60,0 | 353,4 | 727 | 80 % | 65/100 | ||
| 12. Dez. 1997 | 119 | 110,0 | 346,6 | 677 | 58 % | 52/100 | |||
| 8. Nov. 1999 | 128 | 12 | 135,0 | 390,0 | 734 | 51 % | 57/100 | ||
| 18. Nov. 2002 | 133 | 142,0 | 456,0 | 795 | 56 % | 56/100 | |||
| 14. Nov. 2006 | 144 | Daniel Craig | 150,0 | 599,2 | 932 | 94 % | 80/100 | ||
| 29. Okt. 2008 | 106 | 230,0 | 586,1 | 854 | 63 % | 58/100 | |||
| 23. Okt. 2012 | 143 | 200,0 | 1.108,6 | 1.504 | 92 % | 81/100 | |||
| 26. Okt. 2015 | 148 | 245,0 | 880,7 | 1.165 | 63 % | 60/100 | |||
| 8. Okt. 2021 | 163 | 250,0 | 774,0 | 896 | 83 % | 68/100 | |||
| Summe | 1794 | 7767 | 17025 | — | |||||
| Titel | Premiere | Laufzeit in min. |
FSK | Bond-Darsteller | Budget (Mio. US$) |
Einspielergebnis (Mio. US$) | Tomatometer | Metascore | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| nominal | inflationsbereinigt | ||||||||
| 21. Okt. 1954 | 48 | 12 | Barry Nelson | (ausgestrahlt als Live-Fernsehspiel) | |||||
| Casino Royale | 13. Apr. 1967 | 131 | David Niven Peter Sellers | 12,0 | 44,4 | 417 | 26 % | 48/100 | |
| 6. Okt. 1983 | 128 | Sean Connery | 36,0 | 160,0 | 504 | 71 % | 68/100 | ||
| Bond 26 | angekündigt | ||||||||
Als Harry Saltzman und Albert R. Broccoli die Filmrechte für Ian Flemings Bond-Romane erstanden, konnten sie sich Casino Royale nicht sichern – Fleming hatte die Rechte daran bereits einem anderen Produzenten verkauft. 1954 und 1967 entstanden so unabhängige Verfilmungen. Der Film Sag niemals nie wiederum war die Folge eines Urheberrechtsstreits um die Romanvorlage Feuerball. Die Inszenierung dieser Filme hebt sich deshalb von der Eon-Reihe ab und verzichtet schon aus rechtlichen Gründen auf das Pistolenlaufintro mitsamt John Barrys Bond-Thema.
Im Jahr 2022 kaufte der Onlineversandhändler Amazon das krisengeschüttelte Hollywoodstudio MGM. Im Februar 2025 zahlten sie die langjährige Produzenten-Familie Broccoli aus und übernahmen die kreative Kontrolle über die Filmfigur. Im Folgemonat wurden Amy Pascal und David Heyman als Produzenten eines nächsten Filmes verkündet. Regie soll Denis Villeneuve führen.

Casino Royale wurde bereits 1954 an Gregory Ratoff verkauft, dessen Agentur diese an CBS für die Produktion einer Fernsehshow vermitteln konnte. Die Live-Adaption von Flemings Debüt-Roman Casino Royale fand ihren Platz in einer einstündigen Episode der Fernsehserie Climax!. Die Regie führte William H. Brown Jr. Als erster Bond-Darsteller erschien darin der amerikanische Schauspieler Barry Nelson. Peter Lorre spielte damals den Gegenpart Le Chiffre. Mit dem vertrauten Bild des Kino-Bonds, wie er heute bekannt ist, hatte die Theatershow aus dem Jahr 1954 nur sehr wenig gemein; zudem hieß „James“ Bond in diesem Film „Jimmy“ und arbeitete für die CIA.
