Kyrstetten Markt Postbauer-Heng | |
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| Koordinaten: | 49° 16′ N, 11° 21′ O |
| Höhe: | 436 m |
Kyrstetten ist ein abgegangener Ort auf einem Plateau oberhalb des Hengerbachs nördlich von Pavelsbach, einem Gemeindeteil des Marktes Postbauer-Heng im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.
Der Ort wurde erstmals im Jahre 1209 in einer Urkunde des Bischofs Hartwig von Eichstätt erwähnt. Als Zeuge dieser Urkunde tritt der Dorfadelige „Ůlricus de Chirstet“ auf. In einer Urkunde des Klosters Seligenporten des Jahres 1387 wird die Siedlung mit "niderthalben der Capellen ze Kirchsteten" aufgeführt.
Das erste Kirchengebäude wird durch einen Eintrag in einem Urbar des Deutschordensamts Postbauer des Jahres 1343 nachgewiesen.
In einer Stiftungsurkunde des Jahres 1438 werden der Ort „Kyrstetten“ und auch die dortige Kirche genannt.
Erstmals werden Ort und Kirche im Jahre 1522 in Folge des Fürstenaufstands bzw. des Zweiten Markgrafenkrieges niedergebrannt. Nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges wurde zwar die Kirche St. Cäcilia wieder aufgebaut und am 26. Juli 1682 benifiziert, der Ort Kyrstetten hingegen blieb verwaist.
Gemäß den Forschungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften setzt sich der Ortsname aus dem bairisch-mittelhochdeutschen Wort "chirche" (Kirche, Kirchengebäude) und dem mittelhochdeutschen Wort "stat" (Ort, Stelle, Stätte, Stadt) zusammen, so dass sich die Namensbedeutung "Wohnstätte(n) bei/mit einer Kirche" ergibt.