Willi Somann (* 18. März 1940) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Außenläufer im damaligen WM-System absolvierte von 1962 bis 1966 zuerst in der erstklassigen Fußball-Oberliga Nord und sodann in der zweitklassigen Fußball-Regionalliga Nord für Altona 93 und Victoria Hamburg insgesamt 97 Ligaspiele und erzielte 13 Tore. Mit Altona war er in der Saison 1963/64 im DFB-Pokal erst im Halbfinale am späteren Pokalsieger TSV 1860 München gescheitert.
Zur Runde 1961/62 war Somann aus der 2. Amateurliga Schleswig-Holstein vom TSV Rot-Weiß Niebüll zur Amateurmannschaft von Altona 93 gekommen. Er kämpfte mit den AFC-Amateuren in der Verbandsliga Hamburg Staffel Germania um den Klassenerhalt und wurde vor dem letzten Oberligajahr 1962/63 von Altona in den Oberligakader von Trainer Kurt Krause übernommen.
Daneben verpflichtete Altona neben Somann mit Wolfgang Wellnitz, Klaus Framheim und Herbert Ulatowski noch weitere junge Amateurspieler für die Schwarz-Weiß-Roten des AFC von der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Der Mann aus Niebüll debütierte am Starttag der Ligarunde, am 19. August 1962, beim Auswärtsspiel gegen den VfV Hildesheim in der Oberliga Nord. Er lief als linker Außenläufer an der Seite der Kollegen Jürgen Müller und Werner Jackstieß auf, konnte aber die knappe 0:1-Niederlage nicht verhindern. Somann kam im Rundenverlauf, zumeist als Außenläufer eingesetzt, auf 17 Ligaeinsätze und erzielte dabei zwei Tore.
Am Rundenende, nach einer 2:3-Heimniederlage gegen Hildesheim, belegte Altona aber lediglich den 15. Rang und musste deshalb in einer Aufstiegsrunde zur Teilnahme für die neu eingeführte Regionalliga zur Saison 1963/64 antreten. Altona konnte sich gegen Victoria Hamburg, den VfL Wolfsburg, Leu Braunschweig und den Heider SV behaupten und gehörte ab Sommer 1963 der norddeutschen Zweitklassigkeit der Regionalliga Nord an. In der Regionalliga-Qualifikation im Mai/Juni 1963 war Somann in fünf Spielen zum Einsatz gekommen.
Das erste Jahr in der Regionalliga Nord, 1963/64, verlief gut für den AFC und Somann. Er konnte seine Einsatzzeiten auf 25 Ligaspiele mit drei Toren ausbauen und die Hinrunde beendete er mit dem AFC mit 27:7 Punkten als Herbstmeister und sie hatten dabei den späteren Bundesligaaufsteiger Hannover 96 am 15. September 1963 mit 4:1 im heimischen Stadion geschlagen. Die spieltragende Läuferreihe mit Jürgen Bol, Peter Ebert und Somann hatte dabei das gefährliche 96er-Innentrio Winfried Mittrowski, Walter Rodekamp und Werner Gräber in Schach gehalten. In die Rückrunde startete das Team am 5. Januar 1964 mit einem 3:1-Auswärtserfolg bei Arminia Hannover; die folgenden Wochen waren die Ergebnisse aber deutlich durchwachsener. Am Rundenende stand man nur noch auf dem 4. Tabellenrang und hatte damit den Einzug in die Bundesligaaufstiegsrunde vertan, auch weil die letzten drei Rundenspiele allesamt verloren gingen und man die Rückrunde damit mit einem Punkteverhältnis von 17:17 abgeschlossen hatte.
Erfolgreicher verlief hingegen der DFB-Pokal 1963/64, für den man sich über den Norddeutschen Pokal als eine von vier norddeutschen Mannschaften außerhalb der Bundesliga qualifiziert hatte. Im April 1964 setzte man sich dort zunächst erfolgreich gegen die West-Regionalligisten Borussia Mönchengladbach (2:1) und Duisburger SpV (2:1) durch, im Viertelfinale schlug man den Bundesligisten Karlsruher SC ebenfalls mit 2:1.
Im Halbfinale traf man mehrere Wochen nach Ende der Ligasaison auf den TSV 1860 München um Startrainer Max Merkel. Somann bekam es in den überwiegenden Zweikämpfen der Partie zumeist mit dem Techniker und Dribbler Peter Grosser zu tun. Altona ging dabei nach 70. Minuten durch ein Kopfballtor von Kautz in Führung; der haushohe Favorit aus München glich aber in der 85. Minute noch aus und setzte sich in der Verlängerung schließlich mit 4:1 durch. Im „Hamburger Abendblatt“ vom 4. Juni 1964 war zu lesen: „Man muss Altonas Mannschaft trotz der zahlenmäßig klaren Niederlage nach 120 Minuten bescheinigen, den Norden im Pokalwettbewerb nicht allein ehrenvoll, sondern großartig vertreten zu haben.“
Als der AFC in der Saison 1964/65 den 3. Rang belegen konnte, hatte Somann in 26 Ligaspiele mit drei Tore bestritten. Er hatte zumeist mit Bol und Ebert die Läuferreihe der Schwarz-Weiß-Roten gebildet. Dies war auch beim 1:0-Auswärtserfolg am 25. April 1965 beim neuen und überlegenen Meister Holstein Kiel der Fall, als der Kieler Innensturm mit Gerd Koll, Otto Hartz und Gerd Saborowski am Torerfolg gehindert werden konnte. Auch durch die doppelten Punktgewinne in den letzten fünf Rundenspielen konnte der AFC an der Vizemeisterschaft von St. Pauli – ein Punkt Vorsprung – nichts mehr ändern. Die 2:3-Auswärtsniederlage am 28. März 1965 bei St. Pauli hatte das Rennen um den 2. Rang entschieden.
Überraschend schloss sich Somann mit seinem Vereinskollegen Horst Wendlandt zu folgenden Saison 1965/66 dem Rivalen SC Victoria Hamburg an.
Die Rundenserie begann Somann am 15. August 1965 mit einem 3:1-Heimerfolg von „Vicky“ gegen den VfL Osnabrück. Er hatte dabei bei den „Zitronengelben“ unter Trainer Rolf Rohrberg linker Außenläufer gespielt und das Tor zum letztendlichen 3:1 erzielt. Am Rundenende stieg er mit dem Team vom Stadion Hoheluft als Schlusslicht mit 15:49 Punkten in das Amateurlager ab. Somann hatte in 29 Ligaeinsätzen fünf Tore für den Traditionsverein aus den Stadtteilen Hoheluft, Eppendorf und Lokstedt erzielt.
Der weitere Verlauf der sportlichen Laufbahn von Willi Somann ist aus den vorliegenden Unterlagen nicht nachvollziehbar.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Somann, Willi |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 18. März 1940 |