Als Ratoff starb, verkaufte seine Frau die Rechte an Charles K. Feldman weiter. Feldman strebte zunächst – erfolglos – eine Partnerschaft mit Eon Productions an und produzierte schließlich auf eigene Faust die Parodie Casino Royale, welche nach sehr schwierigen Dreharbeiten 1967 erschien. In der Rolle des James Bond 007 sind unter anderem David Niven, Peter Sellers und Terence Cooper zu sehen. Woody Allen spielt den Bösewicht und Neffen von James Bond – Jimmy Bond/Dr. Noah. Beteiligt war auch Ursula Andress, Darstellerin des ersten Bond-Girls in James Bond jagt Dr. No. Orson Welles verkörperte den Bösewicht „Le Chiffre“, gegen den James Bond am Baccara-Tisch antreten muss. Außerdem traten noch diverse international bekannte Schauspieler in mehr oder weniger kleinen Cameorollen auf, darunter Barbara Bouchet, William Holden, John Huston, Deborah Kerr, Daliah Lavi, George Raft, Charles Boyer, Peter O’Toole und Jean-Paul Belmondo.
| Schauplätze | Schottland, London, Berlin, „Casino Royale“ in Frankreich |
|---|---|
| Drehorte | Pinewood Studios (London), MGM-Studios (Denham-Uxbridge), Shepperton Studios, Mereworth Castle (Mereworth), Killin, Falls of Dochart, Killeen Castle County Meath, County Wicklow, Glencree |
Nach Feldmans Tod kaufte United Artists dessen Produktionsgesellschaft, an der auch Columbia Pictures Anteile durch die von CBS gesendete Fernsehshow besaß. Dies war der Grund für einen jahrzehntelangen Streit um den Status von Casino Royale. Sony kaufte 1989 Columbia Pictures. Die 1991 umbenannte Sony Pictures Entertainment versuchte nun, unter anderem auch durch eine Zusammenarbeit mit Kevin McClory, den Rechteinhaber von Feuerball und Sag niemals nie, in das Bond-Filmgeschäft einzusteigen, was wiederum Eon mit gerichtlichen Mitteln zu verhindern trachtete. Die Auseinandersetzung endete 1999 mit Eons Kauf der restlichen Filmrechtanteile an Casino Royale. Ironischerweise kaufte Sony 2004 die MGM-Studios, die 1981 mit United Artists fusioniert waren, so dass die neuesten Bond-Produktionen schließlich doch unter Sonys Flagge erfolgten.

Der Film Sag niemals nie mit Sean Connery folgt der gleichen Handlung wie der 1965 gedrehte Eon-Film Feuerball und kann daher als Neuverfilmung angesehen werden. Die Romanvorlage geht auf ein geplantes Drehbuch für einen Film James Bond Secret Agent von Anfang der 1960er Jahre zurück, an welchem neben Fleming auch Kevin McClory und Jack Whittingham mitschrieben. Das Vorhaben zog sich damals in die Länge, und Fleming verlor die Lust an der Verfilmung. Die bis dahin erarbeiteten Elemente verwendete er 1960 für das Buch Thunderball, was die anderen nicht genannten Beteiligten veranlasste, Fleming der Verletzung des Urheberrechts anzuklagen. Dessen wurde er später für schuldig befunden, sodass deren Namen als Mitautoren genannt wurden und McClory die Filmrechte zugesprochen wurden.
Den James-Bond-Produzenten Broccoli und Saltzman, die die Filmrechte der Bücher vor der Veröffentlichung von Feuerball erworben hatten, gelang es zwar, die Verfilmung von 1965 unter der Beteiligung McClorys auszuhandeln. McClory behielt aber die Rechte und ging in den folgenden Jahren eine Neuverfilmung an. Als Regisseur konnte er schließlich Irvin Kershner gewinnen.
Schließlich kam 1983 Sag niemals nie als letzter Auftritt von Sean Connery in der Rolle von Bond in die Kinos. Als Bösewicht Maximilian Largo ist Klaus Maria Brandauer und als „Bondgirl“ Domino Kim Basinger zu sehen. Der Titel Never Say Never Again basiert auf einer Anspielung von Connerys Frau auf eine Aussage von Sean Connery, nie wieder James Bond spielen zu wollen. Das Skript basiert auf McClory und Whittingham. Eon versuchte vergeblich, die Verfilmung zu verhindern, um eine Schmälerung des Erfolgs von Octopussy aus demselben Jahr zu verhindern. Tatsächlich war Octopussy (ca. 187 Mio. Dollar) an den Kinokassen nur geringfügig erfolgreicher als das Konkurrenzprodukt Sag Niemals Nie (ca. 160 Mio. Dollar). Allerdings: Eons Film kam im Juni 1983 in die Kinos, Sag Niemals Nie erst im Oktober. Die US-amerikanischen Kinoverleihrechte lagen bei der Erstaufführung bei Warner Bros.
