Peter Kautz (* 22. Oktober 1941) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Stürmer im damaligen WM-System absolvierte von 1963 bis 1966 in der damals zweitklassigen Fußball-Regionalliga Nord für Altona 93 insgesamt 49 Ligaspiele, in denen er 26 Tore erzielte. Mit Altona war er in der Saison 1963/64 im DFB-Pokal erst im Halbfinale am späteren Pokalsieger TSV 1860 München gescheitert.
Zur ersten Runde des damaligen Bundesliga-Unterbaus, der Regionalliga Nord 1963/64, war der torgefährliche Angreifer des Cuxhavener SV aus dem Amateurlager Niedersachsen – Amateurliga 6 – von Altona 93 verpflichtet worden. Kautz war mit den Grün-Weißen aus Cuxhaven 1962/63 mit 115:39 Toren Meister geworden und war danach mit seiner Mannschaft in der Aufstiegsrunde zur Amateur-Oberliga an Wilhelmshaven, Cloppenburg und Bohmte 01 gescheitert. Neben Kautz nahm Altona auch noch Torhüter Harald Schonscheck (TSV Lägerdorf) und den weiteren Angreifer Günter Mollenhauer vom Eimsbütteler TV als Neuzugänge in seinen Vertragsspielerkader für die Schwarz-Weiß-Roten von der Adolf-Jäger-Kampfbahn auf.
Das erste Jahr in der Regionalliga Nord, 1963/64, verlief unter Trainer Kurt Krause gut für den AFC und sportlich ausgezeichnet für den neuen Stürmer aus Cuxhaven. Er konnte auf Anhieb im Vertragsspielerlager in 28 Ligaeinsätzen 23 Tore für den AFC erzielen und war damit der interne Torjäger und Garant für das überraschend gute Abschneiden der Schwarz-Weiß-Roten aus Altona. Kautz hatte dabei überwiegend auf Rechtsaußen mit Klaus Framheim, Karl-Heinz Pape, Heiko Kurth und Linksaußen Herbert Ulatowski den Angriff gebildet.
Altona errang zur allgemeinen Überraschung mit 27:7 Punkten die Herbstmeisterschaft – Kautz war 18facher Torschütze in der Hinrunde – und hatte dabei den späteren Bundesligaaufsteiger Hannover 96 am 15. September 1963 mit 4:1 im heimischen Stadion geschlagen. Dies geschah in einer Siegesserie von sieben Spielen mit 14:0 Punkten. In dieser Phase erzielte Kautz in vier aufeinanderfolgenden Spielen gegen VfL Wolfsburg, SC Victoria, Hannover 96 und Bergedorf 85 jeweils zwei Tore. Im November 1963 kam Kautz an der Seite seiner Vereinskollegen Framheim, Kurth, Ebert und Göhrke auch in der Stadtauswahl von Hamburg bei einem 3:1-Erfolg gegen Berlin zum Einsatz. Mit vier Toren zeichnete sich der neue AFC-Torjäger am 24. November 1963 bei einem 9:1-Auswärtserfolg gegen Barmbek-Uhlenhorst aus. In der Rückrunde zeichnete er sich als dreifacher Torschütze beim 3:1-Erfolg an der Bremer Brücke gegen den VfL Osnabrück aus.
In die Rückrunde startete das Team am 5. Januar 1964 zwar mit einem 3:1-Auswärtserfolg bei Arminia Hannover; die folgenden Wochen waren die Ergebnisse aber deutlich durchwachsener. Am Rundenende stand man nur noch auf dem 4. Tabellenrang und hatte damit den Einzug in die Bundesligaaufstiegsrunde vertan. Die letzten drei Rundenspiele musste der AFC ohne Torgarant Kautz wegen dessen Rückenbeschwerden bestreiten und verlor prompt alle drei Spiele. Die Rückrunde hatte Altona damit mit einem Punkteverhältnis von 17:17 abgeschlossen und damit die gute Ausgangsposition aus der Hinrunde verspielt.
Erfolgreicher verlief hingegen der DFB-Pokal 1963/64, für den man sich über den NFV-Pokal als eine von vier norddeutschen Mannschaften außerhalb der Bundesliga qualifiziert hatte. Am 8. April 1964 setzte man sich in der 1. Hauptrunde gegen den West-Regionalligisten Borussia Mönchengladbach mit 2:1 durch und Kautz traf dabei als Rechtsaußen auf den Gladbacher Verteidiger Horst-Dieter Höttges. Im Achtelfinalspiel gegen den Duisburger SpV (2:1) erzielte er die zwischenzeitliche 2:0-Führung, beim 2:1 gegen den Bundesligisten Karlsruher SC duellierte er sich in erster Linie mit Verteidiger Horst Saida und im Halbfinale gegen den TSV München 1860, hatte er Altona in der 72. Minute mit 1:0 in Führung gebracht.
Nur mit viel Glück rettete sich München 1860 in die Verlängerung, in der die Profis nur dank ihrer besseren Kondition die Nase gegenüber dem Regionalligisten vorne hatten (4:1 n. V.).
Als der AFC in der Saison 1964/65 auf dem 3. Rang – einen Punkt hinter Vizemeister St. Pauli – einkam, musste sich Kautz wegen seiner anhaltenden Rückenprobleme mit 13 Ligaeinsätzen begnügen, in denen er drei Tore erzielt.
In der laufenden Runde 1965/66, beendete Kautz in der Hinrunde nach dem 12. Spieltag, den 5. Dezember 1965, nach einem 3:2-Heimerfolg gegen den VfB Oldenburg seine Laufbahn als Vertragsfußballer wegen gesundheitlicher Gründe.
Im Altona-Buch ist über Peter Kautz unter anderem folgendes notiert: „Dieser beidfüßig sehr starke Rechtsaußen schießt gleich in seiner ersten Saison für den AFC 22 Punktspieltore; eine ohne jeden Zweifel vor ihm stehende Bundesliga-Karriere scheitert an seinen Rückenproblemen, er muss frühzeitig seine Laufbahn beenden.“
| Personendaten | |
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| NAME | Kautz, Peter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 22. Oktober 1941 |