| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 38′ N, 14° 21′ O | |
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Märkisch-Oderland | |
| Höhe: | 8 m ü. NHN | |
| Fläche: | 142,21 km² | |
| Einwohner: | 3713 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 26 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 15324 | |
| Vorwahlen: | 033475, 033478 (Groß Neuendorf, Ortwig), 033473 (Sophienthal) | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOL, FRW, SEE, SRB | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 64 274 | |
| LOCODE: | DE LTX | |
| Gemeindegliederung: | 10 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstraße 30a 15324 Letschin | |
| Website: | www.letschin.de | |
| Bürgermeister: | Michael Böttcher (Freie Wählergemeinschaft Letschin) | |
| Lage der Gemeinde Letschin im Landkreis Märkisch-Oderland | ||

Letschin ist eine amtsfreie Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.
Die Gemeinde Letschin liegt im Oderbruch und grenzt im Nordwesten und Norden an das Amt Barnim-Oderbruch, im Osten an den polnischen Landkreis Myślibórz, im Südosten und Süden an das Amt Golzow und die amtsfreie Stadt Seelow, im Südwesten und Westen an das Amt Seelow-Land.
Die Gemeinde Letschin gliedert sich nach ihrer Hauptsatzung in zehn Ortsteile:
Dazu kommen die Wohnplätze
Der Ort Letschin wurde 1336 erstmals urkundlich erwähnt. Als ursprünglich rein landwirtschaftlich geprägtes Dorf, das mit Frondiensten, Kriegen und Überschwemmungen zu kämpfen hatte, entwickelte sich Letschin zu einer Gemeinde von überörtlicher Bedeutung. Händler und Handwerker siedelten sich an. Johann Gottlieb Koppe führte ab etwa 1830 den Anbau von Zuckerrüben ein und errichtete eine Zuckerfabrik. Somit hatten die Bauern ein stabiles Einkommen, was sich positiv auf Letschin auswirkte. Es wurden Chausseen gebaut und Bahnlinien nach Wriezen (Bahnstrecke Fürstenwalde–Wriezen), Seelow, Frankfurt (Oder) sowie Eberswalde (Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder)) eröffnet.
Letschin erhielt 1863 die Marktgerechtigkeit und erhielt kleinstädtischen Charakter mit Geschäften, Gaststätten, Hotels, Festsälen, Schulen und einer Druckerei.
1905 errichtete die Gemeinde für König Friedrich II. von Preußen als Dank für die von ihm veranlasste Trockenlegung des Oderbruchs ein Denkmal nach einem Entwurf von Hans Weddo von Glümer. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Standbild von Bewohnern Letschins vor dem Einschmelzen gerettet und eingelagert. 1990 wurde es wieder aufgestellt.
Da der Ort im Zweiten Weltkrieg bei der Schlacht um die Seelower Höhen in der Hauptkampflinie lag, wurde er im April 1945 stark zerstört. Wohngebäude, Betriebe und Geschäfte sowie das Schiff der evangelischen Kirche fielen den Kampfhandlungen zum Opfer. Während Letschin Teil des Landkreises Lebus war, gehörte der heutige Ortsteil Zelliner Loose bis 1945 zur Neumark, die seitdem weitestgehend zu Polen gehört.
Letschin gehörte seit 1816 zum Landkreis Lebus in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Seelow (bis 1990 im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder), 1990–1993 im Land Brandenburg). Seit der Kreisreform 1993 liegt die Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland.
Die heutige Gemeinde entstand 2003 durch den Zusammenschluss von elf ehemals selbstständigen Gemeinden, die sich bereits vorher zum Amt Letschin zusammengeschlossen hatten.
Eingemeindungen
Die Gemeinden Solikante und Wilhelmsaue wurden am 1. Februar 1974 eingegliedert. Sophienthal und Steintoch gehören seit dem 31. Dezember 1997 zur Gemeinde Letschin. Am 26. Oktober 2003 folgten die Gemeinden des ehemaligen Amtes Letschin Gieshof-Zelliner Loose, Groß Neuendorf, Kiehnwerder, Kienitz, Neubarnim, Ortwig und Sietzing.
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991),, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Die Gemeindevertretung von Letschin besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinde aus 16 Gemeindevertretern und dem hauptamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 68,0 % zu folgendem Ergebnis:
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 | Sitze 2019 | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Freie Wählergemeinschaft Letschin | 42,0 % | 7 | 24,7 % | 4 | |
| AfD | – | – | 18,8 % | 2 | |
| Wir im Oderbruch | 15,7 % | 2 | 15,8 % | 3 | |
| SPD | 23,3 % | 4 | 13,7 % | 2 | |
| CDU | 10,4 % | 2 | 12,6 % | 2 | |
| Zukunft Letschin | – | – | 7,9 % | 1 | |
| Die Linke | 8,5 % | 1 | 4,7 % | 1 | |
| Bündnis 90/Die Grünen | – | – | 1,9 % | – | |
| Insgesamt | 100 % | 16 | 100 % | 15 |
Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD drei Sitze, von denen einer unbesetzt bleibt, weil die Partei nur zwei Kandidaten nominiert hatte.
Böttcher wurde am 13. Februar 2005 erstmals zum Bürgermeister der Gemeinde Letschin gewählt. In der Bürgermeisterwahl am 17. Januar 2021 wurde er ohne Gegenkandidat mit 90,8 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.
| Blasonierung: „In Silber auf grünem Boden ein grüner, von einer goldenen Schlange umwundener Eichenstumpf mit beiderseits drei Blättern; darauf ein goldbewehrter roter Hahn mit erhobenem rechten Fuß.“ | |
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Das Wappen wurde am 4. Juni 1998 durch das Ministerium des Innern genehmigt. |
„Die Flagge ist Weiß - Grün - Weiß (1:2:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.“
Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Gemeinde mit der Umschrift GEMEINDE LETSCHIN • LANDKREIS MÄRKISCH-ODERLAND.
Siehe auch: Liste der Baudenkmale in Letschin




Letschin liegt an der Landesstraße L 33 zwischen Wriezen und Gorgast.
Der Bahnhof Letschin liegt an der Bahnstrecke Eberswalde–Frankfurt (Oder), auf der die von der Niederbarnimer Eisenbahn betriebene Regionalbahnlinie RB 60 Eberswalde–Frankfurt (Oder) seit 2024 stündlich verkehrt. Davor gab es lediglich einen Zwei-Stunden-Takt (Kursbuch-Nr. 209.60).