| Schauplätze | ungenannter mittelamerikanischer Staat, Sanatorium „Shrublands“ bei London, England, Bahamas, Monaco, Frankreich, Nordafrika, Canale di Dissei (Äthiopien) |
|---|---|
| Drehorte | Elstree Studios, England, Menton, Nizza, Studios la Victorine, Antibes, Nassau, Bahamas |
| Fahrzeuge | Yamaha XJ 650 Turbo, Peugeot 604, Renault 5 Turbo |
Bezeichnend sind wiederkehrende Zitate wie Bonds Bestellung eines Wodka Martini “shaken, not stirred” (deutsch: „geschüttelt, nicht gerührt“) – obwohl dieser gerade nicht geschüttelt wird. Roger Moore verzichtete gänzlich auf den Ausspruch, was anfangs als Abgrenzung zu seinem Vorgänger Sean Connery dienen sollte. In Casino Royale wird das „geschüttelt“-Zitat parodiert. Als Bond von einem Kellner gefragt wird „Geschüttelt oder gerührt?“, entgegnet er: „Sehe ich aus, als ob mich das interessiert?“.
Fleming lässt Bond in Casino Royale einen Martini nach folgendem Rezept bestellen: 1 Maß Wodka, 1/2 Maß Kina Lillet Wermut sowie 3 Maß Gordon’s Gin in einem Tumbler mit Eis schütteln. Das Ganze wird in einem tiefen Champagnerkelch mit einem großen schmalen Stück Limonenschale serviert. Bond tauft diesen Drink „Vesper“ und so wird er auch in abgewandelter Form unter den offiziellen Cocktails der International Bartenders Association geführt.
Bond stellt sich in fast jedem Film mindestens einmal mit “The name is Bond. James Bond” (deutsch: „Mein Name ist Bond. James Bond“) vor. Diese Floskel wurde aus der britischen Fernsehserie Geheimauftrag für John Drake entlehnt. Im Vorspann der ersten Staffel 1960 bis 1962 stellte sich Patrick McGoohan wie folgt vor: „Mein Name ist Drake. John Drake.“ McGoohan war zu dieser Zeit Großbritanniens bekanntester Fernsehstar. Die Rolle als James Bond wurde ihm nach unterschiedlichen Quellen zweimal angeboten. Er lehnte sie aus moralischer Überzeugung ab und knüpfte an Drakes Erfolg mit der Fernsehserie Nummer 6 an.
Die Handlung hat nicht viel mit tatsächlicher Geheimdienstarbeit zu tun. Lediglich Details wie die Bezeichnung der Führungspositionen mit Buchstaben wie „M“ und „Q“ hat Fleming vom britischen Geheimdienst MI6 übernommen.
Bond kämpft gegen Superschurken, die in den frühen Filmen versuchen, den Kalten Krieg für ihre Zwecke zu instrumentalisieren. Am Ende vieler Filme wird die Zentrale der Gegenspieler durch eine große Explosion zerstört. Typischerweise ist die Zentrale selbst architektonisch spektakulär.
Charakteristisch sind die Verfolgungsjagden, bei denen der Agent teilweise Fahrzeuge mit integrierten Waffen einsetzt, aber auch auf Skiern, mit Motorrädern oder Luftfahrzeugen unterwegs ist.
