Herbert Ulatowski (* 1. Februar 1941) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Halb- und Flügelstürmer im damaligen WM-System absolvierte von 1962 bis 1966 zuerst in der erstklassigen Fußball-Oberliga Nord und sodann in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga Nord für Altona 93 insgesamt 63 Ligaspiele und erzielte 20 Tore. Mit Altona war er in der Saison 1963/64 im DFB-Pokal erst im Halbfinale am späteren Pokalsieger TSV 1860 München gescheitert.
Zur Runde 1962/63 war Ulatowski aus der Bezirksklasse Hamburg Staffel Ost vom SC Vorwärts Billstedt für den Oberligakader von Altona 93 vor dem letzten Oberligajahr unter Trainer Kurt Krause verpflichtet worden. Auch der torgefährliche Angreifer Karl-Heinz Pape war ursprünglich fußballerisch bei den Violetten aus der „Billstedter Sandkiste“ groß geworden.
Daneben verpflichtete der AFC mit Wolfgang Wellnitz, Klaus Framheim und Willi Somann noch weitere junge Amateurspieler für die Schwarz-Weiß-Roten von der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Der Mann aus Billstedt debütierte am 30. September 1962 bei einer 2:3-Auswärtsniederlage beim VfB Lübeck in der Oberliga Nord. Er lief dabei auf Halblinks im Innentrio an der Seite der Kollegen Framheim und Pape auf. Es blieb für Ulatowski aber bei diesem Einsatz in der Hinrunde. In der Rückrunde ragte für ihn wie seine Vereinskameraden der 2:1-Auswärtserfolg am 3. Februar 1963 beim Serienmeister Hamburger SV heraus. Wiederum als linker Verbinder bildete er dabei zusammen mit Wellnitz, Framheim, Pape und Linksaußen Lüchau den Angriff des Überraschungssiegers aus Altona. Ulatowski kam im Rundenverlauf, zumeist als linker Halbstürmer eingesetzt, auf 14 Ligaeinsätze und erzielte dabei vier Tore.
Am Rundenende, nach einer 2:3-Heimniederlage gegen Hildesheim, belegte Altona aber lediglich den 15. Rang und musste deshalb in einer Aufstiegsrunde zur Teilnahme für die neu eingeführte Regionalliga zur Saison 1963/64 antreten. Altona konnte sich gegen Victoria Hamburg, den VfL Wolfsburg, Leu Braunschweig und den Heider SV behaupten und gehörte ab Sommer 1963 der norddeutschen Zweitklassigkeit der Regionalliga Nord an. In der Regionalliga-Qualifikation im Mai/Juni 1963 war Ulatowski in sieben Spielen zum Einsatz gekommen und hatte beim 2:0-Auswärtserfolg beim Heider SV (mit Willi Gerdau und Rainer Waberski) einen Treffer erzielt.
Das erste Jahr in der Regionalliga Nord, 1963/64, verlief gut für den AFC und Ulatowski. Er konnte seine Einsatzzeiten auf 26 Ligaspiele ausbauen, in denen er elf Tore erzielte und überwiegend mit dem neuen Torjäger Peter Kautz (23 Tore), Framheim, Pape und Heiko Kurth den Angriff von Altona bildete, welches zur allgemeinen Überraschung mit 27:7 Punkten die Herbstmeisterschaft errungen hatte. Altona hatte dabei den späteren Bundesligaaufsteiger Hannover 96 am 15. September 1963 mit 4:1 im heimischen Stadion geschlagen. Ulatowski hatte an der Seite des zweifachen Torschützen Kautz, wie auch Günter Mollenhauer, einen Treffer erzielt. In die Rückrunde startete das Team am 5. Januar 1964 zwar mit einem 3:1-Auswärtserfolg bei Arminia Hannover; die folgenden Wochen waren die Ergebnisse aber deutlich durchwachsener. Am Rundenende stand man nur noch auf dem 4. Tabellenrang und hatte damit den Einzug in die Bundesligaaufstiegsrunde vertan, auch weil die letzten drei Rundenspiele allesamt verloren gingen und man die Rückrunde damit mit einem Punkteverhältnis von 17:17 abgeschlossen hatte.
Erfolgreicher verlief hingegen der DFB-Pokal 1963/64, für den man sich über den Norddeutschen Pokal als eine von vier norddeutschen Mannschaften außerhalb der Bundesliga qualifiziert hatte. Am 8. April 1964 setzte man sich in der 1. Hauptrunde gegen den West-Regionalligisten Borussia Mönchengladbach mit 2:1 durch und Ulatowski hatte dabei auf Linksaußen gestürmt, wo er es in den Zweikämpfen in der Mehrzahl mit Verteidiger Albert Jansen zu tun gehabt hatte. In den weiteren Spielen gegen den Duisburger SpV, Karlsruher SC und auch im Halbfinale gegen den TSV München 1860, kam er dagegen nicht mehr zum Einsatz.
Als der AFC in der Saison 1964/65 auf dem 3. Rang – einen Punkt hinter Vizemeister St. Pauli – einkam, hatte sich Ulatowski gegen die Angriffskonkurrenz in Person der Kollegen Kallius, Kautz, Pape, Wellnitz, Framheim und Lohstöter nicht behaupten können und war nur in sieben Ligaeinsätzen (1 Tor) zum Einsatz gekommen. Bei der vorentscheidenden 2:3-Auswärtsniederlage am 28. März 1965 im Rennen um die Vizemeisterschaft bei St. Pauli war Ulatowski dagegen aufgelaufen und hatte auch ein Tor erzielt.
In seiner dritten Regionalligarunde, 1965/66, konnte Ulatowski seine Einsatzzahlen wieder deutlich steigern: In 17 Ligaspielen erzielte er vier Tore. Es war aber eine unruhige Runde in Altona und der AFC benötigte drei Trainer um über die Runden zu kommen. Die Runde eröffnete Günter Behrens, er wurde Ende Januar von Extorjäger Werner Erb abgelöst, welcher wiederum Mitte April von Helmut Ullmann ersetzt wurde. Am Rundenende belegte Altona den 10. Rang. Die Abgänge von Framheim, Neudorf, Pape, Somann, Wendlandt und das Karriereende während der laufenden Runde von Kautz, hatten sich doch als schwerer zu bewältigen herausgestellt, als es im Sommer 1965 ausgesehen hatte. Mit seinem Einsatz am 15. Mai 1966 bei einem 2:1-Heimerfolg gegen den VfL Wolfsburg beendete Ulatowski nach insgesamt 63 Ligaeinsätzen mit 20 Toren seine Vertragsspielerlaufbahn bei Altona 93. Zur nachfolgenden Runde 1966/67 spielte er bei den AFC-Amateuren Fußball.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Ulatowski, Herbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 1. Februar 1941 |