Klaus Framheim

Klaus Framheim (* 2. Juni 1939) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Halbstürmer absolviert von 1962 bis 1965 zuerst in der erstklassigen Fußball-Oberliga Nord und sodann in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga Nord für Altona 93 insgesamt 71 Ligaspiele und erzielte 22 Tore. Mit Altona war er in der Saison 1963/64 im DFB-Pokal erst im Halbfinale am späteren Pokalsieger TSV 1860 München gescheitert.

Laufbahn

Altona 93, 1962 bis 1965

Bei den Schwarz-Weiß-Grünen vom Stadion Hammer Park, beim SV St. Georg, war der spielfreudige Halbstürmer Klaus Framheim den Spähern des Oberligisten FC Altona 93 in der Verbandsklasse Hamburg beim Erreichen der Vizemeisterschaft 1961/62 durch seine sportlichen Leistungen aufgefallen.

Zur letzten Saison der alten erstklassigen Oberligaära, 1962/63, nahm Altona neben Framheim mit Wolfgang Wellnitz, Willi Somann und Herbert Ulatowski noch weitere junge Amateurspieler für die Schwarz-Weiß-Roten des AFC von der Adolf-Jäger-Kampfbahn unter Vertrag. Der Mann aus St. Georg debütierte am Starttag der Ligarunde, am 19. August 1962, beim Auswärtsspiel gegen den VfV Hildesheim in der Oberliga Nord. Er lief als Halbstürmer an der Seite der Angriffskollegen Karl-Heinz Pape, Jürgen Neudorf, Heiko Kurth und Rudolf Busch auf, konnte aber die knappe 0:1-Niederlage nicht verhindern. Seinen ersten Oberligatreffer glückte Framheim am 23. September bei einer 1:2-Heimniederlage gegen den VfB Oldenburg, wo er als rechter Halbstürmer agierte. Framheim kam, zumeist als rechter Halbstürmer, auf 27 Ligaeinsätze und erzielte dabei acht Tore.

Zum Höhepunkt dieser Runde wurde am 3. Februar 1963 der 2:1-Erfolg am „Rothenbaum“ gegen Tabellenführer Hamburger SV als Wellnitz und Pape für den AFC die Treffer erzielten und Framheim zusammen mit Wellnitz, Pape, Ulatowski und Uwe Lüchau die Offensive gebildet hatte. Framheim war aber auch bei dem Auswärtserfolg mit 5:3 Toren am 16. April 1963 gegen VfL Osnabrück an der Bremer Brücke auf dem Rasen gestanden. Am Rundenende, nach einer 2:3-Heimniederlage gegen Hildesheim, belegte Altona aber lediglich den 15. Rang und musste deshalb in einer Aufstiegsrunde zur Teilnahme für die neu eingeführte Regionalliga zur Saison 1963/64 antreten. Altona konnte sich gegen Victoria Hamburg, den VfL Wolfsburg, Leu Braunschweig und den Heider SV behaupten und gehörte ab Sommer 1963 der norddeutschen Zweitklassigkeit der Regionalliga Nord an. In der Regionalliga-Qualifikation im Mai/Juni 1963 war Framheim in sieben Spielen zum Einsatz gekommen – immer auf Halbrechts – und hatte einen Treffer erzielt.

Das erste Jahr in der Regionalliga Nord, 1963/64, verlief gut für den AFC und Framheim. Der aus Cuxhaven gekommene Peter Kautz stellte sich als hoffnungsvoller Torjäger heraus, der in der Runde 22 Treffer erzielte und zumeist mit Framheim, Pape, Kurth und Ulatowski den Angriff des AFC bildete. Die Hinrunde beendeten Framheim und Kollegen als Herbstmeister (27:7 Punkte) und hatten dabei den späteren Bundesligaaufsteiger Hannover 96 am 15. September 1963 mit 4:1 im heimischen Stadion geschlagen. In die Rückrunde startete das Team am 5. Januar 1964 mit einem 3:1-Auswärtserfolg bei Arminia Hannover; die folgenden Wochen waren die Ergebnisse aber deutlich durchwachsener. Am Rundenende stand man nur noch auf dem 4. Tabellenrang und hatte damit den Einzug in die Bundesligaaufstiegsrunde vertan, auch weil die letzten drei Rundenspiele allesamt verloren gingen und man die Rückrunde damit mit einem Punkteverhältnis von 17:17 abgeschlossen hatte. Framheim hatte 29 Ligaspiele mit sieben Toren für den AFC bestritten.

