
Julius Ernst Bergbusch (* 9. Dezember 1896 in Eickel, Provinz Westfalen; † 14. Juni 1982 in Victoria, British Columbia) war ein deutschkanadischer lutherischer Geistlicher. Von 1946 bis 1955 war er Präses der West-Kanada-Synode.
Bergbusch wurde 1896 im westfälischen Eickel geboren und wuchs auf dem Gut seines Vaters nahe der niederländischen Grenze auf uns besuchte eine Schule in den Niederlanden, deren Sprache er darum fließend beherrschte. Im Ersten Weltkrieg diente er vier Jahre lang als Sanitäter im Deutschen Heer. Danach trat er in die Präparandenanstalt Holzwickede ein, bevor er später ans Seminar der Rheinischen Missionsgesellschaft in Barmen wechselte, wo er Theologie studierte. Er war kurz als Hilfsgeistlicher in der kirchlichen Jugend- und Sozialarbeit in Barmen tätig, bevor er 1926 nach Kanada emigrierte.
Am 8. April 1926 wurde er in Winnipeg durch die Manitoba-Synode zum Pfarramt ordiniert. Als Reiseprediger bediente er verstreute lutherische Gemeinden in Manitoba, darunter jene in Gretna, Camper, Niverville, Moosehorn und Friedensfeld. Drei Jahre später wurde er als Pastor an die St.-Johannes-Kirche in New Sarepta berufen. Im Jahr 1935 ereilte ihn ein Ruf aus der Parochie Spruce Grove, wo er für die St.-Matthäus-Kirche in Spruce Grove und die Immanuelkirche in Rosenthal zuständig war. Unter seiner Ägide wurde das alte Pfarrhaus 1938 ersetzt. Im selben Jahr kam auch die neu erbaute Kirche zum Guten Hirten in Stony Plain zur Parochie.
Im Jahr 1946 wurde Bergbusch zum Präses der Manitoba-Synode gewählt, die sich anlässlich ihres 50-jährigen Jubiläums im Folgejahr in West-Kanada-Synode umbenannte. Zwei Jahre später legte Bergbusch sein Pastorat in Spruce Grove nieder und war fortan bis 1955 hauptamtlicher Präses der Synode mit Sitz in Saskatoon. Durch das dortige Lutherische College und Seminar wurde er 1953 auch mit dem Ehrendoktorgrad eines Doctor of Divinity ausgezeichnet. Nachdem er sein Amt an Arnold Wilke übergeben hatte, kehrte er in den Gemeindedienst zurück und übernahm eine Pfarrstelle an der Kirche zum Guten Hirten in Victoria an der kanadischen Pazifikküste. 1967 trat er in den Ruhestand, den er in Victoria verbrachte.
Bergbusch heiratete am 28. Dezember 1938 Maria Ruccius, eine Tochter von Martin Ruccius. Mit ihr hatte er zehn Kinder, darunter den Diplomaten Eric Bergbusch und die Biologin Victoria Bergbusch. Er starb am 14. Juni 1982 in Victoria und wurde im dortigen Royal Oak Burial Park begraben.
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Adelbert Goos | Präses der West-Kanada-Synode 1946–1955 | Arnold Wilke |
| Personendaten | |
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| NAME | Bergbusch, Julius |
| ALTERNATIVNAMEN | Bergbusch, Julius Ernst |
| KURZBESCHREIBUNG | deutschkanadischer lutherischer Geistlicher |
| GEBURTSDATUM | 9. Dezember 1896 |
| GEBURTSORT | Herne-Eickel, Provinz Westfalen |
| STERBEDATUM | 14. Juni 1982 |
| STERBEORT | Victoria, British Columbia |