| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 43′ N, 14° 17′ O | |
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Märkisch-Oderland | |
| Amt: | Barnim-Oderbruch | |
| Höhe: | 7 m ü. NHN | |
| Fläche: | 41 km² | |
| Einwohner: | 921 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 22 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 16259 | |
| Vorwahlen: | 033452, 033457 (Neulietzegöricke) | |
| Kfz-Kennzeichen: | MOL, FRW, SEE, SRB | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 64 349 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Ortsteile | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Freienwalder Straße 48 16269 Wriezen | |
| Website: | www.barnim-oderbruch.de | |
| Bürgermeister: | René Horoba | |
| Lage der Gemeinde Neulewin im Landkreis Märkisch-Oderland | ||
Neulewin ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg. Für sie ist das Amt Barnim-Oderbruch zuständig.
Die Gemeinde liegt im Oderbruch ca. zehn Kilometer östlich von Wriezen nahe der Oder.
Die Gemeinde Neulewin besteht aus folgenden Ortsteilen, bewohnten Gemeindeteilen und Wohnplätzen:
Hinzu kommen die Wohnplätze Altlietzegöricker Loose, Brieseberg, Neukarlshof und Philippsberg.
Im Zuge der Trockenlegung des Oderbruchs entstand Neulewin als Kolonistendorf mit 80 angesiedelten Familien. Die erste Kirche wurde als Fachwerkkirche mit Bretterverkleidung und Schindeldach bereits 1774 erbaut. Sie wurde 1841 durch eine neue Kirche ersetzt, die 1945 den Kämpfen im Oderbruch zum Opfer fiel. Neulewin war 1818 bis 1952 Teil des Landkreises Oberbarnim. Abweichend davon gehörten die heutigen Ortsteile Neulietzegöricke und Güstebieser Loose sowie die Gemeindeteile Karlshof und Karlsbiese bis 1945 zu der hauptsächlich rechts der Oder gelegenen, heute polnischen Neumark, zum Landkreis Königsberg Nm. Im Zuge der Kreisreform 1952 in der DDR kam Neulewin zum Kreis Bad Freienwalde im Bezirk Frankfurt/Oder. Nach der Wende wurden 1992 in Brandenburg Ämter gebildet, die die Verwaltungsaufgaben der amtsangehörigen Gemeinden wahrnahmen; Neulewin kam unter die Verwaltung des Amtes Wriezen-Land, das bereits 1994 in Amt Barnim-Oderbruch umbenannt wurde. Mit der Kreisreform 1993 kamen das Amt Barnim-Oderbruch und damit die Gemeinde Neulewin zum Landkreis Märkisch-Oderland.
Eingemeindungen
Die Gemeinde Heinrichsdorf wurde am 1. Januar 1957 nach Kerstenbruch eingemeindet, das am 1. März 1974 nach Neulewin eingemeindet wurde. Die Gemeinde Karlshof wurde am 1. Januar 1974 nach Neulietzegöricke ein- und am 1. April 1991 nach Neulewin umgemeindet.
Am 26. Oktober 2003 schlossen sich Neulewin und Neulietzegöricke zur neuen Gemeinde Neulewin zusammen. Gleichzeitig wurde die Gemeinde Güstebieser Loose durch Gesetzesbeschluss eingegliedert.
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Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Die Gemeindevertretung von Neulewin besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinde aus zehn Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem Ergebnis:
| Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 | Sitze 2019 | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Liste Lietze, Neulewin, Güstebiese | 45,2 % | 4 | 42,2 % | 4 | |
| Karnevalsclub Neulewin | 25,4 % | 3 | 25,1 % | 3 | |
| Pro Gemeinde Neulewin | – | – | 22,3 % | 2 | |
| Einzelbewerber René Horoba | – | – | 7,1 % | – | |
| Einzelbewerber Göran Jahn | – | – | 3,2 % | – | |
| Wählergruppe Güstebieser Loose | 21,7 % | 2 | – | – | |
| Einzelbewerberin Christine Reichmuth | 7,7 % | 1 | – | – | |
| Insgesamt | 100 % | 10 | 100 % | 9 |
René Horoba gewann am 9. Juni 2024 bei der Wahl der Gemeindevertretung einen Sitz. Da er am 5. September 2024 durch die Gemeindevertretung zum Bürgermeister gewählt wurde, bleibt nach § 60 (3) des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes sein Sitz als Gemeindevertreter unbesetzt.
Für die Neuwahl des Bürgermeisters am 26. Mai 2019 fand sich kein Bewerber. Entsprechend dem Brandenburgischen Kommunalwahlgesetz wählte die Gemeindevertretung am 29. Januar 2020 aus ihrer Mitte Kerstin Herrlich zur ehrenamtlichen Bürgermeisterin.
Auch 2024 fand sich für die Bürgermeisterwahl kein Bewerber. Daher wählte die Gemeindevertretung am 5. September 2024 ihr Mitglied René Horoba zum neuen Bürgermeister. Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre.

In der Liste der Baudenkmale in Neulewin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.
Neulewin liegt an der Landesstraße L 34 zwischen dem Ortsteil Güstebieser Loose und Gottesgabe (an der Bundesstraße B 167).
Seit dem 20. Oktober 2007 verkehrt nach 62 Jahren wieder eine Fähre über die Oder vom Ortsteil Güstebieser Loose zur polnischen Ortschaft Gozdowice (deutsch Güstebiese). Die in Gozdowice stationierte Schaufelradfähre hat eine Betriebserlaubnis von Anfang April bis Ende Oktober und kann Fußgänger, Radfahrer und jeweils bis zu sechs PKW aufnehmen.
Die Bahnhöfe Neulewin, Kerstenbruch und Heinrichsdorf lagen an der Bahnstrecke Fürstenwalde–Wriezen, die 1966 stillgelegt wurde.