Erfolgreicher verlief hingegen der DFB-Pokal 1963/64, für den man sich über den Norddeutschen Pokal als eine von vier norddeutschen Mannschaften außerhalb der Bundesliga qualifiziert hatte. Im April 1964 setzte man sich dort zunächst erfolgreich gegen die West-Regionalligisten Borussia Mönchengladbach (2:1) und Duisburger SpV (2:1) durch, im Viertelfinale schlug man den Bundesligisten Karlsruher SC ebenfalls mit 2:1.

Im Halbfinale traf man mehrere Wochen nach Ende der Ligasaison auf den TSV 1860 München um Startrainer Max Merkel, Framheim bekam es in der Partie zumeist mit dem kraftvollen und schussstarken Außenläufer Otto Luttrop zu tun. Altona ging dabei nach 70. Minuten durch ein Kopfballtor von Kautz in Führung; der haushohe Favorit aus München glich aber in der 85. Minute noch aus und setzte sich in der Verlängerung schließlich mit 4:1 durch. Im „Hamburger Abendblatt“ vom 4. Juni 1964 war zu lesen: „Man muss Altonas Mannschaft trotz der zahlenmäßig klaren Niederlage nach 120 Minuten bescheinigen, den Norden im Pokalwettbewerb nicht allein ehrenvoll, sondern großartig vertreten zu haben.“

Im November 1963 trug Hamburg ohne die Lizenzspieler des HSV gegen Berlin ein Städtespiel aus. Beim 3:1-Sieg Hamburgs auf der „Hoheluft“ kamen gleich fünf AFC-Spieler zum Einsatz: Ebert, Göhrke, Kautz, Kurth und Framheim.

Als der AFC in der Saison 1964/65 den 3. Rang belegen konnte, hatte Framheim in 15 Ligaspielen sieben Tore erzielt. Beim 6:2-Heimerfolg am 30. August 1964 gegen Bergedorf 85 hatte er sich als dreifacher Torschütze ausgezeichnet. Nach dem 11. Oktober 1964 hatte er eine längere Spielpause bis zum 24. Januar 1965 zu überstehen. Beim 1:0-Auswärtserfolg am 25. April 1965 beim neuen und überlegenen Meister Holstein Kiel stürmte er wie gewohnt auf Halbrechts. Auch durch die doppelten Punktgewinne in den letzten fünf Rundenspielen konnte der AFC an der Vizemeisterschaft von St. Pauli – ein Punkt Vorsprung – nichts mehr ändern.

Sein letztes Regionalligaspiel bestritt der Halbstürmer am 2. Mai 1965 bei einem 2:0-Heimerfolg gegen den VfB Lübeck, wobei er den AFC mit seinem Treffer in der 37. Minute mit 1:0 in Führung gebracht hatte.

Wieder beim SV St. Georg, ab 1965

Zur Saison 1965/66 zog es Framheim wieder zu seinem Heimatverein SV St. Georg in den Hamburger Amateurfußball zurück. Es glückte ihm auf Anhieb der Meisterschaftsgewinn und der Aufstieg in die höchste Hamburger Amateurklasse. 1966/67 folgte dort sogar die Meisterschaft und der Einzug in die Aufstiegsrunde zur Regionalliga Nord. Mit 6:6-Punkten belegte St. Georg den 4. Rang; die Aufstiegsrunde hatte St. Georg am 14. Mai 1967 mit einem 1:0-Heimerfolg gegen den VfL Oldesloe begonnen und Klaus Framheim hatte unter Trainer Heinz Werner auf Halbrechts gespielt. Das letzte Gruppenspiel wurde am 18. Juni 1967 von Framheim und seinen Mannschaftskollegen mit 1:2 gegen Eintracht Bremen vor 2.800 Zuschauern am Millerntor verloren.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Christian Karn, Reinhard Rehberg: Spielerlexikon 1963 bis 1994. S. 138
  2. ↑ Norbert Carsten: Altona 93. 111 Ligajahre im Auf und Ab. S. 226
  3. ↑ Norbert Carsten: Altona 93. 111 Ligajahre im Auf und Ab. S. 237
  4. ↑ Norbert Carsten: Altona 93. 111 Ligajahre im Auf und Ab. S. 240
  5. ↑ Norbert Carsten: Altona 93. 111 Ligajahre im Auf und Ab. S. 238
  6. ↑ Hardy Grüne: Legendäre Fußballvereine Norddeutschland. Agon-Sportverlag. Kassel 2004. ISBN 3-89784-223-8. S. 140
  7. ↑ Harald Igel/DSFS: Regionalliga Nord 1963 – 1974, Band 1: 1963 bis 1969. Sulingen 2024. S. 140
Personendaten
NAME Framheim, Klaus
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fußballspieler
GEBURTSDATUM 2. Juni 1939