In der häufig vom einen zum anderen exotischen Schauplatz wechselnden Handlung kommt es oft zu Zweikämpfen an ungewöhnlichen Orten, wie etwa unter Wasser, an Bord einer Weltraumstation oder auf einer Parabolantenne. Typisch dabei ist auch, dass Bond, in vielen Fällen zusammen mit dem jeweiligen Bond-Girl, von seinem Gegenüber immer wieder durch besonders raffinierte, aufwendige und zeitintensive Methoden getötet oder gefoltert werden soll und es ihm immer wieder gelingt, in letzter Sekunde zu entkommen. Meistens wurde er zuvor mit Schusswaffen bedroht, und ein einfacher Schuss hätte sein Ende bedeutet. Vor Bonds geplanter Tötung verrät ihm der Bösewicht typischerweise seine Pläne.
Bei seinen Einsätzen wird er durch viele in der Regel von Q entwickelte, technische „Gadgets“ unterstützt, beispielsweise Geräten zum Knacken von Zahlenkombinationen für Safes sowie besonders ausgestattete Uhren mit Sprengfunktion, Laserstrahlern oder Seilwinde. Ian Fleming ließ sich dabei von der Ausrüstung für Agenten des SOE der Station IX inspirieren wie den Kofferfunkgeräten, die wie in Liebesgrüße aus Moskau wie normale Reisekoffer aussahen, aber weitere technische Mittel oder Blankwaffen enthielten.
Die obligatorische Szene, in welcher Q Bond für seinen jeweiligen Auftrag ausstattet, hat zwei Running Gags hervorgebracht: Auf Qs langwierige Erklärungen zur korrekten Anwendung eines Gadgets reagiert ein betont nicht zuhörender Bond, dass er dessen Benutzung intuitiv perfekt verstanden hat. Ferner werden nahezu alle Gadgets im weiteren Verlauf des Films zerstört, weswegen ein sichtlich frustrierter Q Bond stets dazu mahnt, die teure Spezialausrüstung diesmal unversehrt zurückzubringen.
Nachdem die Gadgets vor allem in den Filmen mit Pierce Brosnan zunehmend extravaganter ausfielen, nehmen sie in den Filmen mit Daniel Craig – Q wird erst in dessen dritten Film neu in die Reihe eingeführt – eine deutlich untergeordnetere Rolle ein. Für jeden Einsatz wird Bond jedoch immer wieder durch die Q-Abteilung, deren Vorbild die Station IX war, neu ausgerüstet. Vorbild für Q war Charles Fraser-Smith, der für die Ausrüstung mit originalgetreuer Bekleidung zuständig war.
Seine Faustfeuerwaffe, eine Beretta 418, musste Bond gleich im ersten Film gegen eine Walther PPK eintauschen, die er bis Der Morgen stirbt nie verwendete. Danach wurde Bond mit einer Walther P99 ausgerüstet, erhielt jedoch in Ein Quantum Trost und Skyfall mit der Walther PPK S eine Variante dieser Faustfeuerwaffe.
Bond ist als Pilot von Starrflüglern mit Propeller- und Strahlantrieb sowie als Hubschrauberpilot, als Freifall-Fallschirmspringer auch im Military Freefall und Bergsteigen sowie als Marineoffizier auch als Taucher ausgebildet. Er kann Rad- und Kettenfahrzeuge aller Art fahren, ist als Scharfschütze und im Überleben Land und See ausgebildet sowie im Nahkampf.
Bond spricht mehrere Sprachen fließend, etwa Französisch und Deutsch, sowie Italienisch und Spanisch, und besitzt Grundkenntnisse weiterer Sprachen, z. B. Arabisch.
Eine Gyrojet Faustfeuerwaffe gehörte in James Bond 007 – Man lebt nur zweimal zur Ausrüstung.
Seine Ausrüstung umfasst auch immer eine Armbanduhr mit Zusatzfunktionen. Produkt-Placement fand von verschiedenen Markenherstellern statt, so u. a. Breitling SA, deren Uhr Breitling Emergency II einen Sender für die COSPAS-SARSAT Satelliten für einen codierten weltweiten Notruf enthält. Andere Uhren hingegen waren meist mit Filmgadgets ausgestattet, und damit nicht einsatzfähig.

Typisch für die Welt der James-Bond-Filme und -Romane sind die vielen Spielszenen. So wird die Figur Bonds literarisch auch beim Glücksspiel eingeführt.
