| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 56′ N, 10° 30′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Donau-Ries | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Wallerstein | |
| Höhe: | 425 m ü. NHN | |
| Fläche: | 14,18 km² | |
| Einwohner: | 1302 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 92 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86747 | |
| Vorwahl: | 09087 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DON, NÖ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 79 176 | |
| Gemeindegliederung: | 5 Gemeindeteile | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Weinstr. 19 86757 Wallerstein | |
| Website: | maihingen.de | |
| Erster Bürgermeister: | Daniela Thum (Wählergemeinschaft Maihingen) | |
| Lage der Gemeinde Maihingen im Landkreis Donau-Ries | ||
Maihingen (Rieser Schwäbisch: Mo'ing) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries. Der Name leitet sich vom gleichnamigen Dorf ab, das Hauptort der Gemeinde ist.
Maihingen liegt im Nördlinger Ries und ist Teil der Planungsregion Augsburg.
Die Gemeinde hat fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Maihingen und Utzwingen. Die Gemarkung Maihingen hat eine Fläche von 8,531 km². Sie ist in 934 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 9133,58 m² haben. In ihr liegen die Gemeindeteile Klostermühle, Langenmühle und Maihingen.
Der Ort wurde 1251 erstmals erwähnt. Maihingen war im Besitz des Klosters Zimmern und der Grafen von Oettingen-Oettingen, später der Fürsten von Oettingen-Wallerstein und Oettingen-Spielberg und gehörte seit 1803 zum Fürstentum Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1974 wurde die Gemeinde Utzwingen mit ihrem Gemeindeteil Lochmühle eingegliedert.
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1081 auf 1191 um 110 Einwohner bzw. um 10,2 %.
Erste Bürgermeisterin ist seit 1. Mai 2026 Daniela Thum; sie wurde ohne Mitbewerber am 8. März 2026 mit 94,1 % der Stimmen gewählt. Ihr Vorgänger war von 2002 bis 2026 Franz Stimpfle (Wählergruppe Maihingen/Wählergruppe Utzwingen); er war im Jahr 2002 zum Nachfolger von Franz Zekl (Wählergemeinschaft) gewählt und bei den Kommunalwahlen 2008, 2014 und 2020 im Amt bestätigt worden.
Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder zuzüglich der Ersten Bürgermeisterin. Ihm gehören nach der Kommunalwahl vom 8. März 2026 vier Mitglieder der Wählergemeinschaft Utzwingen und acht Mitglieder der Wählergemeinschaft Maihingen an. Die Sitzverteilung zwischen den beiden Wählergruppen ist unverändert wie in den Amtszeiten 2014 bis 2020 sowie 2020 bis 2026.
Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein.
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In Rot ein durchgehender goldener Schragen, belegt mit einem silbernen Schild, darin zwei gekreuzte, goldbewehrte rote Bärenpranken. Das Hoheitszeichen der Gemeinde Maihingen leitet sich vom Wappen der Grafen zu Oettingen ab, die jahrhundertelang die Landesherrschaft über das Gemeindegebiet von Maihingen innehatten. Maihingen war von jeher der Sitz der „Herren von Maihingen“, die dem Oettingen’schen Vasallenadel angehörten und urkundlich erstmals 1273 nachgewiesen sind. Vermutlich stammen die Bärenpranken aus dem Wappen der „Herren von Maihingen“, deren Schild auch im Wappensaal von Schloss Hochaltingen zu besichtigen ist. |

Seit 1984 gibt das Museum KulturLand Ries (ehemals Rieser Bauernmuseum Maihingen), eine Einrichtung des Bezirks Schwaben, Einblicke in die Volks- und Alltagskultur des Nördlinger Rieses. In zwei barrierefreien Gebäuden einer ehemaligen barocken Klosteranlage gibt das Museum vielfältige Einblicke in das ländliche Leben:
Seit Sommer 2015 kann ein spannender Streifzug durch 300 Jahre Alltagskultur im Ries unternommen werden. Die moderne Gestaltung mit reichem Bildmaterial und interaktiven Multimediastationen rückt die originalen Sachzeugnisse ins rechte Licht. Im Mittelpunkt stehen die Themen Wohnen und Haushalt, Waren und Werbung, Kleidung, Kindheit und medizinische Betreuung. Hingucker sind ein Krämerladen und eine Milchhandlung aus den 1920er Jahren, eine Arzt- und Zahnarztpraxis sowie ein Friseursalon aus der Zeit um 1950/60. Die Gans Marie führt die jüngeren Besucher auf einem speziellen Kinderpfad durch die Ausstellung.
Das Ries war eine Kornkammer Bayerns, deshalb liegt ein Schwerpunkt des Museums auf der bäuerlichen Arbeit. Die abwechslungsreich gestaltete Ausstellung in der „Klosterökonomie“ (erbaut 1783/85) spannt einen Bogen über 150 Jahre Landwirtschaft. Neben den Objekten vermitteln historische Fotos, Videofilme, Inszenierungen, Hörbeispiele und Modelle zum Ausprobieren den Wandel der Rieser Landwirtschaft von 1800 bis 1950. Passend dazu wird ein kleines Museumsfeld mit historischen Nutzpflanzen bestellt, etwa Flachs, Dinkel oder heute verschwundenen Kartoffelsorten.
Regelmäßige Sonderausstellungen, Veranstaltungen wie das Schnitter- und Kartoffelfest mit handwerklichen und bäuerlichen Vorführungen oder Volksmusik sowie Mitmachaktionen für Schulklassen und Kindergruppen gehören zum vielseitigen Angebot.
2016 gab es nach der amtlichen Statistik am Arbeitsort 146 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Am Wohnort gab es 528 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, so dass die Zahl der Auspendler in jenem Jahr um 382 höher war als die der Einpendler. Von den Einwohnern waren 2016 insgesamt 15 Personen arbeitslos. 2016 gab es 42 landwirtschaftliche Betriebe, die 1324 ha Fläche bewirtschafteten.
Am 1. März 2024 gab es zwei Kindertageseinrichtungen mit 103 Plätzen und 96 betreuten Kindern, davon 18 unter drei Jahren und 30 über sechs Jahren.