| Lgota | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Kleinpolen | |
| Powiat: | Chrzanów | |
| Gmina: | Trzebinia | |
| Geographische Lage: | 50° 12′ N, 19° 33′ O | |
| Einwohner: | 877 (2022) | |
| Postleitzahl: | 32-543 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KCH | |
Lgota ist ein Dorf mit einem Schulzenamt der Stadt-und-Land-Gemeinde Trzebinia im Powiat Chrzanowski der Woiwodschaft Kleinpolen in Polen.
Die erste sichere Erwähnung von Lgotha stammt aus dem Jahr 1402 – das Dorf war geteilt und befand sich in Händen vieler Privatbesitzer. Im Jahr 1427 präsentierte der Krakauer Bürger namens Hanusborg (Jan aus der bekannten Familie Bork) ein Privileg des Königs Kasimir († 1370), versiegelt mit königlichem Stempel, zu einem Streit mit seinem Bruder über den Besitz von u. a. Lgotha. Im Jahr 1430 verkaufte Hanusborg das Dorf Logtha bzw. Llgotha an Paszko von Balin. Der Name lgota bedeutet Gnadenfrist, er ist ein südwestkleinpolnishes Äquivalent des schlesischen Ortsnamens Ligota, jedoch in der Vergangenheit auch als Logotha (1427), Logtha (1430), Elgota (1432), Lijgotha (1441), Logota (1680), Ligota (1787, 1839) erwähnt, und noch heute in der örtlichen Mundart oft als Ligota ausgesprochen.
Der Ort liegt auf halbem Weg zwischen Nowa Góra und Olkusz in der Gegend, in der ab dem späten 13. bzw. frühen 14. Jahrhundert Galmei gefördert wurde. Aus dem Jahr 1411 stammt die erste Erwähnung von Entwässerungsstollen, die erste im oberschlesisch-kleinpolnischen Grenzbereich. Die nahegelegenen Ortschaften änderten oft ihre Besitzer, welche hauptsächlich Krakauer Bürger waren. Im 17. Jahrhundert wurde Galmei über die Weichsel nach Schweden ausgeführt.
Der Ort gehörte zunächst zum Königreich Polen (ab 1569 in der Adelsrepublik Polen-Litauen), Woiwodschaft Krakau, Kreis Proszowice (später Kreis Kraków). Bei der dritten Teilung Polens wurde Lgota 1795 Teil des habsburgischen Kaiserreichs. In den Jahren 1815–1846 gehörte das Dorf zur Republik Krakau, 1846 wurde es als Teil des Großherzogtums Krakau wieder in die Länder des Kaisertums Österreich annektiert. Ab dem Jahr 1855 gehörte Lgota zum Bezirk Chrzanów.

Um das Jahr 1820 begann die Förderung von Galmei wieder, besonders in der Grube Katarzyna bei Lgota mit über 90 % des Abbaus. Dieser Abbau endete allmählich zwischen 1890 und 1912.
1918, nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Zusammenbruch der k.u.k. Monarchie, wurde Lgota Teil Polens. Unterbrochen wurde dies nur durch die Besetzung Polens durch die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Es gehörte dann zum Landkreis Krenau im Regierungsbezirk Kattowitz in der Provinz Schlesien (seit 1941 Provinz Oberschlesien), an der Grenze des Generalgouvernements im Osten.
Von 1975 bis 1998 gehörte Lgota zur Woiwodschaft Krakau.