Bereits in den Romanen zeigt Bond seine Vorliebe für Produkte bekannter (Luxus-)Marken, die Fleming auch prominent benennt. In den Filmen wurde dies von Beginn an für gezielte Produktplatzierung genutzt. Neben den prominenten Fahrzeugen sind weitere Beispiele dafür:
Waffen
Getränke
Uhren, Mode und Accessoires
Unternehmen
Elektronikkonzerne

Die Bond-Filme wurden immer wieder plagiiert und parodiert. Als Subgenre der Agenten- und Spionagefilme erschienen neben Parodien vor allem in den 1960er Jahren zahlreiche Eurospy-Filme, die an den Erfolg der Bond-Filme anknüpfen sollten. Oftmals lehnten sich auch die Namen der Vertreter dieses Genres als mehr oder weniger starke Epigonen an die Bond-Filme an, wie etwa Agent 077 oder die OSS-117-Filmreihe.
Viele weitere Agentenkomödien spielen ebenso auf die Bondserie an:
Im Fernsehen finden sich ebenfalls viele Querbezüge:
Bundy, Al Bundyvor und setzt mit einem gezielten Griff einen typischen Bond-Handlanger außer Gefecht. Ein Ausschnitt daraus ist als Beispiel für Bond-Parodien in der Dokumentation The World of 007 zum Film James Bond 007 – GoldenEye zu sehen.
Auch in Comics und Trickserien finden sich Anspielungen auf James Bond:
Das Computerspiel No One Lives Forever nimmt Anleihen an den Bond-Filmen der 1960er Jahre; die Videospielserie James Pond und ihr gleichnamiger Protagonist sind ebenfalls Parodien auf Bond. Im Computerspiel Watchdogs: Legion können Charaktere spielbar gemacht (rekrutiert) werden, die Geheimagenten sind und an James Bond erinnern (Kleidung, Gadgets, Waffen und Fahrzeug).
Die Kölner Verkehrs-Betriebe haben zum Start des Fahrradverleihsystems KVB-Rad im Mai 2015 eine Parodie mit dem Sänger Peter Brings gedreht und auf YouTube veröffentlicht.
Am Flughafen Köln/Bonn werden ankommende Fluggäste mit „Willkommen in Bonn, Köln/Bonn“ begrüßt. Gesprochen wird diese Durchsage von Frank Glaubrecht, der deutschen Stimme von Pierce Brosnan als James Bond.
Der Asteroid (9007) James Bond wurde nach dem Agenten benannt.

Seit 1983 werden regelmäßig Computerspiele produziert. Mit Shaken but Not Stirred erschien sogar bereits 1982 ein erstes Textadventure. Als Vorlage von Bonds Aussehen dient meistens der aktuelle Filmdarsteller, der die Rolle für gewöhnlich auch synchronisiert. Das erste James-Bond-Videospiel mit dem Titel James Bond 007 erschien damals noch für Konsolen wie Atari 2600, den Heimcomputer Atari 800XL und den Heimcomputer Commodore 64. Zusätzlich erschien James Bond 007 – Der Hauch des Todes für die Atari 800XL/130XE Heimcomputer. Das Spiel setzte sich aus den Genres Text-Adventure und Side-Scroller zusammen. Nach zwei Spielen zu Im Angesicht des Todes im Jahr 1985 und vier weiteren in den Folgejahren erschien 1990 mit James Bond: The Stealth Affair ein Grafik-Adventure in Point-and-Click-Manier. Das Action/Adventure-Spiel James Bond Jr. aus dem Jahr 1992 basiert inhaltlich auf einer Comic-Serie des Verlags Marvel Comics. 1988 und 1990 brachte Domark zwei Filmumsetzungen älterer James-Bond-Filme, Leben und sterben lassen und Der Spion, der mich liebte, heraus. Das erste war eine Bootssimulation im Stil der Lotus-Spiele und das zweite eine Kombination aus Fahrsimulation und Shoot ’em up, wie es auch in Lizenz-zum-Töten-Spiel (1989) umgesetzt wurde. 1993 programmierte das Kremlin-Team für Domark ein Sega-Spiel namens James Bond 007 – The Duel, das in damaliger populärer Jump-’n’-Run-Manier gespielt wurde.
