| Kanalschleuse 31 | ||
|---|---|---|
Schleusenkammer der Schleuse 32 | ||
| Lage | ||
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| Koordinaten | 49° 12′ 45″ N, 11° 27′ 13″ O | |
| Land: | Deutschland | |
| Ort: | Sengenthal | |
| Gewässer: | Ludwig-Donau-Main-Kanal | |
| Gewässerkilometer: | km 60.5 | |
| Daten | ||
| Zuständiges WSA: | Wasserwirtschaftsamt Nürnberg | |
| Betriebsbeginn: | 1846 | |
| Sanierung: | 2018, 2021 | |
| Stilllegung: | 1950 | |
| Schleuse | ||
| Typ: | Kammerschleuse | |
| Wird gesteuert von: | Hand | |
| Nutzlänge: | 34 m | |
| Nutzbreite: | 4.7 m | |
| Höhe Oberwasser: | 416 m ü. NHN | |
| Durchschnittliche Fallhöhe: |
2.3 m | |
| Obertor: | Stemmtor (in Planung) | |
| Untertor: | Stemmtor (in Planung) | |
| Kammer füllen; leeren: | 10–15 min. | |
| Sonstiges | ||
Die Schleuse 31 ist eine historische Kammerschleuse und ein Ortsteil der Gemeinde Sengenthal im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.
Die Schleuse liegt am Kanalkilometer 60,5 (Bezug, Donaumündung in Kelheim) des historischen Ludwig-Donau-Main-Kanals. Das ursprünglich vorhandene ehemalige Schleusenwärterhaus wurde abgebrochen. Es befand sich ca. 30 m westlich der Bundesstraße B299 rund 120 m nördlich der Einmündung Max-Bögl-Straße an der Haupteinfahrt des Firmengeländes der Firma Max Bögl.
Die Schleusenkammer war lange Zeit verschüttet und wurde 2018 wieder freigelegt. Die Schäden an den Natursteinen des Mauerwerks wurden 2021 behoben. Es ist in Planung, die am Ober- und Unterhaupt derzeit noch fehlenden hölzernen Stemmtore zu erneuern und mit schmalen Stegen für die Wartung zu versehen.
Die Schleuse 31 ist wie alle der 100 Schleusen des Ludwigskanals in den typischen Standardmaßen ausgeführt. Sie besteht aus Burgsandstein, ist 34,15 Meter lang, 4,67 Meter breit und hat eine Fallhöhe von 2,30 bis 3,20 Meter. Eine vollständige Kammerfüllung benötigt bis zu 500 Kubikmeter Wasser. Aus Spargründen konnte man einige Schleusen des Kanals mit einem Zwischentor auf 26,2 Meter verkürzen. Diese Länge reichte dann für die 24 Meter langen, normalen Treidelkähne aus. Nur für Langholztransporte wurde die ganze Länge der Schleusenkammer benötigt. Eine vollständige Schleusung dauerte 10 bis 15 Minuten. Die Schleuse ist mit zwei doppelflügeligen hölzernen Stemmtoren versehen. Zugehörig zur Schleuse war ursprünglich ein Schleusenwärterhaus.
Die Schleuse 31 begrenzt eine 1,3 km lange Haltung des Ludwigkanals, mit einem Inhalt von 24.300 m² Wasser. Sie ist die zweite einer bis nach Kelheim vorhandenen Schleusenkette an der Südflanke der Kanalführung.
Die Schleusenkammer wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal ausgewiesen. Sie ist auch Bestandteil des Bodendenkmals „Erdbauten des Ludwig-Donau-Main-Kanals“.
Am Unterhaupt befindet sich rechtsseitig eine Steintreppe. Am Oberhaupt befindet sich rechtsseitig eine weitere, kleinere Steintreppe. Die oberen Stufen dieser Treppe ragen aus dem Wasser und sind heute noch gut sichtbar. Beide Treppen dienten früher dem Personal und den Schiffern zum ein- und abspannen der Treidelpferde bei einer Schleusung.
Zugehörig zu dieser Schleuse war ursprünglich ein Schleusenwärterhaus. Ein Schleusenwärter hatte früher in der Regel mehrere Schleusen zu betreuen. Da die etwa 1,2 km nördlich gelegene Schleuse 32 ebenfalls ein eigenes Schleusenwärterhaus besitzt, ist anzunehmen, dass der hiesige Schleusenwärter auch als Kanalwärter tätig war.
(Quelle: )
Erbaut wurde die Schleuse zusammen mit dem zugehörigen Schleusenwärterhaus im Zeitraum von 1836 bis 1845. Die Schleuse bzw. das Schleusenwärterhaus war zunächst ein Ortsteil der Gemeinde Forst und wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform am 1. Januar 1972 der Gemeinde Sengenthal angegliedert.
Nach der Stilllegung des Kanals in den 1950ern war das ehemalige Schleusenwärterhaus nicht mehr bewohnt und wurde später abgebrochen.