Im September 1997 erschien mit dem Spiel GoldenEye 007 der erste Ego-Shooter im James-Bond-Universum. Das Spiel etablierte sich aufgrund von Grafik, Spielbarkeit und Mehrspieler-Modus als Videospiel-Klassiker. Das Spiel erschien nie in Deutschland, da es kurze Zeit nach der Veröffentlichung von der BPjM indiziert wurde.
Von 1999 bis 2007 besaß Electronic Arts die Exklusiv-Rechte an den James-Bond-Romanen und -Filmen. Im November 1999 erschien der Third-Person-Shooter Der Morgen stirbt nie exklusiv für die PlayStation sowie im Jahr 2000 Die Welt ist nicht genug u. a. wieder ähnlich wie GoldenEye 007 auf Nintendo 64, Game Boy und PlayStation. Es sollte auch auf der neuen PlayStation 2 veröffentlicht werden, wurde dann aber als Agent im Kreuzfeuer veröffentlicht. Bis ins Jahr 2004 erschienen sechs weitere Spiele für unterschiedliche Konsolen. Das Spiel 007 Racing (2000) von den Entwicklern Eutechnyx stellt als Rennspiel eine Ausnahme dar. Dem Spieler stehen 19 lizenzierte Fahrzeuge aus allen Bond-Filmen zur Auswahl.
Agent im Kreuzfeuer (2001) ist das erste James-Bond-Spiel, welches weder auf einem Roman von Ian Fleming noch auf einem der Filme basiert.
Das 2004 erschienene 007: Alles oder Nichts ist eine inhaltliche Fortsetzung des Filmes A View to a Kill mit neuen, nach Schauspielern (beispielsweise Willem Dafoe) modellierten Charakteren, originalen Synchronisationen und eigenständigem Titelsong (von Sängerin Mýa). Ende 2004 erschien GoldenEye: Rogue Agent, in welchem man einen Schläger Goldfingers spielt. Es treten bekannte Gegenspieler (beispielsweise Dr. No) auf. 2005 erschien der Third-Person-Shooter Liebesgrüße aus Moskau.
2008 erschien Ein Quantum Trost für alle gängigen Konsolen, Handhelds und PC. Es greift Schauplätze aus Casino Royale und Ein Quantum Trost mit Daniel Craig auf und ist ein Ego-Shooter. Die Engine ist eine modifizierte Engine von Call of Duty 4: Modern Warfare. Das Spiel ist gleichzeitig mit dem Wechsel des Lizenzinhabers von Electronic Arts zu Activision in Entwicklung gegangen und stellt die erste Veröffentlichung unter neuem Lizenzinhaber dar.
Der amerikanische Spieleentwickler Activision erhielt ab September 2007 die Lizenz zur alleinigen Vermarktung von James-Bond-Spielen. Am 22. August 2007 verkündete Activision auf der Games Convention in Leipzig, dass bereits mit Hochdruck in Zusammenarbeit mit diversen Spieleentwicklungsunternehmen an einem neuen James-Bond-Titel gearbeitet wird. Dieser Titel ist unter dem Namen James Bond 007: Blood Stone am 5. November 2010 veröffentlicht worden und für alle aktuellen Spielkonsolen sowie für PC erhältlich. Zusätzlich gibt es eine Version des Spiels für den Nintendo DS. Die Lizenz galt bis 2014. Neuester Spieltitel ist 007 Legends, das zum Filmstart von Skyfall im Oktober 2012 erschien.
Am 27. Mai 2026 ist mit 007 First Light das neuste Spiel rund um den Geheimagenten erschienen, entwickelt und vertrieben wird es durch IO Interactive. Ähnlich wie im Prolog von Casino Royale dargestellt, muss sich dieser neue Bond seinen Doppelnull-Status erst erarbeiten, erzählt wird dabei eine von den Büchern und Filmen inspirierte, aber unabhängige Geschichte. James Bond basiert in diesem Spiel optisch auf keinem Leinwandschauspieler, sondern wird von Patrick Gibson gespielt. Erstmals hat dieser auch passend zum Buch die beschriebene Gesichtsnarbe.